20 Jahre Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft

Das 20-jährige Jubiläum des Staatspreises für beispielhafte Waldwirtschaft bildete den Auftakt der Woche des Waldes 2014, die unter dem Motto „Unser Wald in guten Händen“ steht.

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus feierte mit allen bisherigen StaatspreisträgerInnen in der Woche des Waldes 2014 das 20-jährige Jubiläum. Bisher wurden insgesamt 184 PreisträgerInnen ausgezeichnet. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden zudem 8 L-TrägerInnen geehrt, welche die Waldstrategie 2020 einleiten sollen. Die L-TrägerInnen wurden als Testimonials für die 7 Aktionsfelder dieser Strategie ausgewählt.

Wir möchten uns für die Präsentationen bei © Christine Mooslechner und © Peter Kar recht herzlich bedanken!

Waldstrategie 2020

Die Symbolkraft dieses Staatspreises unterstützt dabei, eine multifunktionale und

nachhaltige Waldbewirtschaftung sicherzustellen. Um die vielseitigen Funktionen

unserer Wälder auch in Zukunft optimal nutzen zu können, wurde die “Österreichische Waldstrategie 2020” ins Leben gerufen.

Die Ansprüche an Österreichs Wälder sind hoch und vielfältig. Um die Waldstrategie

bestmöglich anpassen zu können, wird sie im Rahmen des Österreichischen Walddialogs entwickelt. Dabei sind mehr als 80 Institutionen beteiligt. Das Hauptziel ist es, eine nachhaltige Waldbewirtschaftung laufend zu optimieren und sicherzustellen.

Die Waldstrategie 2020 gliedert sich in sieben Aktionsfelder, die sich beispielsweise mit dem Beitrag der österreichischen Wälder zum Klimaschutz, mit Produktivität und wirtschaftlichen Aspekten und mit der Schutzfunktion der Wälder beschäftigen. Mehr dazu unter "Mehr im WWW".

Internationales Jahr der land- & forstwirtschaftlichen Familienbetriebe

Österreich braucht eine produzierende Land- und Forstwirtschaft, die flächendeckend arbeitet. Ihr Kern ist und bleibt unsere bäuerlichen Familienbetriebe. Dass 2014 von der UNO zum Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe erklärt wurde, unterstreicht die Wichtigkeit und Richtigkeit unserer bäuerlichen Strukturen. Sie sind ein Zukunftsmodell für eine weltweit nachhaltige Entwicklung.

Bauer sein heißt auch, Unternehmer zu sein. Die bäuerlichen Familienbetriebe erbringen enorme Leistungen. Seit Generationen widmen sie sich der Bewirtschaftung und Pflege unserer Kulturlandschaft und versorgen die Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und wichtigen Rohstoffen.

Eine leistungsfähige Land- und Forstwirtschaft ist dafür eine unverzichtbare Grundlage. Österreich ist in der glücklichen Lage, den Wald in guten Händen zu wissen. Die Waldbesitzer kümmern sich in ihrer täglichen Arbeit mit Engagement, guter Ausbildung und innovativen Ideen um den Wald.

Die Geschichte des Staatspreises für beispielhafte Waldwirtschaft

Der Staatspreis ist alljährlich Anlass dafür, die besten Ideen auszuzeichnen und die Arbeit der Waldbäuerinnen und Waldbauern einem größeren Publikum vorzustellen. Der Preis steht für das Aufzeigen der vielfältigen Möglichkeiten, aus dem Wald gleichzeitig naturverträglichen und wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen, das Selbstverständnis der Waldbäuerinnen und -bauern zu stärken und den Stellenwert der bäuerlichen Waldwirtschaft zu erhöhen, damit das Ökosystem Wald auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt.

Der Staatspreis stammt aus einer Zeit, in der das Waldsterben in aller Munde war. Die Bedeutung des Waldes hatte keinen Stellenwert in der Bevölkerung und die Waldbesitzer waren aufgrund der niedrigen Holzpreise eher demotiviert.

Der damalige Bundesminister Franz Fischler setzte sich für den positiven Umgang mit dem Wald ein. So geht das Projekt „Baum des Jahres“ auf diese Initiative zurück und auch der „Lebensbaumkreis“ hat seinen Ursprung in dieser Zeit.

Vom Sterbensszenario zum Lebensbaum war ein großer Sprung. Die zentrale Idee war, Testimonials zu etablieren, die mit gutem Beispiel vorangehen, die sich von der herrschenden negativen Stimmung nicht beirren lassen, sondern ihren Wald innovativ, unternehmerisch und zukunftsorientiert bewirtschaften.

Veröffentlicht am 13.06.2014, Waldpolitik, Waldökonomie und Waldinformation (Abteilung III/1)