Mit EMAS im BMNT Ziele im Umwelt- und Klimaschutz setzen und erreichen

Wir stehen weltweit vor großen Herausforderungen im Umwelt- und Klimaschutz. Auch in Österreich können wir die Auswirkungen des Klimawandels bereits hautnah erleben.

Wir stehen weltweit vor großen Herausforderungen im Umwelt- und Klimaschutz. Auch in Österreich können wir die Auswirkungen des Klimawandels bereits hautnah erleben. Die Zunahme an Hitzetagen und extremen Wetterereignissen sprechen eine deutliche Sprache. Engagiertes Handeln in der nahen Zukunft wird darüber entscheiden, ob wir die Pariser Klimaziele erreichen und dadurch den von Menschen verursachten Treibhauseffekt auf ein verträgliches Maß eindämmen können. Mit #mission2030, der österreichischen Klima- und Energiestrategie haben wir einen Fahrplan für den Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter. Unser Ziel ist bis 2030 die Treibhausgasemissionen um 36 Prozent zu reduzieren und 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen zu beziehen.

Auch im eigenen Bereich versuchen wir unserer Vorbildwirkung als moderner Verwaltungsorganisation nachzukommen. Seit 2000 sind wir eine EMAS-Organisation und mittlerweile sind auch unsere neuen Sektionen und Standorte im EMAS-System integriert. Jahr für Jahr suchen und finden wir Verbesserungspotenziale. Wir wollen auch hier Vorbild sein – für andere öffentliche Einrichtungen und EMAS-Organisationen. Dazu gehen wir möglichst umweltschonend und sparsam mit den wertvollen Ressourcen um.

EU-weit Vorreiter

Der externe Gutachter Lennart Schleicher, der das jährliche Audit im Juni 2019 durchführte, validierte erstmals alle unsere neun Standorte und bescheinigt uns ein gut funktionierendes Umweltmanagementsystem.

Das BMNT verknüpft EMAS und WOV vorbildhaft

Wir erfassen und analysieren einerseits den Ressourcenverbrauch und die damit verbundenen Umweltauswirkungen (direkte Umweltauswirkungen wie Emissionen aus Energieverbrauch und Mobilität, Wasser, Papier, Abfallmanagement). Zusätzlich setzen wir auch in allen relevanten inhaltlichen Aufgabenbereichen des BMNT systematisch ausgewählte Ziele, die zur Verbesserung der Umweltleistung beitragen und daher als EMAS-Ziele definiert werden. Das BMNT verknüpft somit systematisch EMAS mit dem Prozess der wirkungsorientierten Verwaltung (WOV) – beides sind ja Managementsysteme – und das brachte uns viel Lob und Anerkennung ein.

Geeignete Maßnahmen und Verantwortlichkeiten werden im Umweltprogramm formuliert und regelmäßig überprüft, ob die Ziele erreicht wurden. Details dazu finden Sie in der Umwelterklärung 2019.

Die Erhöhung der Ressourceneffizienz, der Ausbau erneuerbarer Energieträger und die Forcierung der e-Mobilität sind wichtige Zukunftsthemen, die wir im vergangenen Jahr wirksam umsetzen konnten. Wir achten darauf, nur die notwendigsten Dienstreisen anzutreten und setzen bei Strom- und Wärmeverbrauch auf zertifizierten Umweltzeichenstrom und Fernwärme.

Die Erfolgsbilanz

a) Ressourcensparen hat im BMNT Priorität:

