Nationale und Europäische Strategie

Dem Programm vorangestellt sind die europäische und Nationale Strategie. Diese präzisieren inhaltlich die Rechtsvorgaben des Rates der Europäischen Union.

Der Nationale Strategieplan Österreichs wurde nach einer ausführlichen informellen Konsultation mit den Dienststellen der Europäischen Kommission am 8. August 2007 offiziell an diese übermittelt
 

Die Grundlage für die Erarbeitung der nationalen Strategie ist die europäische Strategie, die von der Europäischen Kommission am 20. Februar 2006 verabschiedet wurde. Eine Änderung erfolgte mit Beschluss vom 19. Januar 2009.

Die Politik zur ländlichen Entwicklung  in der Periode 2007-2013 konzentriert sich auf drei Bereiche, entsprechend den Maßnahmenschwerpunkten, die in der neuen Verordnung festgelegt sind:

  •  Wettbewerbsfähigkeit der Agrar- und Forstwirtschaft,
  • Umweltschutz und Landschaftspflege,
  • Lebensqualität und Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft.

Ein vierter Schwerpunkt Leader schafft neue Möglichkeiten für basisorientierte Konzepte zur ländlichen Entwicklung.
 
Die Mitgliedstaaten planen ihre nationalen Strategien zur ländlichen Entwicklung auf der Grundlage von sechs gemeinsamen strategischen Leitlinien, die dazu beitragen sollen:

  • die Bereiche festzulegen, in denen der Einsatz der EU-Fördermittel für die ländliche Entwicklung den höchsten Mehrwert auf EU-Ebene schafft;

  • die Verbindung mit den wichtigsten EU-Prioritäten (Lissabon, Göteborg) herzustellen;

  • die Vereinbarkeit mit anderen EU-Maßnahmen zu gewährleisten, insbesondere in den Bereichen Kohäsion und Umwelt;

  • die Umsetzung der neuen marktorientierten GAP sowie die erforderlichen Umstrukturierungsmaßnahmen zu begleiten, die diese in den alten und neuen Mitgliedstaaten mit sich bringt.

Die Strategischen Leitlinien der Gemeinschaft erfuhren mit dem Gesundheitscheck der Gemeinsamen Agrarpolitik eine Überarbeitung, die auch Auswirkungen auf den nationalen Strategieplan Österreichs hatte.

Zusätzlich war eine Anpassung an die Beschlüsse des Europäischen Rates vom 19./20. März 2009 in Bezug auf das Europäische Konjunkturprogramm erforderlich.
 
Der daraufhin geänderte nationale Strategieplan wurde von  Kommission am 7.12.2009 angenommen.

Veröffentlicht am 30.09.2015, Koordination ländliche Entwicklung und Fischereifonds (Abteilung II/2)