Horitschoner Herzkirschenbrand

Traditionell hergestellter Obstbrand aus Herzkirschen in der Region Horitschon, Burgenland.

Registernummer: 35

Offenlegungsdatum

Mündliche Überlieferungen reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück.

Titel

Horitschoner Herzkirschenbrand

Kurzdarstellung oder Behauptung

Traditionell hergestellter Obstbrand aus Herzkirschen in der Region Horitschon, Burgenland.

Produktbezeichnung, Produktklasse

Spirituosen

Name der Region

Horitschon und Umgebung, Mittelburgenland, Burgenland, Österreich

Suchgebiet

Landwirtschaft und Spirituosen

Name des Informationsgebers

Obstverkaufsgemeinschaft Horitschon, PANNONIA GesnbR

Name des Antragstellers für den Titel

Keine Angabe

Inhaber des Wissens oder zugehöriger Quellen

Keine Angabe

Empfänger, Inhaber, Bevollmächtigter, Eigentümer eines Titels

Keine Angabe

Beschreibung

Geschichte:

Bis ins 18. Jahrhundert reichen mündliche Überlieferungen zurück, dass Kirschbäume vom nahen ungarischen Gebiet um Sopron nach Horitschon (während der österreichisch-ungarischen Monarchie lagen beide Gebiete in Deutsch Westungarn, seit 1921 gehört Sopron zu Ungarn und Horitschon zu Österreich) gebracht und dort kultiviert und veredelt wurden.

Aus diesen Veredelungen dürfte die heutige Horitschoner Herzkirsche hervorgegangen sein.
Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurden die Bäume der Horitschoner Herzkirsche in grossen Mengen in den Weingärten in der Region und im Blaufränkischland, angepflanzt (Blaufränkisch bezeichnet eine rote Rebsorte).

Die damaligen Kirschbäume wuchsen auf starkwüchsigen Unterlagen wie Vogelkirschen. Sie erreichten eine Höhe bis zu 10 Meter.

Die Bäume wurden in die Rebzeilen der bestehenden Weingärten eingepflanzt und brachten den Landwirten ein zusätzliches Einkommen.

In den Jahren um 1950 bis 1980 wurde die Horitschoner Herzkirsche zum Großteil am freien Markt an Zwischenhändler verkauft, welche diese zu Märkten in der Bundeshauptstadt Wien brachten.

Gebiet/Region:

Horitschon, Blaufränkischland, Mittelburgenland.

Horitschoner Herzkirschen:

Aufgrund der Fruchtform, Farbe und Reifezeit dürfte die Horitschoner Herzkirsche mit der heute weit bekannten Sorte „Germersdorfer“ verwandt sein.
Sie sind sehr empfindlich gegenüber Spätfrösten und tiefen Wintertemperaturen unter -20 °C.

Verwertung:

Die Horitschoner Herzkirsche wird sowohl am Frischmarkt verkauft als auch zur Herstellung von Kirschenbrand verwendet. Seit den 80ern beliefert die Horitschoner Produzentengemeinschaft (PANNONIA) direkt namhafte Obsthandelsketten mit Kirschen.
Einige Betriebe in der Region maischen die Kirschen ein und stellen daraus einen Kirschenbrand her, der direkt ab Hof gekauft wird.

Vollreife Früchte und ein einwandfreier Zustand sind die Vorausetzung für einen hochwertigen Obstbrand.

Der Geschmack des Horitschoner Herzkirschenbrandes ist fruchtig und intensiv aromatisch.

Schutz:

Keine Angabe

Schlüsselworte

Landwirtschaft und Spirituosen, Traditionelles Wissen, Österreich, Burgenland, Mittelburgenland, Region, Horitschon, Blaufränkischland, Herzkirschen, Herzkirschnbrand, Horitschoner Herzkirschenbrand, Germersdorfer, Prunus avium

Bibliographie/ Referenzen

Letzter Zugriff aller Internetreferenzen erfolgte am 29.06.2009.

Sprachcode

Deutsch

Regionaler Ansprechpartner

Obstverkaufsgemeinschaft Horitschon, PANNONIA GesnbR
7312 Horitschon, Günser Str. 58.
Verkaufsleiter: Emmerich KOHLMANN
Telefon: 0664/49 64 909
Mail: kohlmann@pannonia-obst.at
Website: www.pannonia-obst.at

Autorin

Eva Sommer

Veröffentlicht am 17.11.2017, Agrarische Wertschöpfungskette und Ernährung (Abteilung II/8)