Tirol: 10 Millionen Euro für den Schutz vor Naturgefahren im Bezirk Kitzbühel

Gebietsbauleiter Andreas Haas stellte im September 2017 die Schutzkonzepte der Bachbaustellen am Walsenbach in Kitzbühel sowie jene am Hoferbach in der Nachbargemeinde Aurach vor.

Zu den beiden Wildbächen: Der Walsenbach zeigte schon 1897 seine ganze Kraft, besonders aber im Jahr 1955 als durch einen Murgang der Rot-Weiß-Kurier entgleist und weitere Infrastrukturen zerstört wurden. Auch die Verbauungschronik ist lang: Aufzeichnungen verweisen auf erste Schutzmaßnahmen im Jahr 1923. Beim aktuellen Projekt werden die bestehenden, teils desolaten Bauwerke saniert und zusätzliche Sperrenbauwerke errichtet.

Der Hoferbach weist ebenso eine ereignisreiche Chronik auf. Große Murgänge und infolge Rückstau der Kitzbüheler Ache sollen in Zukunft vier neue Leitdämme mit verborgener Steinschlichtung und sechs Murabsturzbauwerke verhindern. Die Arbeiten am Hoferbach werden nach vier Jahren Bauzeit im Herbst 2017 abgeschlossen.

Insgesamt investiert die WLV damit rund 10 Millionen Euro in den Bezirk Kitzbühel und den Schutz des dortigen Lebens- und Wirtschaftsraumes.

Veröffentlicht am 27.09.2017, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)