Lawinengipfel: Zusammenarbeit zum Schutz vor Lawinen

Am 26. Februar 2019 fand im Bundeskanzleramt in Wien ein Lawinengipfel statt. Bundesministerin Elisabeth Köstinger und Bundesminister Mario Kunasek zogen eine erste Zwischenbilanz über die Ereignisse im Winter und diskutierten gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus betroffenen Sektoren über existierende Problemfelder und Lösungsansätze.

Erste Bilanz

Die Schnee- und Lawinensaison 2018/19 ist noch nicht zu Ende, jedoch lassen sich bereits erste wichtige Erkenntnisse für die Sicherheit der Österreichischen Bevölkerung sowie der zahlreichen Touristinnen und Touristen in den Winterdestinationen ableiten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Bergsport, Bergrettung, Gemeinden und Tourismus tauschten sich unter anderem über richtiges Verhalten beim Alpinsport, rechtliche Grundlagen, Schutzinfrastrukturen, Freiwilligenwesen und Bewältigung von Extremsituationen aus. Die Vernetzung der Akteurinnen und Akteure des Katastrophenmanagements ist eine wichtige Strategie für die Zukunft und den Schutz der österreichischen Bevölkerung. Eine Bündelung der Kräfte macht es möglich, den Schutz für den Lebensraum nachhaltig zu sichern.

Zusammenarbeit

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus und das Bundesministerium für Landesverteidigung kooperieren seit einigen Jahren intensiv. So gibt es beispielsweise gemeinsame Kurse mit der Wildbach- und Laweinenerbauung, technische und organisatorische Abstimmung sowie den Austausch von Fachexpertisen, um den hohen österreichischen Standard im Katastrophenmanagement weiter zu steigern.

45 Mio. für den Lawinenschutz

Um den Lawinenschutz in Zukunft weiter auszubauen, setzt die Bundesregierung auf eine rasche Umsetzung von technischen Schutzprojekten (Stützverbauungen, Verwehungszäune, Ablenk- bzw. Auffangdämme). Damit soll der Schutz von Siedlungen und wichtigen Verkehrsinfrastrukturen unter dem speziellen Fokus der Erreichbarkeit der Ortschaften bei starken Schneefällen sichergestellt werden. Die Mittel werden aus dem Katastrophenfonds zur Verfügung gestellt und unmittelbar in technische und forstliche Maßnahmen wie den Ausbau von Schutzwäldern fließen. Bis 2022 sollen hier so insgesamt 45. Mio Euro investiert werden.

Veröffentlicht am 26.02.2019, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)