Zuckerrübe in Österreich

Daten und Zahlen über den Anbau der Zuckerrübe in Österreich

Zuckerrübe

Ausgangsprodukt für Zucker in Österreich ist die Zuckerrübe, eine landwirtschaftliche Kulturpflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Die Zuckerrübe stellt hohe Ansprüche an die Beschaffenheit des Bodens, an Dünger, Pflanzenschutz und Fruchtfolge und erfordert von den Landwirten viel an Erfahrung. Die Hauptanbaugebiete in Österreich sind Niederösterreich, das Burgenland und Oberösterreich. Die Aussaat von Zuckerrübe erfolgt je nach klimatischen Verhältnissen zwischen Mitte März und Anfang April, die Ernte findet zwischen Mitte September und Ende November statt.

In Österreich wurden Zuckerrüben im Jahr 2018 auf rund 31.000 ha von rund 5.800 Rübenbaubetrieben angebaut. Im Vergleich zum Jahr 2017 war die Anbaufläche 2018 um 27 % geringer. Die sommerlichen Temperaturen unmittelbar nach dem Anbau – verbunden mit Trockenheit – und ein ungewöhnlich starkes Auftreten des Rüsselkäfers haben in vielen Regionen dazu beigetragen, dass mit Zuckerrüben bestellte Flächen umgebrochen werden mussten.

Der Witterungsverlauf bestimmt auch den Zuckergehalt der Rüben; dieser liegt im Durchschnitt bei 17 %.

Die Erzeugung von Zucker erfolgt in den Zuckerfabriken Tulln und Leopoldsdorf im Kampagnebetrieb. Der in diesen Betrieben erzeugte Zucker wird unter dem Markennamen „Wiener Zucker“ vermarktet.

Die Quotenregelung für die Zucker ist mit 30. September 2017 ausgelaufen. In der Verordnung über eine gemeinsame Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse (VO (EU) Nr. 1308/2013) sind für den Zuckerbereich nur mehr wenige Instrumente erhalten geblieben, wie beispielsweise die Möglichkeit der privaten Lagerhaltung, eine Branchenvereinbarung zwischen Rübenbäuerinnen/Rübenbauern und Zuckerindustrie sowie ein gewisser Außenschutz.

Veröffentlicht am 08.08.2019, Pflanzliche Produktion (Abteilung II/5)