FAQ

Antworten auf häufig gestellte Fragen - z. B. Rückkehr der Wölfe nach Österreich; Afrikanische Schweinepest; Verwendung von Unkrautvernichtungsmitteln; Förderung der Elektromobilität

FAQ - Rückkehr der Wölfe nach Österreich

Informationen dazu aus dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT):

Frau Bundesministerin Elisabeth Köstinger hat ihre Pläne für den Umgang mit freilebenden Wölfen in Österreich vorgestellt. Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus wird dafür die notwendigen Räumlichkeiten sowie auch die entsprechende Expertenunterstützung bei Projekten am Standort der HBLFA Raumberg-Gumpenstein in der Steiermark zur Verfügung stellen. „Es geht hier darum, die Überführung der bisherigen Arbeitsbereiche in eine klare Struktur, mit klaren Aufgaben, entsprechender Organisationsform (z.B. Verein) und gesicherter Finanzierung durchzuführen und umzusetzen“, so die Frau Bundesministerin. Die Länder und der Bund schaffen die Struktur (z.B. Verein), legen die Aufgaben fest und stellen die Finanzierung sicher.

Das neue „Österreichzentrum“ soll insbesondere für folgende Aufgaben zuständig sein:

  • Funktion der Nationalen Beratungsstelle Herdenschutz (Ausarbeitung von Vorschlägen zu Herdenschutzmaßnahmen)
  • Ausarbeitung eines Vorschlags einer für Österreich einheitlichen Entschädigungsregelung. Derzeit bestehen in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen.
  • Organisatorische Eingliederung der bisherigen Koordinierungsstelle (KOST)
  • Ausarbeitung von Entscheidungsgrundlagen für Länder und Bund
  • Unterstützung des Monitorings der großen Beutegreifer (Datenmanagement, Datenaufbereitung, Dokumentation)
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Konzeption von Projekten

Weiterführende Informationen finden Sie auch bei:

KOST - Koordinierungsstelle für den Wolf

 

FAQ – Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Viruserkrankung, die bei Schweinen und Wildschweinen aller Altersstufen auftritt und in der Regel tödlich verläuft. Derzeit gibt es weder Impfstoffe noch Heilmittel dagegen, für den Menschen ist das Virus hingegen ungefährlich. Die Inkubationszeit beträgt 3-19 Tage.

Die typischen Anzeichen der Afrikanischen Schweinepest ähneln denen der klassischen Schweinepest (=Europäischen Schweinepest), weshalb es zur Unterscheidung der beiden Krankheiten in der Regel einer Labordiagnose bedarf. Symptome sind u.a. Fieber, Fressunlust, Antriebslosigkeit, Aborte, innere Blutungen und sichtbare blutunterlaufene Stellen an Ohren und Flanken, es kann auch zu plötzlichen Todesfällen kommen.

Gesunde Schweine und Wildschweine infizieren sich üblicherweise durch:

  • Kontakt mit infizierten Tieren, einschließlich Kontakt zwischen frei laufenden Schweinen und Wildschweinen
  • Aufnahme von Fleisch oder Fleischerzeugnissen von infizierten Tieren – Küchenabfälle, Futtersuppe aus Speiseresten (Spültrank), infiziertes Wildschweinfleisch (einschließlich Schlachtabfälle)
  • Kontakt mit allem, was mit dem Virus kontaminiert ist, beispielsweise Kleidung, Fahrzeuge oder Gerätschaften
  • Bisse von infizierten Zecken

Die Verbringung infizierter Tiere, kontaminierte Schweineerzeugnisse und die illegale Entsorgung von Tierkörpern sind die wichtigsten Ausbreitungswege der Seuche.

Ein Hotspot der ASP-Epidemiologie nahe bzw. in Europa ist die Region zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer, die sogenannte Trans-Kaukasus Region. Hier treten seit dem Jahr 2007 regelmäßig ASP-Ausbrüche auf, die unter anderem die Staaten Georgien, Armenien, Aserbaidschan und Russland betreffen. Seit 2007 breitet sich die Seuche weiter nach Norden bzw. Nordwesten aus. Weitere ASP-Ausbrüche wurden nahe an der EU-Mitgliedstaatengrenze 2012 in der Ukraine und 2013 in Belarus festgestellt.

