Handel & Produktion

Zahlreiche Unternehmen nehmen an der Initiative „Lebensmittel sind kostbar!“ teil.

Berger

Die FLEISCHWAREN BERGER GESMBH & CO KG ist ein niederösterreichisches Familienunternehmen, das sich auf die Produktion und den Verkauf von Kochschinken, Fleisch- und Wurstwaren spezialisiert hat. 90 % des Umsatzes wird im Kernmarkt Österreich erwirtschaftet.

BERGER beschäftigt 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bietet seinen Kundinnen und Kunden unter anderem 60 verschiedene Schinkensorten und mehr als 70 verschiedene Wurstprodukte an. Dabei liegt der Fokus klar auf Qualität und regionaler Wertschöpfung. Die BERGER-Eigenmarke „regional-optimal“ steht für ein garantiert österreichisches und gentechnikfreies Schweinefleisch, bei dem auch Futter der Tiere aus dem Umkreis von etwa 500 km bezogen wird.

 

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Abholmärkte ermöglichen den Verkauf und die Verwertung von qualitativ hochwertiger Bruchware
  • Speisen, die in der Filiale Sieghartskirchen nach Geschäftsschluss noch verfügbar sind, werden zur Verköstigung der MitarbeiterInnen in der Betriebsküche verwendet
  • Die Fa. Berger übergibt regelmäßig Produkte an die Sozialinitiative SOMA

Weitere geplante Aktivitäten

  • Bestehende Maßnahmen stärker nach außen kommunizieren
  • Obwohl in der Fleischproduktion Waren meist zur Gänze verarbeitet werden können und somit wenig Lebensmittelabfälle entstehen, wird die Fa. Berger weitere konkrete Maßnahmen planen und umsetzen

 „Ich freue mich persönlich über diese Initiative, denn für BERGER als Schinkenerzeuger ist es selbstverständlich, möglichst gar keine essbaren Lebensmittel wegzuwerfen. Eine bessere Wertschätzung und das Bewusstsein für Nahrungsmittel ist einfach notwendig und immer mehr auch ein weltweites Thema.“ (Mag. Rudolf Berger, Geschäftsführer)

 

Toni’s Freilandeier

Toni’s Freilandeier ist nicht nur Marktführer in der Freilandhaltung in Österreich, die Eier, Eiprodukte sowie Schaf- und Ziegenmilchprodukte werden mittlerweile auch in der Schweiz, in Slowenien und in Deutschland vertrieben. Das Unternehmen steht für tiergerechte Hühnerhaltung und für die Förderung der kleinstrukturierten Landwirtschaft in Österreich. Eine Vereinigung von etwa 180 selbstständig arbeitenden Bäuerinnen und Bauern haben sich zu Toni’s artgerechten Haltungsbedingungen, höchsten Qualitätsanforderungen und strengster Kontrolle verpflichtet.

Maßnahmen zur Verringerung und Vermeidung von Lebensmittelabfällen


Ware, die nicht mehr verkaufbar ist, wird an die Vinzi- und SOMA-Märkte und ähnliche soziale Einrichtungen geliefert. Diese noch immer einwandfreie Ware findet so sinnvolle Verwendung.

Weitere geplante Aktivitäten
 

Verbraucherinformationen: Was Konsumenten und Konsumentinnen mit abgelaufener (laut Mindesthaltbarkeitsdatum) Ware noch machen können oder wozu sie diese Ware verwenden können.

"Lebensmittel sind kostbar, auch NACH Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Eier zum Beispiel können nach Ablauf der Mindesthaltbarkeitsfrist weiterhin zum Kochen, Backen und Braten oder als hartgekochtes Ei genossen werden. Wichtig ist nur, dass die Eier vor dem Verzehr durcherhitzt werden.“ (Toni Hubmann, Geschäftsführer)

 

LGV-Frischgemüse

LGV-Frischgemüse ist mit dem jährlichen Verkauf von rund 37.000 Tonnen Österreichs meistgekauftes frisches Gemüse. Das Unternehmen ist die Erzeugerorganisation von mehr als 100 Gärtnerfamilien aus dem Raum Wien und Niederösterreich

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Gemüse, das nicht verkauft werden kann, wird an Soziale Einrichtungen gespendet, SOMA-Märkte, Wiener Tafel, Projekt Le+O der Caritas Wien – und das seit 20 Jahren! Rund 160 Tonnen im Jahr!