  • Energie: Das BMNT hat Aufgabengebiete und 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (MA) im Vergleich zum Vorjahr dazubekommen. Der Energieeinsatz ist zwar gestiegen, aber pro MA gesunken.
  • Durch das vom BMNT initiierte "Climate Austria"-Programm werden seit 2008 jedes Jahr CO2-Emissionen, die bei Dienstreisen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zentralleitung anfallen, durch geeignete österreichische klimaaktiv-mobil-Projekte kompensiert.
  • Aufgrund unserer EU-Vorsitzführung 2018 fielen deutlich mehr unvermeidbare Dienstreisen an als in den letzten Jahren. Wir setzten verstärkt auf Video- und Telefonkonferenzen. 2018 wurden dadurch 100 Dienstreisen vermieden, um ein Drittel mehr als im Vorjahr. Durch diese Maßnahme wurden 312 Tonnen CO2-Emissionen eingespart.
  • Als erstes und bisher einziges Ministerium setzt das BMNT seit 1997 ein betriebliches Mobilitätsmanagement um und ist damit Vorreiter. Das Mobilitätsverhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist – wie Umfragen zum Modal Split aus 2005 und 2012 zeigen – bereits umweltfreundlich und vorbildlich: Über 81% der Kolleginnen und Kollegen legen den Arbeitsweg klimafreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, 12 % mit dem Fahrrad zurück. Künftig werden auch die Schulen des BMNT in das klimaaktiv-Mobilitätsmanagement eingebunden. 
  • Das BMNT möchte auch bei der Elektromobilität Vorreiter sein. E-Ladestationen für PKW und Fahrräder werden am Standort Stubenring 1 realisiert.
  • 2019 und 2020 wurde als EMAS-Themenschwerpunkt „Nachhaltige Lebensmittel und Ernährung“ gewählt.
    Mit Ernährung und bewusstem Einkauf - Lebensmittel sind kostbar -lässt sich einiges ausrichten. Auf den Punkt gebracht bedeutet das: „Regional, saisonal, bio, Mehrweg“ und wenig verpackte Lebensmittel kaufen, v.a Plastikverpackungen vermeiden. In den kommenden zwei Jahren wollen wir unsere Kolleginnen mit einer Reihe von Vorträgen und Workshops für all diese Aspekte (noch mehr) sensibilisieren.

b) Weitere Maßnahmen:

  • Das BMNT ist Vorreiter in der öffentlichen Beschaffung mit einem hohen Anteil an Umweltzeichenprodukten wie unter anderem Strom, Papier, Büromaterialien und mit besonders energieeffizienter IKT-Ausstattung.
  • Das Mülltrennsystem ist vorbildlich, was sich auch 2018 in kontinuierlich sinkenden Abfallmengen und Entsorgungskosten widerspiegelt. Pro Tag produzieren unsere MA durchschnittlich 35 dag Abfall.
  • In unserem hausinternen Handyrecycling-Projekt werden von unseren Partnern aus der Mobilfunkbranche und Abfallwirtschaft alte Telefone gesammelt, geprüft und wenn möglich wieder in Betrieb genommen. Rund 40 Prozent der Geräte lassen sich auf diese Weise wieder in Stand setzen. Die übrigen Telefone werden fachgerecht entsorgt, sodass wertvolle Metalle wie Silber, Gold, Palladium, Kupfer und Kobalt wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können. Bis dato wurden 1024 Handys gesammelt.
  • Die zentrale Kopierstelle (Hausdruckerei) des BMNT ist nach Österreichischem Umweltzeichen sowie PEFC zertifiziert.
  • Die Beschaffung regionaler, saisonaler und biologischer Lebensmittel wird durch konsequente Durchführung von Green Meetings und Events sowie die Umweltzeichen-Zertifizierung der Kantine am Standort Stubenbastei forciert.

Dafür steht EMAS

EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) steht für eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung, die eine Organisation direkt oder indirekt erbringt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BMNT setzen sich tagtäglich auf Ebene der Gesetzeswerdung und der Verwaltung sowie durch das Entwickeln und Umsetzen zukunftsorientierter Programme ein, innovative Lösungen für Mensch und Umwelt zu erarbeiten und damit den Schutz unserer Lebensgrundlagen auch in Zukunft zu gewährleisten.

Natürlich wird dabei gerade im eigenen Haus versucht bestmöglich umwelt-, energieeffizient und sparsam mit Ressourcen beim laufenden Betrieb des Unternehmens BMNT umzugehen. Jahr für Jahr gelingt es hier immer noch Verbesserungen bei den Umweltleistungen zu realisieren - siehe obenstehende Erfolgsbilanz. Die Entscheidung für das EMAS-System ist daher ein klares Bekenntnis zu einem zukunftsorientierten Instrument, mit dem wir auch weiterhin Vorbild und EU-Vorreiter bleiben wollen. Mit einem wirkungsvollen Maßnahmen-Mix werden wir zur systematischen Weiterentwicklung von vorbeugendem betrieblichen Umwelt- und Klimaschutz beitragen – für jetzt und kommende Generationen.

 

Veröffentlicht am 10.09.2019, Kommunikation und Service (Abteilung Präs. 5)

Mehr zu diesem Thema

Filteroptionen
Hier können Sie Ihre Auswahl nach Elementtypen einschränken.