Forest Europe - Wiederaufnahme der Verhandlungen in Sicht

Nach mehr als vier Jahren Verhandlungspause ist die Wiederaufnahme der Verhandlungen eines rechtlich bindenden Abkommens zum Schutz der Wälder in Europa nun in Sicht.

Wälder in Europa

Die Verhandlungen eines Rechtsabkommens für Wälder in Europa sollen gemäß Ministerentscheidung vom 6. Dezember 2018, nach dem erfolgten dreimonatigen stillschweigenden Verfahren, nun wiederaufgenommen werden. Die stellvertretende Premierministerin und Ministerin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Slowakei, Gabriela Matecna, hat diese als Vorsitzende des freiwilligen Forest Europe Ministerprozesses zum Schutz der Wälder in Europa, im Juni 2019 an die hochrangigen Repräsentanten der UNECE und FAO weitergeleitet, um die nächsten Schritte einzuleiten. Die nachfolgenden Sitzungen werden voraussichtlich am UNO-Standort in Genf stattfinden, die Details dazu werden in den nächsten Monaten erarbeitet.

Wiederaufnahme der Verhandlungen

Die 2011 gestarteten Verhandlungen über ein Rechtsabkommen für Wälder in Europa (Legally binding agreement on forests in Europe) gehen auf eine Initiative Österreichs zurück. Der Großteil des Textes ist ausverhandelt, 2014 kamen die Verhandlungen wegen nicht überbrückbarer Differenzen bei einigen administrativen Fragen zum Stillstand. Im Dezember 2018 trafen sich die 46 Mitgliedsländer der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa (Forest Europe) in Bratislava, um eine Ministerentscheidung zur Wiederaufnahme der Verhandlungen einer Gesamteuropäischen Waldkonvention zu finalisieren. Die EU konnte unter Österreichischem Vorsitz einen Durchbruch erzielen und einigte sich mit den Verhandlungspartnern auf die Wiederaufnahme der Verhandlungen unter dem Schirm der Vereinten Nationen (UNECE mit Unterstützung der FAO).

Veröffentlicht am 28.06.2019, Waldpolitik, Waldökonomie und Waldinformation (Abteilung III/1)