Wiederaufforstung steht im Fokus

Die Holzeinschlagsmeldung aus 2018 und die Daten der Waldinventur zeigen, dass mehr Holz in unseren Wäldern wächst als entnommen wird. Große Trockenheit und Sturmschäden führten aber auch 2018 zu hohen Mengen an Schadholz und es bedarf daher effektiver Sofortmaßnahmen und Investitionen.

Holzeinschlagsmeldung 2018

Die Daten der Holzeinschlagsmeldung ergeben, dass die Holzerntemenge im Vergleich zu 2017 um mehr als 8 % gestiegen ist. Insgesamt wurden 2018 im österreichischen Wald 19,2 Millionen Erntefestmeter nachhaltig genutzt. Dem steht laut jüngster Waldinventur ein jährlicher Gesamtzuwachs in der Höhe von ca. 30 Millionen Vorratsfestmeter gegenüber. Das zeigt, dass der Österreichische Wald nachhaltig bewirtschaftet wird.

Sturmschäden und Borkenkäferbefall

Vor allem Waldbestände in Niederösterreich und Oberösterreich wurden aufgrund mangelndem Niederschlag stark durch Borkenkäfer beschädigt. In Osttirol und Kärnten waren massive Stürme im vergangenen Herbst für großflächige Schäden verantwortlich.

Der Schadholzanteil nahm im Vergleich zu 2017 um 53 % zu und beläuft sich auf 9,9 Millionen Erntefestmeter. Rund die Hälfte davon wurde durch den Borkenkäfer geschädigt. Im Zuge des Maßnahmenpakets Trockenheit für die Land- und Forstwirtschaft wurden bis zu 35 Millionen Euro für die Unterstützung der Forstwirtschaft bereitgestellt, mit Fokus auf die Wiederaufforstung.

Wald schützt uns!

Ein gesunder Schutzwald schützt vor Lawinen, Muren, Hochwasser und Steinschlag. Aber auch der Schutzwald steht durch Überalterung und Klimawandel unter großem Druck. Ohne die Schutzfunktion des Waldes könnten knapp 50 Prozent des Lebens- und Wirtschaftsraumes in Österreich nicht genutzt werden. Der Bund stellt daher 29 Millionen Euro für den Schutzwald zur Verfügung.

Sofortmaßnahmen und Lagerung

Schadholz muss rasch aus dem Wald entfernt werden um weiteren Befall oder Schaden zu vermeiden. Dazu bedarf es Lagermöglichkeiten für die Waldbewirtschafterinnen und -bewirtschafter. Die Ausnahmeregelung zur Schadholzlagerung auf beihilfefähigen Flächen wird daher bis Ende März 2020 verlängert. Da auch dieses Jahr mit einer hohen Belastung durch Borkenkäfer gerechnet wird, wird die Errichtung und Betreibung von Nasslagern zukünftig mit bis zu 80 % gefördert. Nasslager sind von Vorteil, da durch sie eine schnelle Holzabfuhr möglich ist und Holz ohne wesentlichen Werteverlust gelagert werden kann.

Veröffentlicht am 09.04.2019