Pregler

Traditionell hergestellter Obstbrand, Pregler genannt, bei dem der Rohstoff, die Destillation und die Fertigstellung ausschließlich aus dem Bezirk Lienz (Osttirol) kommt.

Registernummer: 39

Offenlegungsdatum

Die Tradition des Brennens des Preglers (Obstbrand) in Osttirol geht gesichert bis in die Zeit Maria Theresias zurück (18. Jahrhundert).

Titel

Pregler

Kurzdarstellung oder Behauptung

Traditionell hergestellter Obstbrand, Pregler genannt, bei dem der Rohstoff, die Destillation und die Fertigstellung ausschließlich aus dem Bezirk Lienz (Osttirol) kommt.

Produktbezeichnung, Produktklasse

Spirituosen

Name der Region

Bezirk Lienz, Osttirol, Österreich

Suchgebiet

Landwirtschaft und Spirituosen

Name des Informationsgebers

Osttiroler Preglerbauern Dölsach

Name des Antragstellers für den Titel

Keine Angabe

Inhaber des Wissens oder zugehöriger Quellen

20 Osttiroler Schnapsbrenner

Empfänger, Inhaber, Bevollmächtigter, Eigentümer eines Titels

Keine Angabe

Beschreibung

Geschichte:

Die Tradition des Brennens des Preglers in Osttirol geht gesichert bis in die Zeit Maria Theresias zurück (18. Jahrhundert), als im Zuge des Brennrechtes jeder Bauernhof das Recht erhielt, 300 Liter Schnaps pro Jahr zu produzieren. Der Pregler wurde aber sicher früher schon gebrannt.
Zu dieser Zeit war das Brennen die einzige Möglichkeit, zu Alkohol zu gelangen, einerseits als Medizin, andererseits natürlich zum Trinken.

Gebiet/ Region:

Bezirk Lienz, Osttirol. Höhenlagen, vor allem auf sonnenseitigen Lagen.

Pregler:

Das Wort „Pregeln“ ist heute noch ein gebräuchlicher Ausdruck und bezeichnet das Schnapsbrennen ganz allgemein. Früher wurden Schnäpse vom Bauern deshalb generell Pregler genannt.
Die Bezeichnung „Pregler“ selbst stammt von „Pregeln“, „Prägeln“, „Brägeln“, was soviel bedeutet wie braten, sieden, schmoren.
Die alten Apfelsorten und urtümlichen Mostbirnensorten, die für die Herstellung des Preglers verwendet werden, gedeihen besonders gut auf den sonnigen Hügeln Osttirols, beeinflusst durch lange Sonnentage und kühle Nächte.

Verwertung:

Der „Pregler“ wird zu 2/3 aus Äpfel und zu 1/3 aus Birnen, meist handelt es sich dabei um Fallobst, hergestellt.
Es dürfen keine zusätzlichen Früchte zugesetzt werden.
Der Alkoholgehalt beträgt 39 bis 45 vol. %.

1991 schlossen sich 20 Schnapsbrenner zu einer Gemeinschaft, dem Verein der Osttiroler Preglerbauern mit Sitz in Dölsach, zusammen, um die Qualität des Preglers zu verbessern.

Schutz:

„Pregler“ ist für das geographische Gebiet Lienz/Osttirol geschützt im Codex Alimentarius Austriacus Kapitel B 23: Spirituosen. Anhang 1: Geschützte Bezeichnungen.

Schlüsselworte

Landwirtschaft und Spirituosen, Traditionelles Wissen, Österreich, Osttirol, Region, Pregler, Obstler, Obstbrand

Bibliographie/ Referenzen

Letzter Zugriff aller Internetreferenzen erfolgte am 11.06.2010.

Sprachcode

Deutsch

Regionaler Ansprechpartner

Osttiroler Preglerbauern Dölsach
Obmann Josef Mair
9991 Dölsach, Hnr. 191
Telefon: 04852/67828

Autorin

Eva Sommer

Veröffentlicht am 04.12.2017, Agrarische Wertschöpfungskette und Ernährung (Abteilung II/8)