Original Braunvieh

Original Braunvieh ist das Ergebnis Traditionellen Wissens über Rinderzucht und Haltung in Österreich.

Registernummer: 239

Offenlegungsdatum

Der Ursprung des Original Braunviehs ist bis dato ungewiss. Die älteste Darstellung einer rein braunen Rinderherde findet sich auf einem Gemälde von Diepold Schilling, aus dem Jahre 1500.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fand das Braunvieh in Vorarlberg weite Verbreitung.

Titel

Original Braunvieh

Kurzdarstellung oder Behauptung

Original Braunvieh ist das Ergebnis Traditionellen Wissens über Rinderzucht und Haltung in Österreich.
Das Original Braunvieh ist eine Zweinutzungsrasse. Das Fleisch zeichnet sich durch Feinfasrigkeit und eine gute Marmorierung aus. Die Milch enthält spezielle Caseinvarianten, die sie besonders für die Käseproduktion in hoher Qualität wertvoll macht.
Starke Glieder und Klauen ermöglichen eine Futtersuche in schwierigem Gelände mit spärlichem Graswuchs und begrenzten Wasserstellen, weshalb Rinder der Rasse Original Braunvieh für die Haltung in Bergbauernregionen sehr gut geeignet sind.

Produktbezeichnung, Produktklasse

Rind, Frischfleisch

Name der Region

Tirol, Vorarlberg, Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Niederösterreich, Österreich

Suchgebiet

Lebensmittel und Landwirtschaft

Name des Informationsgebers

DI Reinhard Winkler
Tiroler Braunviehzuchtverband

Name des Antragstellers für den Titel

Keine Angabe

Inhaber des Wissens oder zugehöriger Quellen

Keine Angabe

Empfänger, Inhaber, Bevollmächtigter, Eigentümer eines Titels

Keine Angabe

Beschreibung

Geschichte:

Original Braunvieh allgemein:
Die Rasse Original Braunvieh ist ein Nachkomme des Torfrindes (bos brachyceros), einem kleinen zierlichen Rind mit feinen Gliedern und kurzen Hörnern, das in der Bronze- und Eisenzeit lebte und Vorfahre sämtlicher Rinderrassen der Zentral- und Ostalpen ist.

Den Ursprung des Original Braunviehs betreffend existieren zwei Vermutungen. Eine besagt, dass die Zucht des Original Braunviehs vor etwa 600 Jahren (circa 15. Jahrhundert) im Kloster Einsiedeln in der Zentralschweiz ihren Anfang nahm. Von dort ausgehend soll sich die Rasse in die östliche Schweiz sowie angrenzende Gebiete (Württemberg, Allgäu, Vorarlberg, Tirol und italienisches Alpengebiet) verbreitet haben, wo bedingt durch unterschiedliche Umweltbedingungen verschiedene Landschläge wie Allgäuer, Montafoner, Schwyzer, und viele mehr entstanden sind. Die Rasse könnte aber auch aus der Verschmelzung verschiedener graubrauner Rinderschläge im Alpengebiet der Schweiz, Westösterreichs, im Allgäu und Norditalien hervorgegangen sein.

Die älteste Darstellung einer rein braunen Rinderherde findet sich auf einem Gemälde von Diepold Schilling, aus dem Jahre 1500.

Um 1600 bat Graf Johann von Recking beim Kloster Einsiedeln um „farbiges Schwyzervieh“. Die Anfrage wurde jedoch abgelehnt. Dafür konnte dem Wunsch nach „sehr grossen Thieren von schwarzbrauner Farbe“ nachgegangen werden. 

1857 wurde in der Schweiz das erste Herdebuch für die Rasse angelegt.

Mitte des 19. Jahrhunderts (circa 1869) erfolgten die ersten Exporte von Brauviehrindern aus der Schweiz nach Nordamerika. Dort wurde die Rasse zu den sogenannten Brown-Swiss weitergezüchtet, welche konsequent auf Milchleistung selektiert wurden.

Original Braunvieh in Österreich:
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fand das Braunvieh im österreichischen Vorarlberg weite Verbreitung.

