Gut vernetzt mit we4DRR

Das europäische Netzwerk women exchange for Disaster Risk Reduction vernetzt europaweit Frauen, welche im Kontext des Naturgefahrenmanagements arbeiten und forschen.

In zahlreichen internationalen Studien wird deutlich, dass bei der Reduktion von Naturgefahrenrisiken auch Gender Mainstreaming ein wichtiger Faktor ist. Dies wurde auch im neuen Sendai Rahmenplan für Risikoreduzierung 2015 – 2030 der Vereinten Nationen hervorgehoben. In Expertenteams kann Diversität und Gender Mainstreaming zu einem Gewinn neuer Perspektiven und somit zu einer größeren Menge an Reaktionen und Lösungswegen führen.

Das im März 2016 gegründete Netzwerk we4DRR beschäftigt sich deshalb nicht nur mit Gender im Kontext von Naturgefahren, sondern möchte auch die Sichtbarkeit von Expertinnen in diesem Feld erhöhen und diese durch transnationalen Wissens- und Erfahrungsaustausch stärken.

Das Netzwerk wird vom Österreichischen Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus koordiniert und besteht derzeit aus rund 120 Mitgliedern aus 11 Ländern. Ein Steuerungsgremium, sowie flexible Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen wie z. B. Kommunikation garantieren effiziente Zusammenarbeit. Das Netzwerk veranstaltet regelmäßig Events und Workshops zu den Themen Gender und Risikoreduktion von Naturgefahren oder auch informelle Treffen im Rahmen großer Konferenzen, sowie einmal im Jahr eine Jahreshauptversammlung.

Veröffentlicht am 12.04.2019, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)