Seit Anfang 2014 wurden Fälle von ASP bei Wildschweinen in Polen, Litauen, Lettland und Estland festgestellt, auch Hausschweine (große Betriebe und Kleinsthaltungen) waren davon betroffen. Seitdem wurden in diesen Ländern mehrere tausend Fälle von ASP sowohl in der Wildschweinepopulation, als auch in Hausschweinebeständen in den grenznahen Gebieten zu Russland und Weißrussland festgestellt.

Seit Beginn des Jahres 2017 waren auch vermehrt Ausbrüche bei Hausschweinen und Wildschweinen in der Ukraine zu verzeichnen, auch in Rumänien und Tschechien (in Zlin, ca. 80 km zur Österreichischen Staatsgrenze entfernt) wurde die Afrikanische Schweinepest bei zwei Wildschweinen festgestellt. 

Am 23. April 2018 meldeten die Ungarischen Veterinärbehörden den ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein in Ungarn. Das tote Tier wurde im Bezirk Heves, nordöstlich von Budapest und ca. 50 km von der Slowakischen Grenze entfernt, aufgefunden. Ähnlich wie in Tschechien wird vermutet, dass illegal eingeführte Produkte aus Schweinefleisch die Ansteckungsquelle darstellen.

In Österreich ist die Afrikanische Schweinepest bis zum heutigen Zeitpunkt noch nie aufgetreten. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat daher bereits Vorsorgemaßnahmen gesetzt, um eine mögliche Einschleppung zu verhindern:

https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/afrikanische-schweinepest

Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht über die Ausbreitung der Schweinepest:

Aktuelle Übersichtskarten zur Afrikanischen Schweinepest

 

FAQ - Verwendung von Unkrautvernichtungsmitteln

Dürfen in einem Wasserschutzgebiet Unkrautvernichtungsmittel verwendet werden?
Wasserschutzgebiete unterliegen speziellen lokalen Regelungen, was die Nutzung als landwirtschaftliche Fläche betrifft. Diese umfassen insbesesondere Einschränkung bezüglich der Düngung und Verwendung von Pflanzenschutzmitteln. Damit wird jedenfalls sichergestellt, dass es keinesfalls zu unzulässigen Einträgen von Pflanzenschutzmitteln in das Grundwasser kommt.

Dürfen in einer Kleingarten-Siedlung (z.B. auf öffentlichen Gehwegen) Unkrautvernichtungsmittel verwendet werden?
Grundsätzlich ja. Es kann jedoch zusätzlich auf Vereinsebene weitere Einschränkungen geben, d.h. es hängt auch von den Statuten der jeweiligen Kleingarten-Siedlung ab.

Dürfen Unkrautvernichtungsmittel verwendet werden?
Pflanzenschutzmittel dürfen nur entsprechend der zugelassenen Anwendungsbestimmungen verwendet werden. Die in Österreich zugelassenen Produkte finden Sie unter folgendem Link: http://pmg.ages.at/pls/psmlfrz/pmgweb2$.Startup

Weitere Informationen dazu finden Sie auch unter dem folgenden Link:

https://www.ages.at/themen/landwirtschaft/pflanzenschutzmittel

 

FAQ - Aktionspaket zur Förderung der Elektromobilität:

Um das Ziel der Bundesregierung - Österreich im Bereich Elektromobilität voranzubringen – zu erreichen, wurde ein entsprechendes Förderungspaket geschnürt. 

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) und das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) stellen gemeinsam dazu 24 Millionen Euro Budget zur Verfügung. Weitere 24 Millionen Euro werden vom Arbeitskreis der Automobilimporteure beigesteuert. In Summe werden 72 Millionen Euro in ein E-Mobilitätspaket investiert. 

Die Kommunalkredit Public Consulting GmbH. (KPC) ist mit der Abwicklung beauftragt und hat auf der Webseite www.umweltfoerderung.at Detailinformationen zu den Förderungsaktionen und den Förderungsvoraussetzungen veröffentlicht.  Die Förderungsaktionen sind bis Ende 2018 vorgesehen bzw. solange Förderungsmittel zur Verfügung stehen. Die wesentlichen Informationen finden Sie nachstehend zusammengefasst.

Für nähere Auskünfte zu den Förderungsaktionen stehen Ihnen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KPC telefonisch gerne zur Verfügung:

E-PKW Private:   01 / 31 6 31 - 733
E-PKW Betriebe: 01 / 31 6 31 - 747

 

Veröffentlicht am 04.07.2018, Ombudsstelle