Der Schutzwald bei der Europäischen Waldwoche in Genf

Anfang November 2019 fand im Zuge der gemeinsamen Sitzung der Welternährungsorganisation FAO und der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa UNECE die Europäische Waldwoche „Forêt2019“ am Sitz der Vereinten Nationen in Genf statt. Neben den Themen Kreislaufwirtschaft, klimabedingten Herausforderungen, Projektplanung und anderen forstpolitischen Fragestellungen, stand die Schutzfunktion der Wälder im Klimawandel auf der Tagesordnung.

FAO Working Party on the Management of Mountain Watersheds

Die Abteilung für Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) hat dieses Jahr den zweijährigen Vorsitz der FAO Working Party on the Management of Mountain Watersheds (WPMMW) übernommen. In dieser Arbeitsgruppe tauschen sich die Mitgliedsländer aus allen Regionen Europas, von Norwegen über Slowenien bis zur Türkei, über gemeinsame Herausforderungen in Bergregionen und verschiedene Lösungsansätze aus und vernetzen sich.

Im Zuge der FAO/ UNECE Sitzung in Genf wurde die WPMMW, und insbesondere die 32. Sitzung im September 2019 in Innsbruck, den versammelten Vertreterinnen und Vertretern von Yuka Makino (FAO) präsentiert.

Schutzwaldpolitik

Außerdem organisierte das BMNT eine Veranstaltung und Diskussion zu den Schutzfunktionen von Bergwäldern in Zeiten des Klimawandels. Christian Scheidl von der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) gab einen einleitenden Vortrag über die Funktionen und Wirkungen von Schutzwäldern für Siedlungs- und Lebensräume. Anschließend präsentierten Alison Evans die französische, Ansgar Fellendorf die österreichische und Harald Aalde die norwegische Schutzwaldpolitik.

Gemeinsamkeiten sind die schwere Zugänglichkeit der betroffenen Gebiete, starke Veränderungen durch den Klimawandel wie Trockenheit und Starkniederschläge und ein zunehmender Druck durch Infrastrukturentwicklung. Auch die Baumgrenze wandert in alpinen Gebieten in allen Ländern nach oben. Das Publikum begrüßte die Aktivitäten der WPMMW und bestätigte die Bedeutung, sich über gemeinsame Problemstellungen grenzübergreifend auszutauschen. Für das Jahr 2020 ist ein internationaler Schutzwald Workshop mit europäischen Expertinnen und Experten in Österreich geplant.

Veröffentlicht am 07.11.2019, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)

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