Verein der Diplomingenieure - Fachexkursion nach Bondo

Von 27. bis 28. Juni 2019 folgten 10 Mitglieder des Vereins der Diplomingenieure der Wildbach und Lawinenverbauung der Einladung des Amtes für Wald und Naturgefahren (AWN) Graubünden zum Schauplatz des großen Bergsturzes am Piz Cengalo nach Bondo in die Schweiz.

Dort waren im August 2017 in einer außergewöhnlichen Ereignisabfolge ein Bergsturz vom Piz Cengalo, ein daraus resultierender Schuttstrom und in den darauffolgenden Tagen mehr als 10 Murgänge aufgetreten.

Tolles Programm von Schweizer Kollegen organisiert

Christian Wilhelm (AWN) begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor der wunderschönen Kulisse der Bergeller Alpen und gab eine detaillierte Einführung in das Bergsturzereignis vom August 2017.

Gian Cla Feuerstein (AWN) und Anna Giacometti (Gemeindepräsidentin von Bergell) gaben einen kurzen Überblick zu den Wiederherstellungsmaßnahmen nach dem Großereignis

Befliegung der Ausbruchnische am Piz Cengalo

Ein besonderes Highlight der Fachexkursion war die Befliegung der Abbruchstelle am Piz Cengalo sowie die Besichtigung der Verhältnisse im Val Bondesca. Die eingerichtete Laser-Interferometer Monitoringanlage wurde vorgestellt und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich ein gutes Bild von den Ablagerungen am Wandfuß des Piz Cengalo und im Tal Bondesca machen.

Lokalaugenschein im Ortsgebiet

Beim abschließenden Rundgang durch den Ort mit dem Vorsteher des Bauamts und dem Vertreter der kantonalen Gebäudeversicherung Sigi Manetsch wurde ein Lokalaugenschein an bedeutenden Stellen vorgenommen. Neben Informationen zur Entschädigung der Betroffenen über die kantonale Gebäudeversicherung und die Elementarschadenkasse bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch einen guten Einblick in die Umsetzung der Räumung und der Wiederherstellungsmaßnahmen im Ortsgebiet.

Um den Schutz für die Einwohnerinnen und Einwohner in Bondo auch in Zukunft sicherzustellen wird ab 2020 ein entsprechendes Projekt umgesetzt. Die laufende Beurteilung der Gefahren, veränderte Raumnutzungsansprüche sowie ein integrales Risikomanagement sind laufende Herausforderungen, die in der Zukunft bewältigt werden müssen.

Veröffentlicht am 03.07.2019, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)