Köstinger: Die Umweltförderung im Inland setzt konkrete Maßnahmen der #mission2030 um

404 Umweltprojekte mit einem Investitionsvolumen von rund 192,5 Mio. Euro genehmigt.

Konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Klima- und Energiestrategie #mission2030 der Österreichischen Bundesregierung wurden in der heutigen 135. Kommissionssitzung der Umweltförderung im Inland beschlossen. Unter den insgesamt 404 Projekten mit einem Investitionsvolumen von rund 192,5 Millionen Euro zielt ein Teil, insgesamt 106 Projekte direkt auf die Leuchttürme Thermische Sanierung (61 Projekte), erneuerbare Wärme (41 Projekte) und Energieforschungsinitiative 2 - Programm Mission Innovation Austria (4 Projekte) ab. Diese Projekte, mit einem umweltrelevanten Investitionsvolumen von rund 80,3 Millionen Euro und einem Förderbarwert von rund 8,7 Millionen Euro führen zu einer CO2-Reduktion von rund 34.000 Tonnen pro Jahr.

Leuchtturm 4: Thermische Gebäudesanierung

„Rund 16 % der österreichischen Treibhausgasemissionen in Sektoren außerhalb des Emissionshandels werden von Heizung und Warmwasserbereitung in Gebäuden verursacht“, begründet Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger die Dringlichkeit von Maßnahmen im Leuchtturm Thermische Gebäudesanierung. „Thermische Sanierung und die Umstellung auf erneuerbare Energieträger bringen hier deutliche Verbesserungen und helfen dabei, den österreichischen Energiebedarf zu senken.“ Bis 2030 sollen im Gebäudesektor mindestens 3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent gespart werden. Insgesamt soll es mehr umfassende Sanierungen geben, im Zuge derer zukünftig die Umstellung von Heizsystemen auf erneuerbare Energieträger gefördert wird.

In der heutigen 135. Kommissionssitzung der Umweltförderung wurde unter anderem ein Vorzeigeprojekt der Marktgemeinde Seckau zur thermischen Sanierung einer 1974 errichteten Schule zur Förderung bewilligt. Das fast 4.000 m² große Gebäude wird durch Dämmung der Außenwände und des Daches sowie durch Austausch der Fenster thermisch saniert. Zur Reduktion des Kühlbedarfs wird ein außenliegendes Verschattungssystem angebracht.

Einsparung von rund 70.000 Tonnen CO2 pro Jahr

Die heute genehmigten 404 Umweltprojekte haben einen Förderungsbarwert von rund 17,4 Mio. Euro. Durch diese Projekte können rund 70.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Der Großteil der Projekte stammt aus dem Bereich der effizienten Energienutzung, wozu auch die Projekte der Thermischen Gebäudesanierung zählen.

Vorreiter in Europa: Vorzeigeprojekt Demonstrationsanlagen der Wienerberger  Ziegelindustrie GmbH reduziert Energieeinsatz um 50 %

Ein Vorzeigeprojekt, das in der heutigen Kommissionssitzung zur Förderung genehmigt worden ist, ist eine Demonstrationsanlage der Wienerberger Ziegelindustrie GmbH. An einer ihrer insgesamt 6 Produktionsstätten in Österreich plant das Unternehmen die Umsetzung einer Demonstrationsanlage. Mit der Installation einer Absorptionswärmepumpe und weiteren prozesstechnischen Maßnahmen soll der Energieeinsatz am Standort Helpfau-Uttendorf (OÖ) um 50 % reduziert werden.

Mit der Technologiewahl für das Vorhaben ist Wienerberger in Europa absoluter Vorreiter und kann dabei nicht auf Erfahrungen von Lieferanten, Anlagenbetreibern oder Planern zurückgreifen. Die geplanten und umfangreichen Maßnahmen sind ein weiterer Schritt zu bereits umgesetzten und in Umsetzung befindlichen Forschungsprojekten und konkreten Maßnahmen im Konzern.

Veröffentlicht am 25.09.2018

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Daniel Kosak Pressesprecher der Bundesministerin