 

Weitere geplante Aktivitäten

  • Einbindung von Social Media mit speziellen Aktivitäten (zB Aufruf zu originellen Gemüserestl-Rezepten)
  • Hinweis auf Lagerungs- und Frischetipps in Drucksorten
  • Bewusstseinsbildung mit speziellen Texten auf Flyern etc.

 

SPAR

SPAR zählt mit rund 1.500 SPAR-, EUROSPAR- und INTERSPAR-Märkten zu einem der größten Lebensmittelhändler und Nahversorger Österreichs.
Das Unternehmen ist zu 100 % in österreichischem Besitz und damit hierzulande der einzige flächendeckende heimische Lebensmittelhändler. SPAR setzt auf österreichische Produkte und ist durch die starke regionale und lokale Verwurzelung auch einer der größten Partner der österreichischen Landwirtschaft.

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen


In der Filiale:

  • Backstationen in allen Standorten, sodass Brot und Gebäck bedarfsgerecht hergestellt werden kann
  • Laufende Verbesserung der Regalbestückungspläne, damit nur die Produkte im Regal liegen, die auch wirklich verkauft werden (am Standort)
  • Einführung von automatischen Bestellsystemen, die die Verantwortlichen in den Märkten dabei unterstützen, die richtige Menge zu bestellen
  • SPAR verfügt außerdem seit mehreren Jahren über Kooperationen zur Weitergabe von Lebensmitteln an soziale Einrichtungen
  • Das Unternehmen ist größter Partner des Teams Tafel Österreich und hat Verträge mit unzähligen weiteren sozialen Organisationen. Allein in Oberösterreich haben 119 von 121 Filialen eine derartige Vereinbarung

Weitere geplante Aktivitäten

  • Forschungsauftrag an DI Felicitas Schneider von der BOKU (Universität für Bodenkultur Wien) zum Thema „Aufkommen und Ursachen des Verderbs von Lebensmitteln bei der SPAR AG – Erarbeitung von Vermeidungsmaßnahmen“
  • Nachhaltige Verringerung von Lebensmittelabfällen: Einsparung von 5 % der Lebensmittelabfälle über alle Unternehmensbereiche hinweg durch Analyse und gezielte Maßnahmen in den kommenden Jahren
  • Kommunikationsmaßnahmen: Informationen werden sowohl im Kundenmagazin „SPAR Mahlzeit“ sowie auf der eigenen CSR-Homepage zur Verfügung gestellt. SPAR wird außerdem an öffentlichen Veranstaltungen zum Thema teilnehmen und seine Social Media Kanäle nutzen, um auf die Initiative hinzuweisen
     

Schirnhofer

Schirnhofer ist ein Unternehmen, das sich mit der Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren beschäftigt

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Gemba-Schulungen und Einführung von Gemba-Methoden
  • Analyse und Bereinigung von Produktsortimenten
  • Verbesserung des Prozessmanagements in der Produktion
  • Lieferantenbewertung hinsichtlich Materialeinsatz

 

Weitere geplante Aktivitäten

  • Überarbeitung des Abfallwirtschaftskonzeptes bzw. bessere Verwertung von Abfällen
  • Lieferantenbereinigung bei Betriebs- und Hilfsmittel entsprechend der CSR-Vorgaben umweltrelevanter Materialeinsatz, Sozial- und Sicherheitsstandards etc.
  • Erweiterung des Warenwirtschaftssystems

In der heutigen Zeit sollte dem Kampf gegen Lebensmittelverschwendung eine besondere Priorität zukommen. Bewusstseinsbildende Maßnahmen sollten schon in den Schulen erfolgen, damit die Kinder den richtigen Umgang erlernen und Lebensmittelverschwendung im privaten Haushalt erst gar nicht mehr entsteht.“

 (Christian Laschet, Geschäftsführer Schirnhofer Familien Holding)

