"Wälder für nachhaltige Städte"

Der Internationale Tag des Waldes am 21. März 2018

1979 schien das Schicksal des Waldes besiegelt. Die Angst vor dem Tod der Bäume durch den sauren Regen trieb Zehntausende auf die Straßen und verhalf so dem Thema Wald zu ungeheurer Medienpräsenz. Schon zu Beginn der 1970er Jahre etablierte die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, den Internationen Tag des Waldes um ein Zeichen gegen die globale Entwaldung zu setzen. Seitdem wird dieser jährlich gefeiert, jedes Jahr unter einem anderen Thema.

2018, das großflächige Waldsterben ist ausgeblieben, die Gefährdung der Wälder diesmal durch den Klimawandel wieder aktuell. Der heutige Tag des Waldes steht unter dem Motto „Wälder für nachhaltigere Städte“. Das Thema ist ein Wichtiges: Immer mehr Menschen als je zuvor leben in Städten oder in deren unmittelbarem Umfeld. Bis zum Jahr 2050 werden voraussichtlich sechs Milliarden Menschen, das sind 70 Prozent der Weltbevölkerung, in urbanen Gebieten leben. Die rasche Urbanisierung führt vielerorts zu verschmutzten, lauten und energiehungrigen Städten.

Urbane Wälder können diesen Entwicklungen entgegenwirken. Diese können unsere Städte durch ihre vielfältigen Wirkungen zu gesünderen, grüneren und somit nachhaltigeren Lebensräumen machen. Österreich findet sich hier in einer privilegierten Situation. Knapp 50 Prozent der Staatsfläche sind bewaldet und Wälder finden sich auch in urbanen Gebiete. So verfügt etwa die Bundeshauptstadt Wien über eine im internationalen Vergleich sehr hohe und steigende Bewaldung von 18 Prozent der Gesamtfläche. Dazu kommen Parkanlagen und weitere urbane Grünflächen.

Die positiven Effekte von städtischen Wäldern sind unbezahlbar. Durch Beschattung und windbremsende Wirkung tragen sie zu einer Verbesserung des lokalen Klimas bei. Beim Wachstum sowie beim Einsatz als Baustoff Holz binden Sie CO2, und tragen damit zu einer Abmilderung des Klimawandels bei. Urbane Wälder filtern Schadstoffe aus der Luft und sind höchst effiziente Schallschutzwände. Sie sorgen einerseits für sauberes Trinkwasser und schützen andererseits vor Hochwasser und Überschwemmungen. Auch urbane Wälder werden bewirtschaftet. Sie dienen damit der Versorgung unseres Landes mit dem Rohstoff Holz, der stofflich als auch energetisch verwertet werden kann, und sichern damit wiederum Arbeitsplätze.

Wälder sind wunderbare Lebensräume, auch für den Menschen. In Zeiten zunehmender Arbeitsbelastung und Digitalisierung bieten sie Erholung und Abhilfe gegen Stress. „Der Aufenthalt in Wäldern ist auch das beste Mittel um der zunehmenden Entfremdung unserer Kinder von der Natur entgegenzuwirken.“, meint die Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Elisabeth Köstinger. „Auch auf diesem Weg tragen Wälder zur Nachhaltigkeit bei.“

Veröffentlicht am 21.03.2018

Kontakt

Daniel Kosak Pressesprecher der Bundesministerin