1,2 Milliarden Euro Agrarzahlungen für heimische Landwirtschaft

Rund 1,2 Mrd. Euro Direktzahlungen und erste Teilzahlungen des Agrarumweltprogramms ÖPUL sowie der Ausgleichszulage für das Antragsjahr 2019 an Bäuerinnen und Bauern überwiesen.

Mit der Hauptauszahlung für die Direktzahlungen, das österreichische Agrarumweltprogramm ÖPUL und die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete  am 18.Dezember werden rund 1,2 Mrd. Euro an die Bäuerinnen und Bauern überwiesen. Damit erhalten unsere Landwirtschaftsbetriebe verlässlich und zeitgerecht die Agrarzahlungen für das Antragsjahr 2019.

Planungssicherheit für landwirtschaftliche Betriebe

In Zeiten zunehmend volatiler werdender Agrarmärkte und witterungsbedingt immer unberechenbarer Erträge stehen die Direktzahlungen der Gemeinsamen Agrarpolitik EU-weit für Stabilität und Planungssicherung für landwirtschaftliche Betriebe.

Für heimische Betriebe mit vollständig aufgearbeiteten Kontrollen zahlt die Agrarmarkt Austria die Mittel zu hundert Prozent aus, das sind rund 679 Millionen Euro. Die Restzahlungen bzw. Zahlungen für jene Betriebe mit noch nicht eingearbeiteten Kontrollergebnissen erfolgen im April nächsten Jahres.

Beim österreichischen Agrarumweltprogramm ÖPUL sowie der Ausgleichszulage werden, so wie in den vorangegangenen Jahren, 75 Prozent der gesamten Mittel ausgezahlt. Indem diese Mittel alljährlich mit großer Beständigkeit ausgezahlt werden, honoriert die österreichische Bevölkerung die Tatsache, dass unsere Bäuerinnen und Bauern in Sachen verantwortungsbewusster Umgang mit Umwelt, Boden, Wasser und Luft im europäischen Durchschnitt unverändert eine Vorreiterrolle einnehmen. Bei der Auszahlung der ÖPUL-Mittel ist im Jahr 2019 inklusive April-Zahlung mit rund 450,5 Millionen Euro nochmals eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, die in erster Linie auf einem starken Umstieg in den biologischen Ackerbau gründet. Aus den Mitteln der Ausgleichszulage erhalten landwirtschaftliche Betriebe inklusive April-Zahlung rund 250 Millionen Euro Agrarzahlungen.

Erhöhte Umweltwirkungen

Mit einem budgetierten Fokus auf das Agrarumweltprogramm ÖPUL sowie die Ausgleichszulage setzt Österreich bereits jetzt die von der Europäischen Kommission für die nächste Periode der Gemeinsamen Agrarpolitik angekündigten erhöhten Umweltwirkungen der Agrarzahlungen weitgehend um. Damit das auch in Zukunft so bleiben kann, bekennt sich die österreichische Politik dazu, die Bäuerinnen und Bauern in der kontinuierlichen Verbesserung und Anpassung ihrer Wirtschaftsweisen zu unterstützen und die von ihnen erbrachten Umweltleistungen auch zukünftig adäquat zu honorieren. Bei der aktuellen Erstellung des GAP-Strategieplans verfolgt das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus daher das dezidierte Ziel, den bäuerlichen Familienbetrieben klare Rahmenbedingungen und Kontinuität bieten zu können. Der von Österreich bereits in der Vergangenheit erfolgreich eingeschlagene Weg, in der Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik einen besonderen Schwerpunkt auf Umweltmaßnahmen zu legen, wird fortgesetzt werden.

Veröffentlicht am 18.12.2019, Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung (Sektion II)