REWE International AG

Die REWE International AG ist mit insgesamt rund 2.500 Filialen ihrer Handelsfirmen BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und ADEG in Österreich Marktführer im Lebensmittel- und Drogeriefachhandel und mit rund 39.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber Österreichs. Am österreichischen Markt ist das Unternehmen, das Teil der deutschen REWE Group ist, auch mit zahlreichen Eigenmarken wie beispielsweise Ja! Natürlich, CHEF Menü, clever, Quality First, Wegenstein und MY vertreten. Zusätzlich ist REWE International AG mit dem Supermarktformat BILLA in Italien und in sieben zentral- und osteuropäischen Ländern vertreten. (Geschäftszahlen 2011)

Der bewusste und schonungsvolle Umgang mit Lebensmitteln ist für REWE International AG (BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA, ADEG) eine Verantwortung, derer sich das Unternehmen insgesamt intensiv annimmt. Getreu dem Prinzip „Vermeiden, reduzieren und verwerten“ setzt das Unternehmen beim Thema „Abfall“ primär bei vorbeugenden Maßnahmen an:

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung  von Lebensmittelabfällen

  • Bedarfsgerechte Bestellung der Filialen und Märkte – Beispiel: Das Aufbacken von Brot und Gebäck in fast allen Filialen der REWE International AG
  • Optimierte und gut abgestimmte Logistik – frische Produkte werden beispielsweise mehrmals am Tag, eben bedarfsgerecht, angeliefert
  • Laufende Verbesserungen bei der Lagerung – wie etwa der Einsatz zusätzlicher Kühlungssysteme bei Obst und Gemüse
  • Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf den bewussten und sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln
  • Förderung von bewusstseinsschaffenden Maßnahmen bei den Kundinnen und Kunden – etwa durch die Unterstützung von Einzelprojekten wie beim Film „Taste the waste“
  • Abgabe von Lebensmitteln an karitative Organisationen – REWE International AG arbeitet seit Jahren mit der Wiener Tafel, SOMA, Caritas u.v.a. zusammen
  • Verwertung der Lebensmittelabfälle in Biodiesel bzw. in Biogas-Anlagen
  • Unterstützung der ECR-Arbeitsgruppe (Efficient Consumer Response) zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen
  • Seit 2013 wird unter der Eigenmarke „Wunderlinge“ nicht der Norm entsprechendes Obst und Gemüse angeboten, das aber trotz eigenwilligem Aussehen einwandfrei in Qualität und Geschmack ist. Davon profitieren Konsumentinnen, Konsumenten, Produzentinnen und Produzenten

 

Weitere geplante Aktivitäten

  • Laufende Optimierungen und Ausweitungen in den genannten Maßnahmen-Bereichen sowie zusätzliche Schulungen und Ideen-Entwicklung mit/für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Beispiel: Implementierung der Ergebnisse der ECR-Arbeitsgruppe „Gs1-DataBar“ – Integration des Mindesthaltbarkeitsdatums bei den Eigenmarken in den Barcode und damit noch besseres Bestandsmanagement

 

Unilever Austria GmbH

Unilever ist einer der international führenden Konsumgüterhersteller und vertreibt seine Produkte in 190 Ländern und beschäftigt weltweit 171.000 Mitarbeiter. Bereits zum 14. Mal in Folge belegt Unilever die Spitzenposition des Dow Jones Sustainability Index als nachhaltigstes Unternehmen im Bereich Lebensmittel.

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Im Nachhaltigkeitsprogramm verpflichtet sich das Unternehmen bis 2020 zu einem nachhaltigen Wachstumskurs. 60 Zielvorgaben sind Bestandteil der Geschäftsstrategie
  • Ziel ist Nachhaltigkeit auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette; Kooperation mit Geschäftspartnern im Gastronomiebereich

Weitere geplante Aktivitäten

  •  Konzept UNITED AGAINST WASTE – Initiative startete 2013 in Österreich mit der Vision, die Lebensmittelverschwendung im Foodservice Markt bis 2020 zu halbieren

"Anders als im Einzelhandel hat Unilever im Foodservice-Markt 40.000 "EinzelkämpferInnen". Unser Ziel ist, das Netz der Beziehungen auf globaler Ebene zu nutzen und eine Plattform des Austausches zu schaffen, um die vorhandenen Best practices mit anderen Betrieben zu teilen". (Mag. Axel Schwarzmayr, Unilever)

 

Ankerbrot AG

Ankerbrot betreibt rund 140 Filialen in Österreich mit Schwerpunkt Großraum Wien und ist damit der größte Bäckereifilialist Österreichs. Das Traditionsunternehmen beschäftigt derzeit rund 1.400 MitarbeiterInnen aus 44 Nationen.

