Tirol: Heftige Unwetter und Murenabgänge im Oberland

Am Mittwoch, den 1. August kam es im Tiroler Oberland zu heftigen Unwettern, was zahlreiche Murenabgänge mit sich führte. Betroffen ist im Bezirk Landeck die Gemeinde Pettneu am Arlberg. Der Schnannerbach, der Zeinsbach und der Gridlontobel sind innerhalb weniger Minuten extrem angeschwollen, haben Holz, Geröll und Schlamm ins Tal transportiert und die vorhandenen Rückhaltebecken der WLV komplett mit Geschiebe gefüllt.

Die Rosanna wurde hierbei durch das mitgebrachte Material aufgestaut und überschwemmte in Folge ein Gewerbegebiet in Schnann, wobei zwei Betriebe stark beschädigt wurden. Durch die Räumung des Mündungsbereichs der Rosanna konnte der Rückstau bereits in der Nacht auf Donnerstag abgesenkt werden. Die vorhandenen Schutzinfrastrukturen der Wildbach- und Lawinenverbauung konnten weitere große Schäden im Siedlungsbereich der betroffenen Gebiete verhindern.

 

Wiederherstellung der Schutzfunktion

Seit Mittwochabend laufen die Sofortmaßnahmen und alle Einsatzorganisationen arbeiten intensiv an der Beseitigung der Geröll- und Schlammmassen auf den Straßen, im Siedlungsgebiet und anderen Infrastrukturen. Nun gilt es die Becken rasch zu leeren, damit sie ihre Schutzfunktion wieder ausführen können, und weitere ergänzende temporäre Sicherungen durchzuführen. Daniel Kurz, Leiter der Gebietsbauleitung Oberes Inntal der Wildbach- und Lawinenverbauung, merkt an, dass unter Hochdruck mit den Gemeinden daran gearbeitet wird, die Geschieberückhaltebecken zu räumen und somit die volle Funktionsfähigkeit wieder herzustellen. Dies sei oberste Priorität und wird wegen der großen Menge die Gebietsbauleitung auch weiterhin beschäftigen.

 

Veröffentlicht am 06.08.2018, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)