Wildbäche in Wien und Umgebung: Eine nicht zu unterschätzende Gefahr

Erst kürzlich konnten in der Gemeinde Purkersdorf, nur 6 km von Wien entfernt, ein Rückhaltebecken und ein Wildholzrechen der Wildbach- und Lawinenverbauung große Schäden im Siedlungsbereich verhindern.

Präventive Schutzmaßnahmen wirken

Oberhalb der Richter-Minder-Siedlung in der Gemeinde Purkersdorf wurde 2012 von der Wildbach- und Lawinenverbauung ein Schutzbauwerk fertiggestellt. Nach starken, lokalen Regenfällen Anfang Mai diesen Jahres konnten dadurch sehr große Schäden im Siedlungsgebiet verhindert werden. Ohne dieses Becken und den Wildholzrechen wäre es in der Siedlung zu starken Überflutungen und Überschotterungen gekommen - Häuser, Keller und Grundstücke wären immens beschädigt geworden.

Starke Regenfälle Anfang Mai

Die heftigen Regenfälle, von gut 90 Litern pro Quadratmeter in ca. 3 Stunden, führten dazu, dass das Hochwasserrückhaltebecken nahezu randvoll gefüllt war und große Mengen Wildholz und Geschiebe (Schlamm, Steine etc.) durch den Graben transportiert wurden. Diese wurden dann am Grabenausgang durch den Wildholzrechen zurückgehalten.

Einleitung von Sofortmaßnahmen

Die notwendigen Sofortmaßnahmen wurden unmittelbar durch die Verantwortlichen eingeleitet um den Wildholzrechen zu räumen und somit wieder voll funktionsfähig zu machen. Das Hochwasserretentionsbecken wurde innerhalb von 2 Tagen vollständig entleert und kann bei erneuten Unwettern die Siedlung wieder schützen.

Die präventiven Schutzmaßnahmen, die rasche Reaktion der Gemeinde und der Einsatzorganisationen in enger Zusammenarbeit mit der Wildbach- und Lawinenverbauung konnten große Schäden in der Richter-Minder-Siedlung verhindern.

Veröffentlicht am 09.05.2018, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)