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Projekt „Gutes von Gestern“ –  Brot und Mehlspeisen von gestern werden an einem Standort zu günstigen Preisen weiterverkauft. Seit Ende 2011 wurden auf diesem Weg 50 Tonnen Brot vor der Entsorgung gerettet. Doppelter Nutzen: Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln und gleichzeitig ein sozialer Aspekt für benachteiligte Menschen
  • Restteigverwertung in der laufenden Produktion
  • Alle MitarbeiterInnen haben die Möglichkeit, Brot/Gebäck für den Privatbedarf kostenlos zu beziehen

Weitere geplante Aktivitäten

  • In Planung sind weitere „Gutes von Gestern“-Standorte
  • Kooperation mit Sozialmärkten

Wir nehmen uns als Unternehmen in die Pflicht, einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln vorzuleben. Und genau das tun wir mit unserem Projekt „Gutes von Gestern“, bei dem wir qualitativ hochwertige Ware von gestern günstig weiterverkaufen und so Lebensmittelabfälle reduzieren". (Peter Ostendorf, Vorstand Ankerbrot AG)

 

Iglo Austria GmbH

Iglo Austria GmbH ist ein Unternehmen, das sich mit der Erzeugung und dem Vertrieb verschiedener tiefgekühlter Lebensmittel beschäftigt.

Die Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

 

  • Mitarbeit in der ECR-Arbeitsgruppe zur Erstellung eines „Best Practice Guides“ zur Verhinderung/Verminderung von Lebensmittelabfall in Industrie und Handel
  • Aufzeigen der Vorteile bzw. der Verwendung von Tiefkühlkost
  • Haushaltsstudie zur Erfassung des LM-Abfalls im Haushalt bei Verwendung von Frisch- und Tiefkühlware in Zusammenarbeit mit GfK und BOKU
  • Belieferung von Sozialmärkten

„Eine der besten Arten um Verschwendung von Lebensmittel zu reduzieren ist sie tiefzufrieren. So ist für uns auch eine aktive Partnerschaft wie aktuell mit „Lebensmittel sind kostbar!“ eine wesentliche Initiative im Rahmen unseres Iglo Nachhaltigkeitsprogramms „Forever Food Together“ (Felix Fröhner, Geschäftsführer).

 

Pack’nlog GmbH

Pack’nlog GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, die Präsentation von Produkten am Point of Sale (POS) mit einfachen Mitteln attraktiver und nachhaltiger zu gestalten und legt Wert darauf, dass Ökologie und Ökonomie Hand in Hand gehen.

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Produktschonende Behandlung und Präsentation von Obst und Gemüse im Lebensmitteleinzelhandel (LEH)
  • Reduktion der Obst- und Gemüseabfälle am POS in Österreich und Deutschland um durchschnittlich 30 %
  • Mitarbeiter- und Kundensensibilisierung
  • Wiederverwendbares, modulares Promotionsdisplay als ökologische Alternative zu Einwegdisplays
  • Klappbare Transportverpackung geeignet für den Einsatz in professionellen Mehrwegpools

Weitere geplante Aktivitäten

  • Entwickelte Innovationen weltweit forcieren, um die Lebensmittelabfälle im LEH global zu reduzieren
  • Den Mehrweggedanken in unsere Innovationen einfließen lassen, wie zB. bei Mehrwegverpackungen oder wiederverwendbaren Displays

„Wir tragen dazu bei, dass Lebensmittel auf ihrem Weg vom Produzenten zum Endverbraucher wertvoll, attraktiv und kostbar bleiben.“ (Geschäftsleitung Pack'nlog GmbH)

 

Mostelleria Edeldestillerie

Mostelleria Edeldestillerie ist ein Unternehmen im Genussmittelbereich, das Bio-Edelbrände und Bio-Liköre herstellt. Grundsätzlich fallen im Betrieb selbst kaum Lebensmittelabfälle an.

