Wintertagung: Regionalität und Herkunft im Mittelpunkt

Ministerin Köstinger stellt die agrarpolitischen Weichen für eine rasche Umsetzung der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung und stärkere Unterstützung für regionale Lebensmittel.

Bei der Agrar-Fachkonferenz "Wintertagung" am Montag in Wien sprach Bundesministerin Elisabeth Köstinger von wichtigen Fortschritten für die Kennzeichnungspflicht zur Herkunft von verarbeiteten Lebensmitteln. Insbesondere bei Produkten mit Fleisch, Ei oder Milch könnte die geplante Regelung schon nächstes Jahr oder 2020 umgesetzt werden. „Wir arbeiten hart daran, noch heuer einen konkreten Plan fertigzustellen. Wir führen laufend Gespräche mit den Sozialpartnern, Wirtschaftsvertretern und der Nahrungsmittelindustrie. Ich bin zuversichtlich und sehe gute Möglichkeiten, unser Pläne schon bald umsetzen zu können“, betonte die Ministerin.

Während die heimische Nahrungsmittelindustrie noch Bedenken gegenüber einer Pflicht-Herkunftskennzeichnung äußert, lassen sich Italien und Frankreich als positive Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung heranziehen. In einem ersten Schritt könnte für das Essen in Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und beim Bundesheer eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung der Primärzutat eingeführt werden. Köstinger plant zudem eine Studie, um die EU-Kommission von dem österreichischen Gesetzesvorhaben zu überzeugen.

 

Schwerpunkt Regionalität

 „Die Gemeinsame Agrarpolitik bringt Wertschöpfung in den Regionen und ist ein wichtiger Motor für die ländliche Entwicklung. Wir müssen aber auch Wege finden, wie wir unsere Bäuerinnen und Bauern abseits der Agrarpolitik unterstützen können. Mir ist wichtig, dass die Leistungen der Landwirtschaft anerkannt und honoriert werden. Klare Herkunftskennzeichnungen helfen uns dabei, das Qualitätsbewusstsein der Menschen zu stärken und den ausgezeichneten Ruf der österreichischen Lebensmittel optimal zu nutzen. Darum widmen wir auch dem Thema Regionalität heuer einen wesentlichen agrarpolitischen Schwerpunkt. Mir ist es wichtig, regionale Lebensmittel noch stärker zu unterstützen“, erklärt Köstinger.

 

66. Wintertagung

An 11 Fachtagen – von Landtechnik über Pflanzenbau und Tierhaltung bis hin zu den Fachtagen Bildung und Kommunikation – werden bei der 66. Wintertagung in Wien Lösungsansätze und Chancen für die Zukunft der Landwirtschaft diskutiert.

Weitere Fotos von der Veranstaltung find Sie im Fotoservice des BMNT.
 

Veröffentlicht am 28.01.2019