FORST&JAGD-DIALOG

Für den Forst & Jagd Dialog bedeutet es eine große Auszeichnung, dass Frau Bundesministerin Elisabeth Köstinger Zeit fand, bei der mittlerweile 12. Boardsitzung am 23. April 2018 persönlich anwesend zu sein um sich ein direktes Bild über den Arbeitsfortschritt zu verschaffen.

Mit der vor rund sechs Jahren unterzeichneten Mariazeller Erklärung haben die Spitzenrepräsentanten der Jagd- und Forstwirtschaft Österreichs erklärt, sich gemeinsam für ausgeglichene Wald - Wild Verhältnisse einzusetzen. Zur praktischen Umsetzung wurde ein Board, eine Steuerungsgruppe und drei Arbeitsgruppen zu den Themen Motivation und Kommunikation, Wildeinfluss und Rechtliche Fragestellungen eingerichtet.

Nach Begrüßung durch seine Magnifizenz Univ.-Prof. Dr. DI Hubert Hasenauer (Rektor der Universität für Bodenkultur Wien) betonte die Frau Bundesminster die Wichtigkeit „wertschätzend auf gleicher Augenhöhe miteinander zu sprechen und auf Basis der Fakten gemeinsam unbeirrt weiter Lösungen zu suchen. In den letzten Jahrzehnten wurde viel zu oft emotional diskutiert. Hohe Wildstände, vielerorts zu starker Wildeinfluss, enger werdende Wildlebensräume stellen uns alle vor große Herausforderungen.“ lautete der Befund der Chefin des Ressorts für Nachhaltigkeit und Tourismus.

Sie begrüßte, dass dieser Dialog zur Chefsache erklärt wurde und im Board die Topebene der beteiligten Institutionen vertreten ist. Nur so wird sichergestellt, dass alle Ebenen gut erreicht werden. Auf gute Erfahrungen mit solchen Dialogprozessen kann hingewiesen werden. Der Österreichische Walddialog hat sich schon seit über 15 Jahren sehr bewährt.

LJM Dr. Ferry Gorton begrüßte als Vorsitzender der Landesjägermeisterkonferenz und betonte die Wichtigkeit dieses Dialogs auch aus Sicht der Jagd. Wald und Wild werden insbesondere in Verbindung mit den Eigentumsrechten, die ja im Regierungsprogramm auch explizit genannt werden, als eine untrennbare Einheit gesehen.

Mit der Mariazeller Erklärung haben sich alle Beteiligten vor 6 Jahren dazu bekannt, für ausgeglichene Wald – Wildverhältnisse einzutreten. Das mit dem Eigentum verbundene Revierjagdsystem wird durch die Landesjagdgesetzgebungen optimal geregelt. Der Forst & Jagddialog bietet die großartige Chance, von den jeweils Besten zu lernen und die Rahmenbedingungen zu verbessern.

Die Vorsitzenden der drei Arbeitsgruppen zogen Bilanz ihrer Arbeiten im letzten Jahr, die in der kommenden 7. Jahresbericht im September 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.

Die zu diesem Anlass einberufene nächste Board-Sitzung wird diesmal auf Einladung des Burgenländischen Jagdverbandes in Forchtenstein stattfinden. Im Anschluss wird die Forst+Kultur-Tagung „Jagd-Kultur und Wald“ auf Burg Forchtenstein besucht.

 

 

Veröffentlicht am 26.04.2018, Waldschutz, Waldentwicklung und forstliche Förderung (Abteilung III/4)