Direktvermarktung in Österreich

Rund 46.000 Betriebe in ganz Österreich vermarkten ihre Produkte direkt ab Hof. Für diese Bäuerinnen und Bauern ist die Direktvermarktung eine nicht mehr wegzudenkende Einkommensquelle. Aber auch für die Konsumentinnen und Konsumenten werden frische Lebensmittel aus der Region immer wichtiger.

Drei von vier Österreicherinnen und Österreichern wünschen sich eine Ausweitung des Angebots an regionalen Lebensmitteln im Lebensmittelhandel. 69% der Österreicherinnen und Österreicher kaufen bereits gesunde, schadstofffreie Produkte, mit denen sie sich wohlfühlen. (INTEGRAL & T-Factory „Mythos Regionalität“)

 

Direktvermarktung kann noch viel mehr sein, als seine Lebensmittel ab Hof oder im Bauernladen zu verkaufen. Viele Betriebe nutzen Bauernmärkte, Onlineshops, bieten Lieferservices oder Selbsternte an, beliefern Wiederverkäufer bzw. die Gastronomie oder betreiben Buschenschänken und Almbuffets. Die Produktpalette in der Direktvermarktung ist unglaublich vielfältig. Voraussetzung ist, dass die eigenen Rohstoffe verarbeitet werden.

 

Wichtigste Anlaufstelle für Direktvermarkterinnen und Direktvermarkter ist das Qualitätsprogramm Gutes vom Bauernhof. Die Initiative zählt zurzeit 1.700 registrierte Betriebe. Aber auch für Konsumentinnen und Konsumenten bietet die Plattform Gutes vom Bauernhof mit dem Schmankerlnavi, das Märkte, Bauernläden, Direktvermarkter, Buschenschänken und Bauernregale im Supermarkt in ganz Österreich findet, ein tolles Service.

 

Netzwerk Kulinarik als Chance für Direktvermarkter

Das Netzwerk Kulinarik wurde ins Leben gerufen, um die nachhaltige Lebensmittelproduktion in den Regionen zu fördern und diese Lebensmittel stärker in der Kulinarik zu verankern. In den letzten Jahren sind in Österreich zahlreiche verschiedene Kulinarik-Initiativen entstanden. Teilweise arbeiteten sie nebeneinander, Synergien blieben ungenutzt. Das Netzwerk Kulinarik soll das ändern. Es unterstützt die regionalen kulinarischen Initiativen und hilft, sie in eine gemeinsame Richtung weiterzuentwickeln. Dafür stehen in den nächsten Jahren rund 15 Mio. Euro zur Verfügung.

 

Strategie des Netzwerks

Regionale Lebensmittel liegen voll im Trend, aber es braucht einen gemeinsamen Plan für ihre Vermarktung. Dieser Aufgabe nimmt sich das Netzwerk Kulinarik an. Die Ideen für die Zukunft der Kulinarik stammen aus den Regionen. In einem breiten Strategie- und Leitbildprozess wurden Workshops mit rund vierhundert Teilnehmern in allen Bundesländern abgehalten und daraus die Strategie abgeleitet. Ziel es ist, Österreich als DIE Kulinarik-Destination Europas zu positionieren.

 

Gemeinsame Qualitätssicherung

Basis ist ein erstmals einheitliches, durchgängiges und freiwilliges Qualitäts- und Herkunftssicherungssystem mit einer gemeinsamen Vermarktungs- und Vertriebsstrategie für die rund 46.000 Direktvermarkter, 6.000 Manufakturen und 60.000 Gastronomiebetriebe. Von der Produktion über Handel, Vermarktung, Gastronomie und Hotellerie sind alle Partner entlang der Wertschöpfungskette involviert.

Mehr unter: www.netzwerk-kulinarik.at

 

Netzwerk Kulinarik-Newsletter

Der Netzwerk Kulinarik Newsletter informiert monatlich nicht nur über Projekte und Tätigkeiten der Kulinarik-Initiativen, sondern auch über aktuelle Angebote für Direktvermarkterinnen und Direktvermarkter. Jetzt anmelden und kulinarisch immer am Laufenden bleiben! www.netzwerk-kulinarik.at/aktuelles

 

Kulinarik-Initiativen in den Bundesländern

Informationen zu Kulinarik-Initiativen im eigenen Bundesland und kulinarischen Projekten in der Region bekommen Betriebe bei den Landesvernetzungsstellen des Netzwerks Kulinarik. Hier geht’s zu den Ansprechpersonen in den Bundesländern: www.netzwerk-kulinarik.at/kontakt

 

 

Veröffentlicht am 14.08.2019, Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung (Sektion II)