Rinderhaltung in Österreich

Da von der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Alpenrepublik fast 60 % Grünland sind, stellen Rinderhaltung und Milchproduktion die wichtigsten Produktionszweige der Landwirtschaft dar.

Insgesamt werden von rund 60.500 Betrieben rund 2,0 Millionen Rinder, davon rund 756.000 Kühe, gehalten. Vor allem für die Bergbäuerinnen und Bergbauern ist die Milch- und Viehproduktion die Haupteinnahmequelle.

Grünlanderhaltung ohne Rinder undenkbar

Die kleinstrukturierte Viehhaltung - im Schnitt werden pro Betrieb nur 24 Rinder gehalten - sowie der hohe Grünlandanteil und die Almhaltung garantieren eine qualitativ hochstehende und weltweit anerkannte Rinderproduktion.

Die Einhaltung rigoroser Bestimmungen zum Schutz und zur Gesundheit der Tiere ist ein weiteres Merkmal der Tierproduktion in Österreich. Sie verpflichten zur artgerechten und den jeweiligen Bedürfnissen des Tieres angepassten Haltung.

Die Erhaltung des Grünlandes wäre in Österreich ohne Rinder nicht möglich. Die natürlichen Produktionsbedingungen und die bäuerliche Besitzstruktur sind dafür ausschlaggebend, dass in Österreich die tierische Veredelungswirtschaft eine sehr bedeutende Rolle spielt. Die Produktionsstrukturen sind überschaubar, die meisten Bäuerinnen und Bauern kennen ihre Kühe noch beim Namen.

In Österreich werden vorwiegend Rinder mit kombinierter Nutzungsrichtung - Milch und Fleisch - gehalten. Dem Fleckvieh kommt eine dominierende Stellung zu, fast 80 % der Rinderhalter halten Fleckvieh. Die Rinderzucht ist in strengen Tierzuchtgesetzen geregelt und wird von den Zuchtverbänden organisiert. Neben der Verbesserung der Milch- und Fleischleistung sowie der Fleischqualität wird im Rahmen der Zuchtprogramme auch auf Merkmale wie Fruchtbarkeit und Langlebigkeit geachtet.

Veröffentlicht am 24.01.2018, Tierische Produktion (Abteilung II/6)