Evaluierung Energieeffizienzgesetz (EEffG)

Die Weiterentwicklung des Bundesenergieeffizienzgesetzes ist sowohl in der #mission2030 als auch im Regierungsprogramm vorgesehen. Das Ziel ist ein effektives Instrument, basierend auf den bisherigen Erfahrungen und auf dem neuen europäischen Rahmen, damit Österreich für die Energieeffizienz-Anforderungen der Zukunft gerüstet ist.

 

Österreich hat sich das das Ziel gesetzt, die Primärenergieintensität um 25%-30% bis 2030 im Vergleich zu 2015 zu verbessern.

Warum EEffG-Neu?

Um den Zielen aus der #mission2030 und den Vorgaben aus der Energieeffizienzrichtlinie nachzukommen und im Hinblick auf die Dekarbonisierung der Wirtschaft laut Pariser Weltklimaabkommen wurde der Evaluierungsprozess im September 2018 gestartet. Der offizielle Auftakt mit GS DI Plank erfolgte unter breiter Stakeholdereinbindung dann am 10.10.2018.

Europäischer Rahmen

Die neue Energieeffizienzrichtlinie wird mit Mitte/Ende Dezember in Kraft treten und ein europaweites Energieeffizienzziel in Höhe von 32,5 % vorgeben. Außerdem muss jeder Mitgliedstaat (außer Malta und Cypern) realen Einsparungen beim Endenergieverbrauch in Höhe von 0,8% p.a. des jährlichen Endenergieverbrauches nachweisen. Änderungen gibt es auch im Bereich der Messung, Abrechnung und Kundeninformation leitungsgebundener Energieträger, so ist z. B. die Fernablesbarkeit bei neuen Energiezählern – auch bei Fernwärme und -kälte - ab Herbst 2020 vorgeschrieben.

Evaluierungsprozess

Mit einer Auftaktveranstaltung am 10. Oktober 2018 wurde der partizipative Prozess zur Evaluierung vorgestellt und eine breite Palette an Stakeholdern eingeladen, über ihre Erfahrungen mit dem Effizienzgesetz zu diskutieren und Themen für den weiteren Evaluierungsprozess zu erarbeiten. Der Prozess wird fortgeführt in Form von weiteren Workshops, Befragungen, etc. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Auftaktveranstaltung können Sie nachstehend finden.

Der Evaluierungsprozess ist bewusst ergebnisoffen gestaltet. Die Ergebnisse, gerade im Hinblick auf Themen wie Minimierung von Verwaltungsaufwand, Verpflichtungssystem, Audits, Energiearmut, etc., sollen als Grundlage für die Erarbeitung eines EEffG-NEU-Entwurfes herangezogen werden (ohne Präjudiz, dass diese auch 1:1 in den Entwurf übernommen werden). Das Ergebnis der Evaluierung mit den Stakeholdern wird in einer Abschlussveranstaltung, welche für das Frühjahr 2019 angedacht ist, präsentiert.

Der erste themenbezogene Workshop fand am 4. Dezember 2018 statt. Bei diesem Workshop war es das Ziel, mit verpflichteten großen Unternehmen, deren Interessensvertretungen, Energieauditoren und diversen Energieeffizienz-Plattformen, die diversen Aspekte der Auditverpflichtung und die damit in Verbindung stehenden Artikel des Energieeffizienzgesetzes zu diskutieren.

Veröffentlicht am 04.12.2018, Energieeffizienz und Gebäude (Abteilung IV/4)