Strategie Kulinarik Österreich

Im Auftrag des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus präsentierte das Netzwerk Kulinarik am 10. Mai 2019 die mit den Bundesländern gemeinsam erarbeitete Strategie Kulinarik Österreich als Auftakt zum Genussfestival.

Am Rande des größten Genussfestivals Österreichs stellte Bundesministerin Elisabeth Köstinger am Freitag in Wien die „Strategie Kulinarik Österreich“ vor. Ziel ist, die Produkte und Leistungen aus den österreichischen Regionen weltweit noch bekannter und beliebter zu machen und damit die Wertschöpfung in den Regionen zu stärken.

Kulinarisch hat Österreich eine Vielfalt wie kaum ein anderes Land zu bieten. Vom Montafon bis zum Neusiedlersee identifiziert sich jede Region durch typische Spezialitäten und die Menschen, die hinter ihren Produkten stehen. Die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten schätzen die regionale und nachhaltige Produktion heimischer Qualitätsprodukte.

Um dem Trend der regionalen Lebensmittel nachzugehen, wurden in den letzten Jahren eine unglaubliche Vielzahl an Kulinarik-Initiativen auf regionaler und Länderebene aufgebaut – mit dem Ziel, Österreichs Kulinarik zu fördern und zu stärken. Dabei blieb enormes Synergiepotenzial ungenutzt, weil viele dieser Initiativen isoliert arbeiten.

Das NETZWERK KULINARIK

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus das Netzwerk Kulinarik als Plattform der Vernetzung und Synergienutzung neu ins Leben gerufen.

„Gemeinsam können wir viel erreichen daher holen wir alle Kulinarik-Initiativen zusammen, davon gibt es derzeit mehr als 100. Ein Drittel aller bäuerlichen Betriebe, also rund 46.000 Landwirte, sind Direktvermarkter. Ihnen bieten wir ein gemeinsames Dach, das alle stärken soll“, erklärt Köstinger.

Die Plattform soll alle kulinarischen und regionalen Initiativen Österreichs bündeln und in eine gemeinsame Richtung weiterentwickeln. Christina Mutenthaler, die Leiterin des Netzwerks Kulinarik will mit der österreichischen Kulinarik einen neuen Weg gehen.

 „Wir setzen hier einen Neustart. Es geht darum, die Kräfte zu bündeln, denn nur so kann die Kulinarik in Österreich erfolgreich sein. Mir war wichtig, ein solides Fundament für die Kulinarik-Initiativen in Österreich zu schaffen. Der Rechnungshof hat Empfehlungen gegeben, die haben wir nun umgesetzt“, freut sich Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger über den Neustart.

Die Mission lautet: „Aus der Region. Für die Region. In die Welt.“

„Wir wollen Österreich als DIE Kulinarik-Region in Europa positionieren! Die Basis legt ein erstmalig durchgängiges freiwilliges Qualitäts- und Herkunftssicherungssystem für Direktvermarkter, Manufakturen und die Gastronomie mit einer gemeinsamen Vermarktungs- und Vertriebsstrategie. Durch regionale Herkunft und die hohe Qualität unserer heimischen Produkte wird ein spürbarer und nachhaltiger Mehrwert für die Bäuerinnen und Bauern aber auch für den Tourismus und den Handel geschaffen. Wir müssen österreichischer Qualitätsproduktion den Vorrang geben“, zeigt sich Köstinger erfreut.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der engen Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette.

 

Mit der präsentierten Strategie wird ein neuer Weg beschritten. Das Netzwerk Kulinarik baut seine Strategie auf den vielfältigen kulinarischen Initiativen und Projekten in den Regionen auf. Die Vernetzung bringt Mehrwert für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wertschöpfungskette. Sie schafft klare Orientierung und Identifikation mit erfolgreichen regionalen Qualitätsprodukten.

Veröffentlicht am 10.05.2019, Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung (Sektion II)

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