Die neue Direktzahlungsarchitektur

Per 1.1.2015 ist die neue GAP nach fast fünfjähriger Vorbereitungszeit in Kraft getreten.

Mit dieser Reform werden die Direktzahlungen (DZ) stärker auf bestimmte Maßnahmen, Gebiete und Begünstigte ausgerichtet.

Das Ziel der GAP 2020 ist die nationale Harmonisierung der Beihilfesätze sowie die Harmonisierung der Beihilfesätze zwischen den einzelnen EU-Mitgliedstaaten. Aus diesem Grund muss Österreich, wie auch die anderen EU-Länder, in der ersten Säule bei den DZ das bisherige Zahlungssystem auf ein sogenanntes „Regionalmodell“ umstellen. In diesem Bereich hat die EU-Kommission ursprünglich einen radikalen Schnitt geplant, der sich finanziell negativ auf unsere Bäuerinnen und Bauern ausgewirkt hätte. Diese geplante Maßnahme konnte verhindert werden. Somit wird ein sanfter Übergang in das neue System gewährleistet.

Die Prämien werden in Zukunft nur mehr „aktive Landwirtinnen und Landwirte“ erhalten, das heißt, dass z.B. Flughäfen, Eisenbahnunternehmen, Wasserversorgungseinrichtungen keine Agrar-Mittel lukrieren können.

Ab dem Antragsjahr 2015 wird die Basisprämie von Großbetrieben eingekürzt. In Österreich bedeutet das, dass Basisprämienbeträge über 150.000 Euro (etwaige Lohnkosten werden gegenverrechnet) gänzlich gestrichen werden. Die dadurch frei werdenden Mittel verbleiben im jeweiligen EU-Mitgliedstaat und werden dem Programm Ländliche Entwicklung (LE 14-20) zur Verfügung gestellt.

Umsetzung der neuen Direktzahlungsarchitektur in Österreich

Im Zuge der GAP wurde in Österreich das bisher angewandte Modell auf ein Regionalmodell umgestellt. Dabei wird je Hektar beihilfefähiger Fläche eine Basisprämie gewährt. Aufbauend auf diese wird die Erbringung von besonderen Umweltleistungen bei Einhaltung der „Greening-Anforderungen“ mit einer Greening-Prämie abgegolten.

Eine zusätzliche finanzielle Unterstützung bekommen Junglandwirtinnen und Junglandwirte. Kleinerzeuger profitieren künftig in der ersten Säule von vereinfachten Förderungsvoraussetzungen.

Weiterhin können für bestimmte Sektoren unter speziellen Bedingungen gekoppelte Zahlungen geleistet werden.

Als Förderungsvoraussetzung für all diese Maßnahmen gilt wie bisher die Einhaltung der anderweitigen Verpflichtungen (Cross Compliance). Als Mindestvoraussetzung für den Erhalt der Direktzahlungen müssen erstens mindestens 1,5 Hektar beihilfefähige Fläche oder 150 Euro gekoppelte Zahlung beantragt werden und zweitens auf den landwirtschaftlichen Betriebsflächen die Mindestbewirtschaftungsauflagen erfüllt werden.

Details zur

sind in den jeweiligen Artikeln dargestellt.

Veröffentlicht am 29.03.2017, Direktzahlungen & INVEKOS (Abteilung II/4)