Aus den vielen verschiedenen Landschlägen im 19. Jahrhundert (1800 soll es 17 verschiedene Landschläge gegeben haben, die sich zum Teil nur in der Farbe unterschieden) wurde auf Initiative des Vorarlberger Landwirtschaftsvereins das milchergiebige Montafonerrind zur Landesrasse von Vorarlberg gewählt.

Gefördert von der Vorarlberger Landesregierung wurde 1862 der Vorarlberger Landwirtschaftsverein mit Bezirksvertretungen in Bregenz, Bezau, Dornbirn, Feldkirch, Bludenz und Schruns gegründet. Mit der Gründung des Vereins setzte auch die organisierte Zucht des Braunviehs in Vorarlberg ein. Die beiden Gerichtsbezirke Bludenz Montafon und die Hochtäler des Bezirks Feldkirch, sowie die Gemeinden Hochkrumbach, Schröcken und Damüls bildeten ein geschlossenes Aufzuchtgebiet des Montafoner und Allgäuer Schlags. Die übrigen Bezirke im Bregenzerwald, Rhein- und Illtal stellten ein zusammenhängendes Milchnutzungsgebiet ohne einheitlich typierten Viehschlag dar.

In den darauffolgenden Jahren wurden die Landschläge Vorarlbergs durch gezielte Zuchtarbeit (nur der Einsatz von Montafonerstieren wurde gefördert) sowie durch Abhaltung von Lehr- und Leistungsschauen (ab 1869) nach und nach verdrängt und das Original Braunvieh etabliert.

Bereits 1873 soll das Montafoner Rind bei der Weltausstellung in Wien aufgrund seiner Qualitäten Aufsehen erregt haben.

Während sich in Vorarlberg das Braunvieh längst gegenüber den Grauviehschlägen durchgesetzt hatte, entbrannte in Tirol ein heftiger Disput zwischen den Verfechtern des Oberinntaler Grauviehs und den Anhängern von Schweizer und Montafoner Vieh. Schließlich wurde sich auf die Zucht des „Tiroler graubraunen Gebirgsviehs“ (ist gleich Braunvieh) geeinigt. Daraufhin wurden weibliche Tiere aus Vorarlberg und männliche Tiere aus der Schweiz eingeführt und mit dem Landschlagtypen (Lechtaler, Pitztaler, Wipptaler) eingekreuzt.

1893 wurde die Viehzuchtgenossenschaft Dornbirn gegründet und nach Schweizer Vorbild das erste Herdebuch („Herdebuch für den Grau-Braunen Gebirgsschlag“) Österreichs für das Original Braunvieh eingerichtet.

1896 wurde das erste „Regulativ für die Zuchtbuchführung“ für das Montafoner Rind in Vorarlberg veröffentlicht.

Ende des 19. Jahrhunderts wanderten Bauern samt Vieh aus Vorarlberg in die Steiermark ein, woraufhin sich einzelne steirische Braunviehinseln bildeten wie zum Beispiel in Gröbming.

1923 schlossen sich bestehende Viehzuchtvereine zum Vorarlberger Braunviehzuchtverband zusammen und führten das Herdebuch gemeinsam an zentraler Stelle.

Die 1949 gegründete Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Braunviehzüchter (ARGE-Braunvieh) stellt den Dachverband der 6 österreichischen Braunviehzuchtverbände in Vorarlberg, Tirol, Steiermark, Ober- und Niederösterreich sowie Kärnten dar. Die Schwerpunkte der ARGE-Braunvieh liegen unter anderem in der Vertretung der Interessen der österreichischen Braunviehzüchter in den Gremien der Zentralen Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Rinderzüchter, sowie Europa- und der Weltvereinigung der Braunviehzüchter, Werbung für die Rasse bei Messen und Veranstaltungen im In- und Ausland, Koordination des Zuchtprogrammes „Braunvieh-Austria“ und vieles mehr.

Bis nach dem 2. Weltkrieg wurde Braunvieh als Dreinutzungsrind gezüchtet. In den späten 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden jedoch höhere Milchleistungen und großrahmigere Tiere gefordert, woraufhin der österreichische Bestand 1968 mit Brown-Swiss Tieren aus den USA eingekreuzt wurde. Daraus entstand das heutige milchbetonte Braunvieh, das sich gegenüber dem ursprünglichen Typ (Original Braunvieh) immer mehr durchsetzte und diesen schließlich beinahe vollständig verdrängte. Die Einkreuzung mit der amerikanischen Braunviehrasse erhöhte zwar die Milchleistung der einheimischen Rinder, brachte aber auch negative Begleiterscheinungen, wie etwa das vermehrte Auftreten erblicher Nervenkrankheiten, mit sich.

