Köstinger/Schwaiger: Wiederaufforstung steht im Fokus

Förderungen für Nasslager werden erhöht und Schadholzlagerung auf beihilfefähigen Flächen verlängert

Die Holzeinschlagsmeldung aus 2018 und die Daten der Waldinventur zeigen, dass mehr Holz in unseren Wäldern wächst, als entnommen wird. Große Trockenheit, Schneebruch und Sturmschäden führten aber auch 2018 zu hohen Mengen an Schadholz und es bedarf daher effektiven Sofortmaßnahmen und Investitionen.

Holzeinschlagsmeldung 2018

Die Daten der Holzeinschlagsmeldung ergeben, dass die Holzerntemenge im Vergleich zu 2017 um mehr als 8 % gestiegen ist. „Insgesamt wurden 2018 im österreichischen Wald 19,2 Millionen Erntefestmeter nachhaltig genutzt. Dem steht laut jüngster Waldinventur ein jährlicher Gesamtzuwachs in der Höhe von ca. 30 Mio. Vorratsfestmeter gegenüber. Das zeigt, dass der Österreichische Wald nachhaltig bewirtschaftet wird. Dennoch war 2018 aufgrund von verehrenden Sturmschäden sowie Dürreperioden ein schwieriges Jahr für unsere Wälder und für die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer“, so Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger.

Schadholzsituation auch im Land Salzburg angespannt

„Der schneereiche Winter mit intensiven Niederschlägen Anfang Jänner hat seine Spuren hinterlassen. Während solche Schäden in „Normaljahren“ sehr lokal begrenzt auftraten, ist im Jahr 2019 Schaden in allen Bezirken zu verzeichnen. Momentan sind bereits Schadholzmengen von 180.000 Festmeter durch den Landesforstdienst begutachtet worden, die Schadholzmenge wird sicherlich die Marke von 300.000 Festmeter übersteigen. Für den Borkenkäfer gilt im Land Salzburg eine Vorwarnstufe. Die Gefährdungslage ist durchaus gegeben, der Landesforstdienst hat bereits in den Wintermonaten Informationsveranstaltungen in jenen Gebieten, die im Jahr 2018 schon stärker betroffen waren, abgehalten. Das Schadholz in Zusammenhang mit einer Aktivität des Borkenkäfers seit Anfang April wirkt ähnlich wie Fangbäume. Es muss aber unbedingt rechtzeitig aus dem Wald gebracht werden. Erst unter dieser Bedingung ist ein aktives Bekämpfen einer negativen Entwicklung gewährleistet“, sagt der Salzburger Agrar-Landesrat Josef Schwaiger.

Wald schützt uns!

Ein gesunder Schutzwald schützt vor Lawinen, Muren, Hochwasser und Steinschlag. Aber auch der Schutzwald steht durch Überalterung und Klimawandel unter großem Druck. „Wald schützt uns! Ohne die Schutzfunktion des Waldes könnten knapp 50 Prozent des Lebens- und Wirtschaftsraumes in Österreich nicht genutzt werden. Fast jede vierte Österreicherin und jeder vierte Österreicher profitiert von der Schutzwirkung des Waldes. Die Bedeutung des Schutzwaldes als Schutz vor Lawinen, Muren, Hochwasser und Steinschlag wird in Zukunft weiter steigen. Daher stellt die Bundesregierung 29 Mio. Euro für den Schutzwald zur Verfügung. Wenn wir in unseren Wald investieren – investieren wir in unsere Zukunft“, so Köstinger.

Sofortmaßnahmen und Lagerung

„Das vergangene Jahr hat aber auch gezeigt, dass es – neben der Wiederaufforstung – vor allem Sofortmaßnahmen braucht. Es muss das oberste Ziel sein, Schadholz so rasch wie möglich aus dem Wald zu entfernen, um einen weiteren Befall oder Schaden zu vermeiden. Daher wird die Ausnahmeregelung zur Schadholzlagerung auf beihilfefähigen Flächen bis Ende März 2020 verlängert und aufgrund der vorhersehbaren Borkenkäfersituation wird die Einrichtung und Betreibung von Nasslagern in Zukunft mit bis zu 80 Prozent gefördert“, erklärt Köstinger und stellt abschließend mit einem Appell an die Industrie klar: „Heimisches Holz kaufen, heißt unsere Waldbauern zu unterstützen und somit einen Beitrag zu leisten, dass Schadholz rasch aus den Wäldern abtransportiert und verarbeitet wird. Das muss in unser aller Interesse sein!“

Veröffentlicht am 26.04.2019

Kontakt

Michael Strasser Pressesprecher der Bundesministerin