Salzburg: Millionenprojekt zum Schutz vor Muren und Hochwasser im Glemmtal

Am 11. Oktober 2019 wurde der Startschuss für das bisher größte Schutzprojekt der Wildbach- und Lawinenverbauung von Maria Patek, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, und Landesrat Josef Schwaiger gegeben.

Nach dem verheerenden Hochwasserereignis im August 2018 wurde ein Schutzprojekt mit einer Gesamtinvestitionssumme von 58 Millionen Euro ausgearbeitet, um einen Rahmen für den integralen Wildbachschutz für Saalbach-Hinterglemm zu schaffen.

Erstes Detailprojekt 2019

Die Bauarbeiten für dieses auf 20 Jahre ausgelegte Schutzprojekt starten nunmehr mit dem ersten Detailprojekt mit einem Kostenrahmen von 7,9 Millionen Euro. Die ersten Schutzmaßnahmen betreffen vor allem Maßnahmen zum Hochwasser- und Geschieberückhalt, sowie die Stabilisierung zahlreicher Rutschhänge. Die Abflussverhältnisse im Ortsteil Hinterglemm wird ebenfalls im Rahmen des ersten Projektabschnittes durchgeführt.

In das Schutzprojekt investieren der Bund (60 %), das Land Salzburg (15 %) und die Wassergenossenschaft (25 %) 58 Millionen Euro.

Weitere Baumaßnahmen

In weiteren Projektsteilen werden Schutzmaßnahmen in der Saalach und in 20 Zubringerbächen getätigt. In diesen Seitenzubringern sind der Geschieberückhalt, die waldbauliche Bewirtschaftung der Grabeneinhänge und die Ertüchtigung der Unterlaufgerinne vorrangige Maßnahmen. Zentrales Ziel ist eine Reduktion der Hochwasserwelle für Saalach und das Hintere Saalachtal.

Ökologische Verbesserungen

Das Projekt schafft auch ökologische Verbesserungen hinsichtlich der durchgängigen Fischpassierbarkeit und Nischenbildung entlang der Saalach sowie der einmündenden Wildbächen.

Veröffentlicht am 14.10.2019, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)

Mehr zu diesem Thema

Filteroptionen
Hier können Sie Ihre Auswahl nach Elementtypen einschränken.