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Kooperation mit Betrieben, bei denen Lebensmittelabfälle anfallen. Diese Abfälle werden zu einem neuen Produkt verwertet. Aus Altbrot wird Brotschnaps, „Bread Spirit black“ ist die Basis für Brotschokolade
  • Durch die Verarbeitung der Reststoffe wie zB der Kerne für die Energiegewinnung, entsteht ein geschlossener Umweltkreislauf

 

Weitere geplante Aktivitäten

  • Weitere Bereiche, die „hochgeistig“ zu veredeln sind
  • Informationen über die Verlängerung der Wertschöpfungskette

„Genießen statt wegwerfen“ (Mag. Josef Farthofer, Eigentümer)

 

Unser Laden – Familie Lackinger

Unser Laden ist ein Einzelhandelsgeschäft und bietet neben regionalen und saisonalen Lebensmitteln auch Lebens-, Sozial- und Lebensmittelberatung an. Der Laden ist ein Ort des „Zusammenkommens“.

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Kochvorschläge für saisonale Produkte
  • Vorträge und Veranstaltungen zum Thema „Restlkochen“
  • Manche Produkte gibt’s nur auf Bestellung
  • Bewusstseinsbildung

Weitere geplante Aktivitäten

  •  Weiterer Ausbau des Netzwerkes von bewussten Menschen in der Gemeinde und darüber hinaus

„Gutes für Körper, Geist und Seele! Wertvolle Lebensmittel für bewusste Menschen erfordern Weitblick und Interesse am Außergewöhnlichen und auch den Mut, die eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse an- und auszusprechen ( Alrun Lackinger, DiplLSB und DI Dr. Roland Lackinger).

 

Haberfellner Mühle GmbH

Haberfellner Mühle GmbH ist der größte private Mühlenbetrieb Österreichs, seit 1892 im Familienbesitz und beschäftigt 50 MitarbeiterInnen. Das Familienunternehmen mit über 400 Jahre langer Tradition ist sich seiner Verantwortung um die Qualität und Nachhaltigkeit der erzeugten Produkte bewusst.

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Gewinne werden ständig in zeitgemäße Anlagen- und Betriebsoptimierung im Sinne von Nachhaltigkeit und Verschwendungsvermeidung investiert
  • Bei der Rohstoffgewinnung wird auf hochwertigen regionalen Vertragsanbau gesetzt

Weitere geplante Aktivitäten

  • Kochbuch mit Rezepten von KundInnen mit Tipps zur Lebensmittelresteverwertung

„Speziell Grundnahrungsmittel müssen vom Endverbraucher wieder die notwendige Wertschätzung erfahren! Wir dürfen nicht nach dem Motto leben: „Was nicht viel kostet ist nichts wert!“ (Ulrike Haberfellner, Unternehmenskommunikation).

 

HOFER KG

HOFER zählt mit mehr als 500 Filialen und über 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den erfolgreichsten österreichischen Lebensmitteleinzelhändlern. Unter „Projekt 2020“ bündelt HOFER seit 2013 sein Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung.

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Interne Prozesse zur Minimierung von Lebensmittelüberschüssen durch punktgenaues Bestellen und ein ausgeklügeltes Warenwirtschaftssystem
  • Verbilligung der Produkte rechtzeitig vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums
  • Brot und Gebäck vom Vortag wird am nächsten Tag vergünstigt angeboten
  • 100 % der Filialen spenden überschüssige Lebensmittel an Tafeleinrichtungen und karitative Organisationen
  • Bewusstseinsbildung bei Konsumentinnen und Konsumenten unter dem Motto „Mir schmeckt’s restlos“
  • Keine Lockangebote wie „Nimm3, zahl 2“-Aktionen oder Mengenrabatte
  • Beteiligung an der Aktionsplattform mit dem Verband der österreichischen Tafeln zum sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln im Handel
     

 „Jedes Lebensmittel, das im Müll landet, ist eines zu viel. Im Rahmen unserer Initiative ‚Mir schmeckt’s restlos‘ dämmen wir die Verschwendung von Lebensmitteln durch zielgerichtete Maßnahmen ein. Das beginnt in der Filiale mit der punktgenauen Bestellung der Artikel und reicht bis hin zur Spende von überschüssigen Lebensmitteln an Tafeleinrichtungen und karitative Organisationen. Zudem beziehen wir unsere Kundinnen und Kunden durch bewusstseinsbildende Maßnahmen mit ein.“ (Horst Leitner, HOFER-Generaldirektor)

 

Kastner GroßhandelsGmbH

Die Kastner Gruppe ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das im Jahr 1828 mit einem Landkaufhaus seine Entwicklung gestartet hat. Kastner ist in der Nahversorgung ebenso wie im Convenience/Großverbraucher-Bereich und Gastronomie tätig und mit der Vertriebsschiene BIOGAST ein rein österreichischer Biogroßhändler für Gastronomie und Naturkostfachhandel.

