Rahmenbedingungen, Herausforderung, Ziele und Schwerpunkte

Lebensmittel und Rohstoffe in den Produktionsbereichen wie Getreide, Fleisch, Milch, Butter, Obst, Gemüse, Wein, Zucker und Honig werden von Österreichs Bäuerinnen und Bauern erzeugt.

Rahmenbedingungen

Für die Aufrechterhaltung der heimischen, regionalen Produktion, die Gestaltung der Märkte und die Absatzförderung ist die Vorbereitung der Position und die Vertretung Österreichs in sehr vielen EU-Ausschüssen und in direkten Kontakten mit der Europäischen Kommission, dem Rat der europäischen Union und dem Europäischen Parlament sehr wichtig. Zusätzlich wird im BMLFUW die Brücke zum Lebensmittelbereich gespannt. Dabei geht es darum die Produktion von Lebensmitteln in hoher Qualität zu unterstützen, die Vermarktung dieser Produkte im Export und in den Regionen zu fördern und Fragen des Tierschutzes- bzw. der Tierzucht zu bearbeiten.Die Förderung von umweltgerechten und extensiven Wirtschaftsformen hat in Österreich als ganzheitliches Konzept Tradition.

Vermarktungsprogramme wie die Exportinitiative oder das Projekt „Genussregion Österreich“ werden seit vielen Jahren erfolgreich abgewickelt. In letzter Zeit ist es auch immer wichtiger geworden die sogenannte gesamte Lebensmittelversorgungskette vom „Stall bis zum Tisch“ oder vom „Feld bis zum Teller“ zu betrachten.

Herausforderungen

Zu den neuen Herausforderungen für die Landwirtschaft zählen in den letzten Jahren vor allem die Auswirkungen des Klimawandels auf die Produktion und die steigenden Schwankungen der Preise (Volatilität) auf den Märkten. Diesen Herauforderungen soll durch den Ausbau des Risikomanagements in den landwirtschaftlichen Betrieben (z.B. Versicherungen) begenet werden

Die regionale Ernährungssicherung durch eine flächendeckende Landwirtschaft ist gerade in Zeiten globaler Krisen und Umweltkatastrophen und bei gleichzeitiger Berücksichtigung der stark steigenden Weltbevölkerung, der Rohstoffspekulation, hoher Preisvolatilitäten und des Klimawandels von großer Bedeutung. Dabei ist die Aufrechterhaltung der multifunktionalen Landwirtschaft, welche die regionale Lebensmittelversorgung, die Vitalität der ländlichen Räume, die Erhaltung der Landschaften und andere Ökosystemleistungen gewährleistet von großer Bedeutung. Preis- und Einkommensstabilisierung für die bäuerlichen Familienbetriebe, die Weiterentwicklung der Wettbewerbsfähigkeit und der Sicherung der Absatzmärkte werden auch in Zukunft eine Rolle spielen. In diesem Sinne wird auch die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung betreffend Vielfalt, nachhaltige Produktion, natürliche Qualität, Herkunft und Klimarelevanz von regional produzierten Lebensmitteln weiterentwickelt werden müssen.

Ziele

Die Sicherung der flächendeckenden landwirtschaftlichen Produktion in Österreich, der Absatzmärkte, der nachhaltigen Ernährung und der Versorgung mit heimischen Qualitätsprodukten ist für die Bewältigung neuer Herausforderungen von zentraler Bedeutung. Dazu ist die Weiterentwicklung der GAP, eine Bewusstseinsbildung in Bezug auf die Ökosystemleitungen der Landwirtschaft und die Aufrechterhaltung von Ausgleichszahlungen und Leistungsabgeltungen insbesondere im benachteiligten oder Berggebiet notwendig.

Schwerpunkte

Mit der Initiative „Unternehmen Landwirtschaft 2020“ sollen strategische Eckpunkte für die Neuausrichtung der heimischen Landwirtschaft erarbeitet werden. Die Vorbereitung, der Aufbau von Allianzen und die Positionierung in Bezug auf die GAP bis 2020 und das künftige EU-Budget stellen weitere Arbeitsschwerpunkte im BMLFUW dar, um die Produktion bzw. die Märkte auch für zukünftige Generationen zu erhalten. Die Konzeption, Fortsetzung bzw. Unterstützung von Bewusstseins-, Qualitäts-, Wertschöpfungs- und Absatzsteigerungsmaßnahmen und die Entwicklung eines Risikomanagements in Bezug auf Klimawandel und Preisvolatilitäten sind ebenso wichtig.

Veröffentlicht am 31.03.2014, Kommunikation und Service (Abteilung Präs. 5)