Seit dem Beginn des Generhaltungsprogrammes im Jahr 1986 konnten die wenigen Restbestände an Original Braunvieh in Österreich erfasst und vermehrt werden.

2000 wurde das Anpaarungsprogramm (RDV-MATE) eingeführt, dessen Einsatz eine zu enge Blutführung verhindert. Es werden alle Abstammungsdaten der weiblichen und männlichen Zuchtrinder erfasst und der optimale Anpaarungspartner für die Besamung oder den Natursprung ermittelt. Die Einhaltung der Vorschläge wird kontrolliert.

Laut ÖPUL 2007 wird das Original Braunvieh als „hochgefährdet“  eingestuft und als „Seltene Nutztierrasse“ gefördert.

Zuchtverbände der einzelnen Bundesländer haben es sich zum Ziel gemacht die Rasse Original Braunvieh österreichweit zu vermehren. Durch den Einsatz des Anpaarungsprogramms und die Förderung als hochgefährdete Tierrasse im Rahmen des ÖPUL-Programms soll das Original Braunvieh erhalten bleiben. Darüber hinaus werden (in Bezug auf Linienvielfalt, Typ und Zuchtziel) geeignete Stiere in Wels oder in Birkenberg abgesamt und ein Samenlager angelegt. Auf die Linienvielfalt wird besonderer Wert gelegt.

Gebiet/Region:

Original Braunvieh wird in den österreichischen Bundesländern Tirol, Vorarlberg, Steiermark, Kärnten, Oberösterreich sowie Niederösterreich gezüchtet.

Einige Tiere stehen auch im Alpenzoo Innsbruck sowie im „Tirolerhof“ im Tiergarten Schönbrunn in Wien. Seit Bestehen (1958) wird an der Höheren land- und forstwirtschaftlichen Schule Kematen in Tirol eine Nukleusherde von 10 Original Braunviehkühen gehalten.

Neben Österreich zählen die Schweiz, Südtirol, Frankreich und Slowenien und Süddeutschland zu den Verbreitungsgebieten von Original Braunvieh. Der Bestand an Original Braunvieh im Allgäu umfasst einige 100 Tiere und geht überwiegend auf österreichische Linien zurück. Das Allgäuer Original Braunvieh entspricht dem Zuchtziel und ist dem österreichischen Original Braunvieh gleichgestellt. Der Bestand in der Schweiz umfasst in etwa 7.372 Herdebuchkühe und wird überwiegend als milchbetonte Zweinutzungsrasse ohne Brown Swiss Blut gezüchtet.

Außerhalb Europas kommt Original Braunvieh in Südafrika, Kanada und Texas vor.

Original Braunvieh:

Das Original Braunvieh ist eine Zweinutzungsrasse. Um die reingezogenen Bestände von den eingekreuzten unterscheiden zu können, werden diese als „Original Braunvieh“ bezeichnet.

Der durchschnittliche Brown-Swiss-Anteil in der österreichischen Braunvieh-Population beträgt derzeit über 75 Prozent. Da der Bestand an Original Braunvieh in Österreich sehr gering ist, wurde bis einschließlich 2009 ein Fremdgenanteil von 25 Prozent akzeptiert. Ab Antragstellung 2010 wird der Fremdgenanteil auf 12,5 Prozent, ab dem Jahr 2014 auf 6,25 Prozent reduziert. Männliche Zuchttiere müssen ausnahmslos 100 Prozent reinrassig sein.

Rassenbeschreibung:
Das Original Braunvieh ist ein mittelgroßes Rind mit kräftigem Knochenbau. Es ist tiefrumpfig, hat ein breites Becken sowie ein kräftiges Fundament und ist gut bemuskelt.

Die Grundfarbe ist einheitlich braun beziehungsweise dunkelbraun, wobei Stiere in der Regel dunkler sind als Kühe. Hornspitzen, Flotzmaul und die harten Klauen sind dunkel pigmentiert. Die Umsäumung des Flotzmauls und die Innenbehaarung der Ohren sind hell. Als Farbvarianten gab es einst Gurtenkühe mit weißer Mittelhand und „Blüam" (weiße Sprenkel am Rücken). Im Herdebuch wurden und werden aber nur einfarbig braune Tiere anerkannt.

