Klimawoche an den Schulen des BMNT

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.  Kinder und Jugendliche sind hier ganz besonders betroffen und gefordert. Sie müssen mit den Folgen des Klimawandels leben und sie müssen Schlimmeres verhindern. Bildung und Bewusstseinsbildung sind die Schlüssel für die Bewältigung dieser Herausforderungen.

Eine besondere Rolle kommt dabei den Pädagoginnen und Pädagogen und den Bildungseinrichtungen zu. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen in den Schulen ist essentiell, damit die Jugendlichen im Kampf gegen den Klimawandel gewappnet sind und sich dieser Herausforderung aktiv stellen können. An den Schulen des BMNT ist das Thema Klimaschutz seit vielen Jahren stark verankert.

Um das Thema noch stärker in den Fokus zu rücken, wurde im Mai 2019 an allen Schulen des BMNT die Aktionswoche „Klimaschutz an den Schulen“ durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer beteiligten sich mit großem Engagement an der Klimawoche.

 

HLBLA St. Florian: Stoppt den Bodenverbrauch

Klima, Klimaschutz und Nachhaltigkeit werden an der HLBLA St. Florian großgeschrieben. Die Schülerinnen und Schüler des 4. Jahrgangs widmeten sich in den letzten Wochen intensiv dem Thema Bodenverbrauch. Ihr Aufruf: Der Zerstörung und Versiegelung des Bodens Einhalt bieten. Unser Umgang mit dem Boden, eine der wichtigsten Lebensgrundlagen, muss sich ändern: „Wir lassen uns unsere Zukunft nicht verbauen, STOPPT den Bodenverbrauch – JETZT!“

 

HBLA Ursprung: Naturschutzprojekt am Bahndamm

Klimaschutz und Biodiversität gehören für die HBLA Ursprung zusammen. 50 Schülerinnen und Schüler schufen gemeinsam mit ihren Lehrkräften Lebensräume für Zauneidechse, Schlingnatter, Laufkäfer, Heuschrecken und Wildbienen. Angeleitet von Experten des Hauses der Natur wurde an einem Bahndamm der Lokalbahn eifrig gearbeitet, damit die Natur die brachliegende Fläche zurückerobern kann. Unter Einbeziehung der Bäuerinnen und Bauern werden in nächsten Jahren weitere Maßnahmen für die Biodiversität gesetzt. Hochwertige Ackerflächen sollen weiter für die Produktion genutzt werden.  Aber Ackerränder, Waldränder, unpraktische Teilflächen und unwegsame Böschungen darf die Natur zurückerobern.

 

HBLFA Francisco Josephinum Wieselburg: Projekt „Umweltzeichen-Schule“

Das Francisco Josephinum wird Umweltzeichen-Schule. Wie die entsprechenden Maßnahmen an der Schule umgesetzt werden, das wurde von den Schülerinnen und Schülern selbst erarbeitet. In den 4. Klassen war der Unterrichtsgegenstand Projektmanagement ganz dem Projekt „Umweltzeichen“ gewidmet. Nach der Erhebung aller notwendigen Daten wurde festgestellt, dass an der Schule bereits viele Anforderungen erfüllt sind, einiges aber noch verändert werden muss. Gute Ideen waren gefragt. Unterstützt wurden die Jugendlichen von einem externen Berater. Einem erfolgreichen Audit zu Schulschluss stand nichts mehr im Wege.

 

HBLA Elmberg: Regionale Produkte auf einen Klick

Die HBLA Elmberg führte in diesem Schuljahr in Zusammenarbeit mit den Linzer Landwirten ein Klassenprojekt durch. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten eine Website, auf der sich die Konsumentinnen und Konsumenten per Mausklick über das umfangreiche Angebot an bäuerlichen Erzeugnissen aus Linz informieren können: www.linzer-landwirte.at. In der Klimawoche veranstaltete der 1. Jahrgang ein ökofaires Frühstück, wobei auf Saisonalität und Regionalität geachtet wurde und die Frühstückskilometer berechnet wurden.

 

HBLA Pitzelstätten: Klima-Workshop

An der HBLA Pitzelstätten war der Unterricht in „Produktgestaltung und Betriebsorganisation“ praktischen Themen zum Klimaschutz gewidmet. Statt chemischer Waschmittel verwendeten die Schülerinnen und Schüler ein eigenes, biologisches Waschmittel, produziert aus Efeu und Kastanien. Um auch die Öffentlichkeit auf die Klimaschutzwoche aufmerksam zu machen, wurde der Schaukasten vor der Direktvermarktung zum Thema „Wasser“ gestaltet. Zusätzlich wurden Plakate über „klimafreundliche Textilökologie“, „Fast-Fashion“, „Wear-Fair“ und „Leaving no one behind“ kreiert.

 

HBLA Sitzenberg: Vom Klimagedicht bis zu den Erneuerbaren

Klimaschutz aus allen Blickwinkeln stand in der HBLA Sitzenberg auf dem Stundenplan. Die Schülerinnen der 1., 2. und 4. Jahrgänge verfassten im Deutschunterricht kurze Gedichte zum Thema Klimaschutz. Diese wurden in einer Gedichtsammlung stolz präsentiert. Im Englisch-Unterreicht beschäftigten sich die Schülerinnen des 4. Jahrganges mit dem Thema “Renewables - Erneuerbare Energiequellen“. In kooperativen Lerngemeinschaften wurden Informationen über Biomasse, Wasserkraft, Solarenergie, Windkraft und Gezeitenkraftwerke erarbeitet. Im Fach Geschichte und Politische Bildung wurde den Schülerinnen des 2. und 4. Jahrganges die Geschichte des Klimas mit interessanten Zusammenhängen zwischen dem Wetter und historischen Ereignissen erörtert. Filmvorführungen und Klimaschutztipps für jeden rundeten das Programm ab.

 

Forstschule Bruck: Nachhaltig leben

In der Forstschule Bruck an der Mur beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler vor allem mit dem Thema Nachhaltigkeit. Energiesparmaßnahmen, weniger Müllproduktion, gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft, in der Landwirtschaft und in der Jagd waren die Themen. Die Schülerinnen und Schüler waren angehalten, auch zu Hause klimaaktiv zu leben. Einige Jugendliche waren zum Beispiel in einem Supermarkt in der Nähe der Schule auf der Suche nach Produkten, die ohne Plastikverpackung und Stanniolpapier verkauft werden. 

 

Forstfachschule Traunkirchen: Wald und Mobilität

An der Forstfachschule Traunkirchen standen mehrere Fachvorträge zum Thema Klimaschutz auf dem Programm.  Ein Waldbauexperte der Landesforstdirektion referierte über die notwendige Anpassung unserer Wälder an die geänderten Klimabedingungen. Da besonders die Fichte mit den trockener und wärmer werdenden Witterungsbedingungen zu kämpfen hat, plädierte der Experte für mehr Tannen und die Förderung von Mischbeständen. Ein weiterer Vortrag war der Erneuerbaren Energie gewidmet. Außerdem stellte Lehrer Michael Chiari sein Velomobil vor, mit dem er täglich die 25 Kilometer zur Schule fährt. Dieses besondere e-Bike bietet einen guten Wetterschutz und ist damit für Chiari ein echter Zweitwagenersatz.

Veröffentlicht am 30.05.2019, Schulen, Zentren für Lehre und Forschung (Abteilung Präs. 4)