Neue DAC Regelung für steirischen Wein

Am Freitag den 30. November 2018 wurden die Verordnung der Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus über die Verordnungen „Südsteiermark DAC“, „Vulkanland Steiermark DAC“ und „Weststeiermark DAC“ im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Nach einer kurzen aber intensiven Vorbereitungsphase durch die steirische Weinwirtschaft, in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, wird nunmehr auch in der Steiermark die Möglichkeit eröffnet, regionaltypische Weine mit Herkunftsprofilen zu vermarkten. Hierbei wurden die bisherigen DAC-Systeme erheblich weiterentwickelt.

Wichtige Eckpfeiler des Herkunftssystems Steiermark sind:

  • Mit der Einführung von regionaltypischen Qualitätsweinen mit Herkunftsprofil wird ein Wechsel von austauschbarem Sortenmarketing zu unverwechselbarem Herkunftsmarketing ermöglicht.
  • Die acht derzeit wichtigsten Rebsorten der Steiermark stehen allen Betrieben der Steiermark in allen drei Ebenen – Gebietswein, Ortswein und Riedenwein - zur Verfügung; für Schilcher Weststeiermark und Klöcher Traminer gibt es zusätzlich eigene Regelungen.
  • Das Angebot reicht von gehaltvollen Gebietsweinen über die bodengeprägten Ortsweine zu einzigartigen Riedenweinen, welche ihre Herkunft und deren Eigenart besonders spüren lassen.
  • Mit den verschiedenen Verkaufsterminen wird der Druck der frühen Vermarktung aus dem bisherigen System genommen. Unvorhergesehene Ertrags- und Qualitätsschwankungen können besser abgefedert werden.
  • Die Abgrenzung von Ortsappelationen und Einführung von Ortsweinen ermöglicht die weintouristische Stärkung von bereits bekannten Weinorten mit hohem Renommee.
  • Mit der Einführung des DAC Systems in der Steiermark wird auch die Voraussetzung für künftige Riedenweinklassifikationen auf gesetzlicher Basis geschaffen.

Termine für die Einreichung und den Verkauf:

Zur Erlangung der staatlichen Prüfnummer für DAC-Gebietsweine können Weine der Rebsorten Welschriesling und Blauer Wildbacher, ausgebaut als Schilcher (nur bei Weststeiermark DAC), in der Außenstelle Silberberg des Bundesamtes für Weinbau ab 3. Dezember eingereicht werden. Diese Weine dürfen unmittelbar nach Erlangung der staatlichen Prüfnummer verkauft werden.

Gebietsweine der übrigen Rebsorten können ab 15. Jänner 2019 eingereicht werden, dürfen jedoch nicht vor dem 1. März 2019 verkauft werden.

Ortsweine und Riedenweine dürfen nicht vor dem 1. April 2019 eingereicht werden Ausnahmen: Klöcher Traminer (in den ersten drei Jahren nicht vor dem 1. März); weststeirischer Schilcher (nicht vor dem 1. Februar).

Der früheste Verkaufstermin ist der 1. Mai 2019

Ausnahmen: Klöcher Traminer (in den ersten drei Jahren 1. April); weststeirischer Schilcher (unmittelbar nach Erhalt der Prüfnummer).

Veröffentlicht am 30.11.2018, Kabinett der Bundesministerin