Land- und Forstwirtschaftliche Schulen machen Digitalisierung greifbar

Erster digitaler Musterbauernhof Österreichs entsteht am Francisco Josephinum in Wieselburg.

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) treibt die Digitalisierung an Österreichs Land- und Forstwirtschaftlichen Schulen mit Nachdruck voran. An der HBLFA für Landwirtschaft, Landtechnik und Lebensmitteltechnologie Francisco Josephinum Wieselburg entsteht nun der erste digitale Musterbauernhof des Landes. Das Projekt macht die Chancen neuer Technologien im landwirtschaftlichen Alltag greifbar und soll bereits im Herbst fertiggestellt sein. „Innovative Anwendungen bieten wirtschaftliche Chancen, die wir uns nicht entgehen lassen dürfen. In erster Linie soll der Digitalisierungsschwerpunkt aber eins: unseren Bäuerinnen und Bauern das Leben erleichtern“, betont Bundesministerin Elisabeth Köstinger.

Insgesamt investiert das BMNT 2019 mehr als 1,3 Millionen Euro in Digitalisierungsmaßnahmen im Bildungsbereich, 370.000 Euro davon am Francisco Josephinum Wieselburg. „Wir müssen die Absolventinnen und Absolventen unserer Höheren Land- und Forstwirtschaftlichen optimal auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten. Von Tischkameras über Smartboards und e-Books bis hin zu Farm-Managementsystemen: All das hilft unseren bäuerlichen Familienbetrieben enorm“, erklärt Köstinger.

Neue Technologien und Medien
Das BMNT ist für elf höhere Schulen, die Forstfachschule und die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik verantwortlich. Mit dem umfassenden Digitalisierungsschwerpunkt 2019 wird der Einsatz neuer Technologien und Medien in sämtlichen Lehranstalten gezielt verstärkt. Die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung im Unterricht unterstreicht auch eine Studie der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen (BAB) für die im Vorjahr rund 2000 Schülerinnen und Schüler der Schulen des BMNT online befragt wurden. Demnach sind fast 80 Prozent der Befragten der Meinung, dass digitale Medien zum besseren Verständnis der Lerninhalte beitragen und knapp 90 Prozent meinen, dass der Unterricht dadurch interessanter wird. 70 Prozent sehen eine Vorbereitung für den weiteren Bildungs- und Berufsweg.

Veröffentlicht am 13.03.2019

Kontakt

Michael Strasser Pressesprecher der Bundesministerin

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