Wildschadensbericht 2017

Nach den besorgniserregenden Schälschadensergebnissen der letzten Österreichischen Waldinventur (2007/09) – 9,1 Prozent aller Stämme im Ertragswald wiesen Schälschäden auf – werden die ersten Ergebnisse der seit 2016 wieder laufenden Waldinventur-Erhebungen mit Spannung erwartet.

Nach Abschluss der Erhebungen für 2018 werden die Hälfte aller Stichprobenflächen erfasst sein. Eine solche Datenbasis erlaubt erste Auswertungen. Erste vorläufige Ergebnisse werden für Ende des Jahres bzw. Anfang 2019 erwartet. Erst dann wird ersichtlich werden, wie weit die Bemühungen der letzten Jahre zur Verbesserung der Wildschadenssituation in Österreichs Wälder erfolgreich waren.

2019 werden auch die Ergebnisse des Wildeinflussmonitorings 2016-2018 erwartet. Die Ergebnisse für die Jahre 2013-2015 zeigen für etwa die Hälfte der Bezirke Verbesserungen, in mehr als einem Drittel der Bezirke war der Wildeinfluss auf die Waldverjüngung jedoch angestiegen. Die Verbissschäden sind, wie in den Verbalberichten der Bundesländer (siehe 1.5 bzw. Anhang) nachzulesen ist, in vielen Bezirken so hoch, dass sie die Verjüngung des Waldes beeinträchtigen. Die Einschätzungen der Forstaufsichtsdienste über die Entwicklung der Verbiss- und Schälschadenssituation geben wenig Anlass zur Annahme, dass sich die Lage in den letzten Jahren grundlegend verbessert hätte.

Veröffentlicht am 29.08.2018, Waldpolitik, Waldökonomie und Waldinformation (Abteilung III/1)