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Projekt „100 % für den Genuss“ – Workshopreihe für Gastronomiebetriebe, Hoteliers, LehrerInnen und SchülerInnen der Gastronomie- und Tourismusfachschulen
  • Entwicklung der sogenannten „TafelBox“ in Kooperation mit der Wiener Tafel, damit am Ende von Kongressen und Veranstaltungen die Buffet-Reste nicht auf dem Müll landen, sondern von den TeilnehmerInnen für den Eigenbedarf mitgenommen werden können

 

Weitere geplante Aktivitäten

  • Österreichweiter Ausbau des Projektes „Tafelbox“

„Wie sagt mein Vater Peter Kastner so schön: Wir denken nicht in Quartalen sondern in Generationen – die Philosophie der Kastner Gruppe.

Im Rahmen unserer Projektinitiative „100 % für den Genuss“ war die Vermeidung von Lebensmittelabfällen im Catering und Buffetbereich das zentrale Kernthema. Die Kooperation mit der Wiener Tafel und die Idee der TafelBox kam da genau zum richtigen Zeitpunkt. Dieses einzigartige Projekt vereint gleich mehrere Themenbereiche: Bewusstseinsbildung zum sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln, Spendengenerierung sowie die Möglichkeit, sich als Caterer verantwortungsbewusst zu zeigen und sich über das Anbieten von „Green Buffets“ vom Mitbewerb abheben zu können.“ (Christof Kastner, Geschäftsführer)

 

Eat the Ball

Eat the Ball ist ein innovativer Betrieb, der frisches Brot tiefgefroren produziert und vertreibt. Durch das neue Herstellungsverfahren wird aussergewöhnliche lange Haltbarkeit und absolute Natürlichkeit ermöglicht.

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Durch unkomplizierte Handhabung des Auftauens und der Möglichkeit des Wiedereinfrierens werden Brotabfälle vermieden

Weitere geplante Aktivitäten

  • Weiterentwicklung der nachhaltigen Lebensmittel-Technologie

 

„Das innovative Eat the Ball Produktionsverfahren pro.ferment.iced bietet nicht nur einzigartige Gestaltungsmöglichkeiten für Brot, sondern auch außergewöhnliche Haltbarkeit und absolute Natürlichkeit. Durch das Produktionsverfahren, das durch Patente geschützt ist, stellen wir mit dem frischen Brot tiefgefroren ein Produkt her, das nicht nur mehr als 24 Stunden frisch bleibt, sondern nach dem Auftauen wiedereingefroren werden kann. Dadurch können wir mit Eat the Ball einen sehr großen und wichtigen Beitrag leisten, Brotabfall zu reduzieren“ (Michael Hobel, Gründer und Geschäftsführer).

 

Naturladen

Naturladen ist ein Naturkostenladen und führt Obst, Gemüse, Milchprodukte etc.

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Im Geschäft steht ein 350-Liter-Kühlschrank, der von der Gemeinde Gloggnitz gesponsert wurde, für Food-Sharing während der Geschäftszeiten zur Verfügung
  • Information der Bürgerinnnen und Bürger von Gloggnitz und Umgebung
  • Regionalpresse, Schaukasten, Aufsteller

Weitere geplante Aktivitäten

  • Möglichkeiten zur Ressourcenschonung aufzeigen

 

„Ich übernehme Verantwortung für den bewussten Umgang mit Lebensmitteln und will auch Denkanstöße geben" (Sonja Hollerer)

 

Lidl Österreich

Lidl Österreich, mit Sitz in Salzburg, beschäftigt in über 200 Filialen knapp 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zählt zu den erfolgreichen Lebensmittelhändlern in Österreich. Mit einer Auswahl an über 1.500 verschiedenen Artikeln, darunter zahlreiche österreichische Produkte sowie Eigen- und Markenartikel, wird ein vielfältiges Sortiment zu günstigen Preisen geboten. Dabei steht Qualität stets an oberster Stelle. Ein durchdachtes Logistikkonzept ermöglicht das breite Angebotsspektrum an täglich frischer Ware.