Ausgewachsene Stiere wiegen im Durchschnitt 750 bis 1.000 Kilogramm, weibliche Tiere circa 550 Kilogramm und erreichen eine durchschnittliche Widerristhöhe von cica 136 Zentimeter, beziehungsweise circa 128 Zentimeter.

Rinder der Rasse Original Braunvieh sind im Gegensatz zu Brown Swiss-Rindern kleiner und leichter, aber dafür besser für die Haltung in Bergbauernregionen geeignet. Die starken Glieder und Klauen ermöglichen eine Futtersuche in schwierigem Gelände mit spärlichem Graswuchs und begrenzten Wasserstellen.

Braunvieh ist bedingt durch seine dunkle Fellfärbung, die das UV-Licht besser abschirmt, und seinen dunkel gefärbten Augenlider hitzetoleranter und reagiert weniger empfindlich auf Sonneneinstrahlung als andere Rinderrassen.

Eigenschaften:
Original Braunvieh ist genügsam, umgänglich, robust und kann sich gut an unterschiedliche klimatische Verhältnisse anpassen. Es besitzt eine hohe Vitalität und bedingt durch seine Langlebigkeit eine lange Nutzungsdauer. Darüber hinaus zeichnet sich Original Braunvieh durch eine gute Futterverwertung bei hohem Grundfutterumsatz, Leichtkalbigkeit, ein ruhiges Temperament, ein gutes Herdeverhalten sowie eine geringe Anfälligkeit für Euterkrankheiten.
Die gegenüber dem Brown-Swiss-Rindern geringere Milchleistung des Original Braunviehs (die Milchleistung der Rasse liegt durchschnittlich bei 5.000 Kilogramm Milch mit 4,00 Prozent Fett- und 3,30 Prozent Eiweißanteil) wird durch die wesentlich bessere Mastfähigkeit und Fleischqualität ausgeglichen.

Die Rasse zeichnet sich durch gute Muttereigenschaften aus und ist daher besonders für die Mutterkuhhaltung geeignet.

Braunviehstiere werden häufig in Bos-Indicus-Rassen (Indobrasil, Nelore, Brahman, Zebu) sowie viele anerkannte Fleischrassen wie Charolais, Blonde d’Aquitaine oder diverse Lokalrassen eingekreuzt. Die Rasse ist vor allem wegen ihrer Hitzetoleranz, ihrer harten Klauen und ihrer hohen Stoffwechselelastizität in heißen Klimagebieten sehr gefragt.

Männliche Kälber der Rasse Original Braunvieh werden zur Kalbfleischproduktion eingesetzt.

Erzeugungsverfahren:

Haltung:
2012 betrug der Bestand an Original Braunvieh in Österreich circa 843 Kühe in 205 Betrieben. Die Zuchtbetriebe sind kleinstrukturiert, wodurch eine qualitätsorientierte Zuchtviehproduktion gewährleistet ist.

Rund 28 Prozent der Braunvieh-Kühe und nahezu das gesamte Jungvieh verbringen den Sommer auf der Alm, die Winter in Stallungen.

Die Abkalbung kann betriebsabhängig entweder saisonal oder ganzjährig erfolgen.

Fütterung:
Die Tiere werden mit Heu, Silage und Getreidemischungen gefüttert.

Transport und Schlachtung:
Die Kälber werden mit einem Schlachtgewicht von 80 bis 105 Kilogramm, Kühe mit 282 Kilogramm, Jungstiere mit 363 Kilogramm und Altstiere mit 451 Kilogramm geschlachtet.

Milchbeschreibung:
Milch von Braunvieh zeichnet sich durch einen hohen Eiweißgehalt (Kappa-Kasein B) sowie eine gute Eiweißzusammensatzung aus, die Käseausbeute ist überdurchschnittlich. Daher eignet sich die Milch besonders für die Käseproduktion. Hervorzuheben ist die Steigerung der Milchleistung von einer Laktation zur nächsten. Braunvieh erreicht die höchste Milchleistung in der 3. bis 5. Laktation.

