Köstinger: China bekennt sich zu Pariser Klimazielen

Nachhaltigkeitsministerin traf chinesischen Amtskollegen Li Ganjie zum Gespräch

Heute hat Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger ihren chinesischen Amtskollegen, den Minister für Ökologie und Umwelt Li Ganjie in Peking zu einem Gedankenaustausch getroffen. „Der Minister hat für sein Land ein klares Bekenntnis zu den Klimaschutzzielen von Paris abgegeben“, freute sich Köstinger nach dem Gespräch. „Das ist keine Selbstverständlichkeit, wenn man weiß, vor welch großen Herausforderungen China im Klimaschutz steht.“

So produziert das Land derzeit immer noch einen großen Teil seiner Energie über Kohlekraftwerke, in vielen Ballungsräumen, darunter auch in Peking, ist die Luftqualität meist schlecht. „Genau deshalb ist dieses explizite Bekenntnis Chinas, an diesen Zielen festzuhalten und sie erreichen zu wollen, für uns so wichtig“, so Köstinger, die im zweiten Halbjahr führend in die Klimakonferenz COP 24 in Katovice im Dezember eingebunden sein wird. „Für Europa ist das ein Signal, auf das wir gewartet haben“, sagt die Ministerin.

Sie bot beim Gespräch mit Li Ganjie auch österreichisches Know-how in der Umwelttechnologie an. „In vielen Bereich haben wir Erfahrung und einen hohen Wissenstand“, sagte Köstinger. In der Wasserkraft, der Sonnenenergie, aber auch bei Wärmepumpen, Nah- und Fernwärmeprojekten oder dem Bau von Passivhäuser könne Österreich mit Experten, aber auch mit Innovation von erfahrenen Unternehmen helfen. „Im Zuge diese Besuches haben auch unsere Wirtschaftstreibenden in die Richtung schon viele Gespräche geführt“, so Köstinger.

Auch Österreich habe im Klimaschutz ehrgeizige Ziele. Erst kürzlich hat die Bundesregierung zum ersten Mal eine integrierte Klima- und Energiestrategie vorgelegt, die nun in einem breiten Begutachtungsprozess verfeinert und verbessert werden soll. „Diese Strategie wird der Rahmen für alle Maßnahmen sein, die wir in den nächsten Monaten entwickeln“, so Köstinger. Dazu zählt auch der schrittweise Ausstieg aus den Ölheizungen, von denen es in Österreich immer noch rund 700.000 Anlagen gibt.

Zuvor hatte die Ministerin gemeinsam mit Bundespräsident Alexander van der Bellen die größte Wasseraufbereitungsanlage Asiens, am Rande von Peking gelegen, besucht. Auf 16 Hektar Fläche wird in der Huaifang-Anlage das Waser von Millionen Menschen gereinigt und aufbereitet. In China gewinnt der Umweltschutz nach und nach an Bedeutung. „Es gibt durchaus ehrgeizige Pläne, um etwa die Erhöhung der Klärquote von Abwässern zu erreichen und bei der Luftreinhaltung voranzukommen. Es ist noch viel zu tun und der Weg ist für die Chinesen noch weit. Wichtig ist, dass man damit beginnt und konsequent weitergeht“, so Köstinger.

Veröffentlicht am 10.04.2018

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Daniel Kosak Pressesprecher der Bundesministerin