 

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Optimale Verpackungen, welche die Waren schützen und lange frisch halten
  • Umfassende Schulung des Personals und Unterstützung durch moderne, innovative Bestellsysteme für ein gezieltes und optimiertes Bestellwesen, um den Überschuss so gering wie möglich zu halten
  • Kooperationen mit Sozialmärkten, Tafeln oder anderen sozialen Einrichtungen
  • Berücksichtigung der individuellen „Kundenrestlaufzeit“. Dabei wird in Abhängigkeit vom Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) festgelegt, wie lange die reale Möglichkeit besteht, das Produkt auch tatsächlich zu verbrauchen. Rabattierung schon vor Ablauf des MHD
  • Bewusstseinsbildung bei den Kundinnen und Kunden über diverse Online-Medien

Weitere geplante Aktivitäten

  • Weiterer Ausbau der auf Online-Plattformen stattfindenden Bewusstseinsbildung
  • Weitere Optimierung der Prozesse entlang der Wertschöpfungskette

 

„Der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln liegt uns sehr am Herzen und ist für uns eine selbstverständliche Pflicht.

Wir engagieren uns entlang der gesamten Wertschöpfungskette für die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung: von der richtigen Verpackung über den optimierten Vertrieb bis hin zur Bewusstseinsbildung bei unseren Kunden. Ziel ist es, hier immer noch besser zu werden, denn Lebensmittel sind echt kostbar!“ (Christian Schug, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Lidl Österreich).

 

Labonca Biohof GmbH

Die Biohof Labonca GmbH ist in der Lebensmittelproduktion tätig und betreibt eine Fleischerei.

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • In der Fleischerei gilt für Gastronomiekunden das Konzept „nose to tail“ – es gibt keinen Einzelteilverkauf.
  • Es werden alle Teile der Tiere verkauft und damit bleiben keine Reste
  • Umstellung im Denken – stärkere Kooperation mit den Kundinnen und Kunden

Weitere geplante Aktivitäten

  • Aufbau einer tagestouristischen Attraktion mit Besichtigungen und Verkostungen, damit die Gäste sehen, dass auch „unattraktive“ Teile der Tiere sehr wohl attraktiv sein können.

 

UNIMARKT

UNIMARKT HandelsGmbH & Co KG versteht sich als regionaler Lebensmittelhändler, der zur Zeit 131 Standorte betreibt und rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.  

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Kooperation mit SOMA und regionalen Einrichtungen
  • „Sparen beim ersten Stück“ – Verzicht auf Multipackaktionen
  • „Das ist doch noch gut“ – Tipps und Tricks für Konsumentinnen und Konsumenten – Bewusstseinsbildung über verschiedene Kommunikationskanäle
  • Sensibilisierung des Personals

Weitere geplante Aktivitäten

  • Optimierung der Prozesse im Betrieb
  • Stärkere Bewusstseinsbildung intern als auch extern

„Gerade als regionaler Lebensmittelhändler ist es uns wichtig, einen Beitrag gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln zu leisten, um ein besseres Bewusstsein für die Lebensmittelwertigkeit zu schaffen. Daher werden wir auch weiterhin aktiv Maßnahmen setzen, um einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln zu fördern.“ (Werner Schickmayr, Bereichsleitung Marketing/Online-Vertrieb).

 

Pfeiffer

Die Pfeiffer Handelsgruppe ist Österreichs drittgrößter Lebensmittelhändler und setzt besonderes Augenmerk auf Lebensmittelwertigkeit und Lebensmittelabfallvermeidung sowohl einkaufs- als auch verkaufsseitig.   

