Tirol: Ein Jahr nach dem Felssturz in Vals

Am 24. Dezember 2018 jährt sich der Felssturz in Vals. Vorkehrungen für den Winter wurden getroffen.

Um über den Winter die Erreichbarkeit des Valsertals aufrecht zu erhalten, wurden von Seiten des Landes Tirol und der Wildbach- und Lawinenverbauung in Abstimmung mit der Gemeinde entsprechende Maßnahmen gesetzt.

Die von Panzersperren vorübergehend gesicherten Häuser werden von nun an durch einen provisorischen Damm geschützt. Dieser soll sowohl vor Steinschlag, als auch vor Lawinen schützen. Bei einer Sperre der L 230 Valser Straße wird der Verkehr umgeleitet.

Bereits im Januar 2018 wurde von der Geologischen Stelle der Wildbach- und Lawinenverbauung Begehungen sowie Drohnenflüge unternommen. In weiterer Folge wurde ein vermessungstechnisches Überwachungssystem für die Langzeitbeobachtung installiert. Das Monitoringsystem macht es möglich, auf Entwicklungen umgehend zu reagieren.

Das vorliegende Schutzkonzept sieht den Bau von zwei Schutzdämmen, die Neudimensionierung und Ergänzung der bestehenden Steinschlagnetze sowie die Neutrassierung und Höherlegung der Landstraße vor. Die Rekultivierung der vom Felssturz betroffenen landwirtschaftlichen Flächen musste in Folge eines Flurbereinigungsverfahrens vorübergehend gestoppt werden, wodurch sich die Umsetzung der Schutzmaßnahmen zeitlich verzögert.

Veröffentlicht am 19.12.2018, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)