Gemeinsame Ausbildungswoche des Österreichischen Bundesheeres und der Wildbach- und Lawinenverbauung

Aufgrund des Verwaltungsübereinkommens zwischen dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus und dem Bundesministerium für Landesverteidigung fand vom 13. bis 17. Mai 2019 eine Ausbildungswoche des Bundesheeres auf zwei Baufeldern der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) in der Gebietsbauleitung Steiermark West statt.

In den letzten Jahren kam es in der Steiermark immer wieder zu Katastropheneinsätzen im Zuge von Hochwasserereignissen. Zur Abwicklung derartiger Katastrophen ist eine enge und abgestimmte Zusammenarbeit zwischen der Wildbach- und Lawinenverbauung, als operativ eingesetzte Dienststelle, und dem Bundesheereinheiten im Assistenzeinsatz erforderlich.

Gemeinsame Ausbildung

Ziel der Ausbildungswoche war einerseits die Schulung von Kaderpersonal des Bundesheeres für die Errichtung von einschlägigen Bautypen und andererseits die Förderung und Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Bundesheereinheiten und der Wildbach- und Lawinenverbauung in Hinblick auf gemeinsame Katastropheneinsätze. Durch diese Schulung wird zukünftig ein noch effizienterer Einsatz der Bundesheerkräfte für Maßnahmen des Katastrophenschutzes bei Hochwasserereignissen möglich werden. Auch wird die Kompetenz betreffend der Katastrophenvorsorge zum Wohle der heimischen Bevölkerung erhöht und Expertisen betreffend Schutzmaßnahmen ausgetauscht.

Ausbildungsorte und geplante Maßnahmen

Von Seiten des Militärkommandos Steiermark waren Einheiten des Bau-Pionierzuges mit 44 Mann, aufgeteilt auf 3 Gruppen mitsamt Kader- und Versorgungspersonal am Schöttlbach in der Gemeinde Oberwölz und am Hagenbauerbach in der Gemeinde Obdach eingesetzt.

Am Schöttlbach, einem Einzugsgebiet das im Jahr 2017 nach Hochwasserereignissen zum Katastrophengebiet erklärt wurde, wurde von den Bundesheereinheiten eine Wirtschaftsbrücke errichtet. Ein weiterer Teil der Bundesheereinheiten errichtete am Hagenbauerbach in der Gemeinde Obdach, die ebenso im Jahr 2012 als Katastrophengebiet erklärt wurde, Holzkastensperren zur Geschiebekonsolidierung in einer Steilstrecke des Bachlaufes.

Die Bautype der Holzkastensperren und auch die Wiederherstellung und Errichtung von Wirtschaftsbrücken sind häufige Arbeiten, die im Zuge eines Assistenzeinsatzes bei Katastrophenereignissen von Bundesheereinheiten, nach Vorgaben der Wildbach- und Lawinenverbauung durchgeführt werden.

Die Ausbildungsarbeiten fanden in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Personal der Wildbach- und Lawinenverbauung statt, sodass ein lückenloses Wissensmanagement zwischen den Organisationen gewährleistet war.

Veröffentlicht am 15.05.2019, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)