Gemeinsame Organisation der Agrarmärkte – GMO

Die Grundregeln für sämtliche Erzeugnisse, die dem Marktordnungsregime unterliegen, finden Sie in der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013.

In der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 über eine gemeinsame Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse finden Sie die Grundregeln für sämtliche Erzeugnisse, die dem Marktordnungsregime unterliegen. Mit dieser Verordnung wurde die davor geltende Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 aufgehoben. Mit der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 wurden die davor 21 getrennten Grundverordnungen für die unterschiedlichen Produkte und Produktgruppen in einer einzigen Regelung zusammengefasst.

Mit der Ersetzung dieser Verordnung durch die Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 wird das Ziel der Harmonisierung, Straffung und Vereinfachung der Bestimmungen, die für mehrere Sektoren gelten, verfolgt.

Einheitliche GMO - erfasste Produkte

Die von der Verordnung über eine gemeinsame Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse erfassten Produkte finden Sie in Art. 1 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2014. Konkret sind folgende Sektoren umfasst:

Getreide
Reis
Zucker
Trockenfutter
Saatgut
Hopfen
Olivenöl und Tafeloliven
Flachs und Hanf
Obst und Gemüse
Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse
Bananen
Wein
Lebende Pflanzen und Waren des Blumenhandels
Rohtabak
Rindfleisch
Milch und Milcherzeugnisse
Schweinefleisch
Schaf- und Ziegenfleisch
Eier
Geflügelfleisch
Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs
Bienenzuchterzeugnisse
Seidenraupen

Sonstige Erzeugnisse 


Warum eine einheitliche GMO?

Ziel der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 war es, die Rechtsmaterie der einzelnen Marktorganisationen für den Rechtsanwender übersichtlicher zu gestalten. Es sollte damit als Bestandteil der Strategie von Lissabon mehr Transparenz geschaffen werden.

Denn vor Schaffung der Verordnung über die einheitliche GMO war der Rechtsbereich zersplittert, da für jedes einzelne Produkt eine eigene Grundverordnung, die oft von weiteren Ratsverordnungen begleitet wurde, existierte.

Durch die Zusammenfassung dieser Regelungen (mit der auch eine technische Vereinfachung einher ging) in einer einzigen Verordnung konnten zahlreiche Verordnungen aufgehoben werden, sodass - insgesamt betrachtet - mehr Übersichtlichkeit über den Rechtsbereich gewährleistet sein sollte.

Mit der Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 und Ersetzung durch die Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 wird das Ziel einer Harmonisierung, Straffung und Vereinfachung der Bestimmungen, welche für mehrere Sektoren gelten, verfolgt.

Bitte beachten Sie, dass die jeweils aktuelle Fassung der EU-Rechtsvorschriften über EUR-Lex, eine Datenbank der Europäischen Union, und die jeweils aktuelle Fassung der nationalen Rechtsvorschriften über RIS, das Rechtsinformationssystem des Bundes, abrufbar sind.

Veröffentlicht am 09.11.2018, Rechtliche Grundsatzabteilung (Abteilung RD 1)