 

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Intelligente Angebotspolitik – Verzicht auf Mehrpack-Aktivitäten im Bereich Mokereiprodukte, Obst/Gemüse und Feinkost
  • Initiative „Das ist doch noch gut“ – etwa 1.900 SchülerInnen wurden von Omas und Opas geschult
  • Exakte Wareneinsatzplanung in den Vertriebskanälen
  • Zu den Tagesrandzeiten eingeschränktes Sortiment an Brot und Gebäck
  •  Zusammenarbeit mit Sozialen Einrichtungen

Weitere geplante Aktivitäten

  • Fortführung der Nachhaltigkeitskampagne

    „Als Familienunternehmen ist es uns ein besonderes Anliegen, vorausschauend zu agieren. Wir wollen Konsumenten den Wert von Lebensmitteln in Erinnerung rufen, und damit einen Beitrag zu einem bewussten und ressourcenschonenden Umgang in unserer Gesellschaft leisten“ ( Dr. Erich Schönleitner, Holding Geschäftsführer).

Oelz

Oelz – Der Meisterbäcker – Das Familienunternehmen stellt seit 75 Jahren Backwaren (Feinbackwaren, Toast und Sandwichbrot) mit viel Sorgfalt und besten Rohstoffen her.

 

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Durch neue Technologien (Reinraum) Verlängerung der Haltbarkeiten ohne Zusatz von Konservierungsstoffen

  • Bedarfsgerechte Disposition ermöglicht maximale Einsparung von Retourware

  • Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen

Weitere geplante Aktivitäten

  • Neue Produktkonzepte – an die Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten angepasste Verpackungsgrößen

  • Stetiges Investment in moderne technologische Entwicklungen

  • Ausbau der Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen

    „Bei der Herstellung von Lebensmitteln tragen wir in unserer Gesellschaft und gegenüber der Umwelt Verantwortung. Deswegen stellen wir uns proaktiv Themen wie der Abfallvermeidung sowie weiteren relevanten Nachhaltigkeitsprojekten“ (Bernhard Ölz, Geschäftsführender Gesellschafter).

 

gern & gut

gern und gut ist ein veganer Bioladen mit Schwerpunkt Lebensmittel, Toiletteartikel, fairer und ökologischer Baby- und Damenmode

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Motto: Es darf nichts im Müll landen!

  • Einkauf effizient – kleine Mengen zweimal wöchentlich beim Hauptlieferanten

  • MHD – Kennzeichnung bereits zwei Wochen vor Ablauf mit reduzierten Preisen

Weitere geplante Aktivitäten

  • Im Geschäft selbst ist so gut wie alles getan – jetzt ist das Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten zu wecken

Wir setzen auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Dazu gehört selbstverständlich der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln. Unser Motto: Lebensmittel dienen der Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen und der Gesundheit des Körpers. Sie verbrauchen bei der Herstellung Energie, Arbeitskraft und beim Herstellungsvorgang werden Abgase frei – all das muss durch sparsamen Umgang mit Lebensmittel reduziert werden. Weniger, aber gute Qualität kaufen und verantwortungsvoll mit Nahrung umgehen – dann kann man sich „bio“ auch leisten, denn weniger ist mehr!“

 

Danone GesmbH

Danone Dairy ist im Bereich Molkereiprodukte tätig. Dazu zählen der Frischmilchbereich, die Baby- und Kleinkindsparte, das Wassersegment, medizinische Nahrung und milchalternative Produkte auf pflanzlicher Basis.

Maßnahmen zur Verringerung/Vermeidung von Lebensmittelabfällen

  • Start eines Abfallvermeidungsprojektes gemeinsam mit Rewe

  • Weitergabe von genussfähigen Lebensmittel an soziale Einrichtungen

  • „Zero Waste“-Kampagne zur Bewusstseinsbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Weitere geplante Aktivitäten

  • Lebensmittelabfall-Vermeidung ist Kernthema – intensive Widmung in den kommenden Jahren

  • Aufbau eines Netzwerkes an lokalen Organisationen, die Warenspenden entgegen nehmen, damit sie Bedürftigen zu Gute kommen

„Lebensmittelabfall geht uns alle etwas an. Es ist unsere Verantwortung, dagegen anzukämpfen! Lebensmittelabfall muss verhindert werden solange es Menschen gibt, die nicht genug zu essen haben.“ Karim Chaouch, Geschäftsführer Danone Österreich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht am 01.06.2017, Abfallvermeidung, -verwertung und -beurteilung (Abteilung V/6)