Tirol: Rettenbach-Sanierung feierlich eröffnet

Am 12. September 2019 wurde das Schutzkonzept am Rettenbach in Sölden im Beisein von Vertretern der Politik sowie von Vertretern der Wildbach- und Lawinenverbauung feierlich eröffnet.

Der Rettenbach in Sölden zeigte schon vor knapp 100 Jahren seine wilden Seiten. Bereits seit dem Jahr 1921 wird das Schutzprojekt dementsprechend verbaut. Nun sollen die von Ereignissen gekennzeichneten Schutzmaßnahmen saniert, ergänzt und auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden.

Geplante Maßnahmen

Die Hauptbestandteile des Projektes sind die Errichtung einer Hochwasserretentionssperre, Grobgeschiebefiltersperre und Sperrenstaffelung. Auch sollen die bestehenden Schutzbauten, wie die Gewölbesperre und Ufersicherungen, saniert werden. Gestartet wird mit der Sanierung und Erweiterung des Unterlaufes.

Umfangreiches Schutzkonzept

Das Schutzkonzept verbessert das Schutzniveau der Bevölkerung in Sölden erheblich. Mit der Fertigstellung der Sanierungs-, Ergänzungs- und Erweiterungsmaßnahmen wird vor allem der Ortskern der Gemeinde langfristig geschützt.

Finanzierung durch Bund, Land und Gemeinde

Die Projektkosten von rund 8 Millionen Euro wurden vom Bund (50 Prozent), dem Land Tirol (15 Prozent), der Gemeinde Sölden (35 Prozent) investiert. Der Schutz vor Naturgefahren wie Hochwasser, Lawinen, Muren, Steinschlag und Hangrutschungen wird in Österreich sehr ernst genommen. Im letzten Jahr wurden allein in Tirol 44,2 Millionen Euro in den Schutz der Bevölkerung investiert. Davon flossen 31,2 Millionen Euro in den Schutz vor Wildbächen.

Veröffentlicht am 12.09.2019, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)