ISSW 2018 - 07. bis 12. Oktober 2018 in Innsbruck

Vom 7. bis 12. Oktober 2018 fand der weltgrößte Fachkongress zum Thema Schnee und Lawinen in Innsbruck statt.

Nationale und internationale Experten aus Wissenschaft und Praxis nahmen am International Snow Science Workshop 2018 (ISSW2018) teil, welcher gemeinsam vom Bundesforschungszentrum für Wald, dem Lawinenwarndienst und der Wildbach- und Lawinenverbauung organisiert wurde.

Thematischer Fokus

Im thematischen Fokus lagen aktuelle Erkenntnisse aus der Wissenschaft, Erfahrungsberichte aus der Praxis und innovative Technologien auf internationalem Niveau. Neben den generellen ISSW Themen aus Lawinenwarnung und -dynamik, Schneekunde und -management, Bergrettung und -führung, Ingenieurspraxis und Risikomanagement, rückten auf der ISSW2018 die Spezialthemen „Integrale Ingenieurlösungen”, „25 Jahre Lawinengefahrenskala” und „IT im Schnee” in den Mittelpunkt.

Austausch

Die ISSW fördert wie keine andere Fachkonferenz den internationalen und fachübergreifenden Austausch zwischen Schneeexperten. Unterschiedliche Präsentationsmöglichkeiten, wie Fachvorträge, Posterpräsentationen und Podiumsdiskussionen, sowie die Einbindung einer internationalen Fachmesse, ermöglichten den direkten Kontakt mit einem breiten Fachpublikum.

Theorie und Praxis

Zusätzlich wurden auf der ISSW2018 Fortbildungskurse für Bergführer, Sicherheitsverantwortliche und Ingenieure angeboten. Das umfangreiche Exkursionsprogramm bot die einzigartige Gelegenheit Einblicke in die Tätigkeiten lokaler Experten zu gewinnen und aktuelle Probleme und deren bewährte Lösungen in der Praxis zu erleben.

Lebensraum Alpen

Erstmals wurde ein Tag mit dem Motto „ISSW Goes Public” organisiert. Dieser bot Vertretern aus der Öffentlichkeit eine Plattform zur Diskussion des Themenkomplexes „Lebensraum – Bergraum – Naturgefahren”. In Kooperation mit der EUSALP-Gruppe und der Alpenkonvention, wurden Fragen, wie „Nachhaltige Sicherung des Lebensraumes in den Alpen – aber wie?” mit Politikern, sowie lokalen und internationalen Experten, erörtert.

Public Day

Um die Ergebnisse und Themen der Konferenz auch einem breiteren Publikum anzubieten, wurde erstmals ein PUBLIC DAY - Tag der Offenen Tür in Kooperation mit der EUSALP Aktionsgruppe 8 organisiert. Die Nachmittagsveranstaltung stand unter dem Motto "Sicherer Lebensraum durch neue Wege im Risikomanagement".

Die Alpen sind einer der schönsten und wertvollsten Lebensräume der Welt. Der Wandel der Gesellschaft sowie die Auswirkungen des Klimawandels haben in den letzten Jahren zu spürbaren Veränderungen besonders im Winter und im Wintertourismus geführt. Dies stellt uns vor immer neue Herausforderungen für das Risikomanagement zur Entwicklung eines sicheren Lebensraums in den Bergen.

Die hochkarätig besetzte Nachmittagsveranstaltung war öffentlich zugänglich und bot den interessierten Publikum Einblicke in kooperative Ansätze wie man den Lebens- und Wirtschaftsraum Alpen für die nachhaltige Entwicklung gemeinsam schützen kann. Diese umfassen integrierte Schutzkonzepte von Siedlungsraum und Infrastruktur sowie eine verstärkte Kooperation mit der Bevölkerung und Experten aus verschiedenen Bereichen für das Risikomanagement auf Gemeindeebene. Die vorgestellten Lösungsansätze wurden anschließend in einer Podiumsdiskussion von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Praxis und Forschung kritisch beleuchtet und diskutiert.

Die EU-Alpenstrategie bietet die Chance, diese besonderen Herausforderungen des Alpenraums in enger Zusammenarbeit mit 48 Regionen und sieben Staaten gemeinsam anzugehen.

Veröffentlicht am 19.10.2018, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)

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