Naturgefahren spielerisch begreifen - Interaktiver Workshop mit Jugendlichen

Am 25. April 2019 organisierte die Abteilung III/5 des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus gemeinsam mit dem Land Steiermark im Rahmen einer internationalen Alpenraumtagung in Heimschuh im Bezirk Leibnitz einen interaktiven Workshop zu Naturgefahren mit rund 100 Schülerinnen und Schülern.

Mit der wachsenden Nachfrage nach Siedlungsraum und den besonders in den Bergen ausgeprägten Klimaveränderungen ist auch der Bedarf für Schutz vor Naturgefahren gestiegen. Heftige Stürme, Lawinen, Rutschungen und Starkregen stellen eine Bedrohung für alpine Gebiete und ihre Bewohnerinnen und Bewohnern dar. Die Herausforderung besteht darin, auch die nächsten Generationen und ihre Lebensräume nachhaltig zu schützen, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Bewusstseinsbildung im Umgang mit Naturgefahren und Klimawandel gelegt werden muss.

Meeting mit Experten

Daher trafen sich Ende April zirka dreißig Expertinnen und Experten aus allen Alpenländern beim Bauhof an der Sulm in Heimschuh, um über die Kommunikation von Naturgefahren und Risiko in den Bergen sowie Vorzeigemethoden zu diskutieren. Einhergehend mit dem Meeting organisierte das BMNT gemeinsam mit dem Land Steiermark eine Ausstellung von Naturgefahrenmodellen aus Österreich, Italien, Deutschland und Slowenien.

Modelle im Stationsbetrieb

An insgesamt acht Stationen lernten die Kinder und Jugendlichen aus der gesamten Südsteiermark, wie Naturgefahren entstehen und wie man damit umgehen kann. Sie lösten zum Beispiel im Modellversuch eine Schlammlawine aus, die die Straße versperrte. Sie formten durch Augmented Reality unterstützt Berge, Täler und Wasserabläufe. In einem Quiz lernten die Schülerinnen und Schüler, wer aller für Hochwasser- und Naturgefahrenschutz zuständig ist. Außerdem zeigten Modelle der Wildbach- und Lawinenverbauung anschaulich, wie Murbrecher und Wildbachsperren vor hohen Schäden an Häusern und Infrastruktur im Tal schützen.

Die Teilnehmenden hatten nicht nur Spaß, spielerisch das richtige Verhalten im Ereignisfall kennen zu lernen, sondern konnten gleich die Gelegenheit wahrnehmen,sich direkt bei den geladenen Expertinnen und Experten über deren Aufgabenbereiche im Alpenraum zu informieren.

Die Abteilung III/5 bedankt sich bei den Mitwirkenden und ermutigt alle, spielerisch über Naturgefahren zu lernen um gute Vorsorge treffen zu können.

 

 

 

Veröffentlicht am 26.04.2019, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)