Fleischbeschreibung:
Fleisch von Original Braunvieh ist feinfasrig und gut marmoriert.

Braunviehkälber erreichen meist die Fleischklasse „R“, Kühe „O“ und Stiere „R“ in der EUROP-Klassifizierung.

Ursprungsnachweis:
Die Rinder sind durch ein offizielles Zeichen (Ohrmarke) gekennzeichnet gemäß der österreichischen Tierkennzeichnungs- und Registrierungsverordnung 2009 und in einer Datenbank erfasst.
Für die Schlachtkörperkennzeichnung wird das AMA (Agrarmarkt Austria) Kennzeichnungssystem „bos“ verwendet, das die Rückverfolgbarkeit vom Lebendtier bis zum zerlegten Fleisch an der Ladentheke sicherstellt.

Da der Bestand an Original Braunvieh gering ist, ist es notwendig alle Nachkommen aus den Anpaarungen in das Herdbuch aufzunehmen. Neuaufnahmen, bei denen die Abstammung nicht mehr nachvollzogen werden kann, werden nur nach einer positiven phänotypischen Beurteilung aufgenommen. Von allen männlichen Zuchttieren wird eine DNA-Karte angelegt.

Qualitätskontrolle:
Alle Zuchtbetriebe sind entweder der Milchleistungs- oder der Fleischleistungsprüfung angeschlossen. Die Prüfungen werden von den Leistungskontrollstellen der Länder durchgeführt.

Vermarktung:

Fleisch von Original Braunvieh wird direkt, über den Lebensmittelhandel sowie die Gastronomie vermarktet.

Die Milch wird direkt (ab-Hof) sowie über den Lebensmittelhandel vermarktet.

Zusammenhang mit dem geographischen Gebiet und Traditionellem Wissen

  • Besondere Boden- und Klimaverhältnisse in Tirol, Vorarlberg, Steiermark, Kärnten, Oberösterreich und Niederösterreich bedingen eine reichhaltige lokale Flora, die eine Haltung von Original Braunvieh auf Weiden und Almen ermöglicht.
  • Dank dieser Haltungsweise kann Rindfleisch mit charakteristischen Merkmalen bezüglich Zusammensetzung erzeugt werden. Das Fleisch des Original Braunviehs  ist feinfasrig und verfügt über eine ansprechende Marmorierung.
  • Die Aufzucht von Original Braunvieh ist das Ergebnis Traditionellen Wissens, das an die in diesem Bereich Tätigen weitergegeben wurde: Traditionelles Wissen und Erfahrung der Tierhaltung (Anpassung der Haltung der Herden an die Gegebenheiten der Umwelt, Know-how der Landwirte, Art der Rindfleischproduktion, Erhalt des Erbguts), Know-how der Schlachter (Tiertransport, Erfahrung bei Schlachtung, Zerlegung, Fleischreifung) und der Erfahrung der ARGE-Braunvieh sowie den österreichischen Braunviehzuchtverbände in Vorarlberg, Tirol, Steiermark, Ober- und Niederösterreich und Kärnten.

Verwertung:

Fleisch vom Original Braunvieh wird sowohl als Rohware angeboten, als auch verarbeitet in Form von Wurstwaren angeboten.

Die Milch wird überwiegend zu Käse zum Beispiel zu Großwalsertaler Bergkäse, sowie zu Trinkmilch, Joghurt und vielem mehr verarbeitet.

Schutz:

Keine Angabe

Schlüsselworte

Lebensmittel und Landwirtschaft, Traditionelles Wissen, Österreich, Region, Tirol, Vorarlberg, Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Niederösterreich, Wien, Braunvieh, Original Braunvieh

Bibliographie/ Referenzen

Letzter Zugriff aller Internetreferenzen erfolgte am 21. März 2011.

Sprachcode

Deutsch

Regionaler Ansprechpartner

Geschäftsführer des Tiroler Braunviehzuchtverbandes
DI Reinhard Winkler
Brixnerstraße 1
6020 Innsbruck
Telefon: +43 59292-1820
E-Mail: reinhard.winkler@lk-tirol.at

Autorin

Mag.a Doris Reinthaler

Veröffentlicht am 05.07.2019, Agrarische Wertschöpfungskette und Ernährung (Abteilung II/8)