Köstinger: „Höhere Qualitätstandards - unsere Bauern sorgen dafür, das muss belohnt werden“

Dorfmann und Köstinger haben klare Vorstellungen von der Gemeinsamen Agrarpolitik (nach) 2020.

Heute präsentierten MEP Herbert Dorfmann und Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus Elisabeth Köstinger im Haus der Europäischen Union ihre Vorstellungen zur künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa. Zentrale Ziele der Gemeinsamen Agrarpolitik sind die Versorgung der europäischen Bevölkerung mit qualitativen, sicheren und leistbaren Lebensmitteln und die hohen Produktionsstandards sicher zu stellen. „Die Agrarpolitik ist eine zutiefst strategische Politik, die durch Mittelkürzungen nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden darf. Eines ist für uns klar, wenn wir über die Gemeinsame Agrarpolitik diskutieren, müssen wir über das Agrarmodell der Zukunft reden. Hier steht für uns Qualität statt Quantität sowie die bäuerlichen Familienbetriebe im Zentrum“, stellt Bundesministerin Elisabeth Köstinger im Rahmen der Diskussion fest. Herbert Dorfmann, Abgeordneter zum Europäischen Parlament, fügt hinzu: „Technologisch steht eine Revolution bevor, die die Landwirtschaft gänzlich verändern wird. Die Lücke zwischen großen und kleinen Betrieben darf sich nicht weiter vergrößern. Kleine bäuerliche Betriebe in Berggebieten sollten besonders unterstützt werden.“

Mehrjähriger Finanzrahmen als Schlüssel

Zentrales Thema der Diskussion war auch der Mehrjährige EU-Finanzrahmen, zu dem die Europäische Kommission nächsten Mittwoch ihren Vorschlag präsentieren wird. Gerade die Gemeinsame Agrarpolitik hat einen wesentlichen Anteil am EU-Budget, da sie als einzige EU Politik derart weitgehend vergemeinschaftet ist. Die Sicherstellung der Finanzmittel im nächsten Mehrjährigen EU-Finanzrahmen ist eine Kernforderung des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus. „Es müssen jene Mitgliedstaaten gefördert werden, die ihren Fokus auf Ressourcenschutz, höhere Standards und Qualitätsproduktion legen“, fordert die Ministerin und sieht die österreichische Position klar im Vorteil: „Die Nettozahler dürfen nicht weiter zur Kassa gebeten werden. Wir müssen endlich bei der EU-Bürokratie sparen und dürfen unseren Bäuerinnen und Bauern nicht wieder Steine in den Weg legen. Nicht die Agrarkonzerne, sondern die kleinstrukturierten Familienbetriebe müssen im Fokus stehen.“

Anforderungen an die GAP nach 2020

Neben den Direktzahlungen sind eine breite Maßnahmenpalette an Investitionen, Innovation, Maßnahmen für den Umwelt- und Klimaschutz aber auch die Markt- und Sicherheitsinstrumente von zentraler Bedeutung. Dies ist wichtig damit die multifunktionale, flächendeckende und nachhaltige Landwirtschaft in Österreich sichergestellt werden kann, ganz besonders auch im benachteiligten Gebiet und Berggebiet. Direktzahlungen sind als Basisabsicherung für die bäuerlichen Betriebe unerlässlich. Die österreichische Position sieht das Fortführen der Abgeltung der Bereitstellung von öffentlichen Gütern vor. Der Erhalt der Kulturlandschaften, der Schutz von Natur, Klima, Umwelt und Biodiversität oder die Anforderungen an das Tierwohl fallen darunter. „Wir wollen den Weg unseres erfolgreichen Agrarumweltprogramms ÖPUL fortsetzen. Etwa 80 % unserer Flächen werden mit Praktiken bewirtschaftet, die über den gesetzlichen Anforderungen liegen. Wir wollen gentechnikfreies Essen. Wir wollen Klimaschutz und Umweltschutz. Wir wollen Produkte in Top-Qualität. Unsere Bauern sorgen dafür und das muss belohnt werden.“, so Bundesministerin Köstinger abschließend.

Fotos unter: https://www.bmnt.gv.at/fotoservice/Pressekonferenzen-Veranstaltungen-Fototermine/2018/gap/PGP_2159b.html

Veröffentlicht am 27.04.2018

Kontakt

Daniel Kosak Pressesprecher der Bundesministerin