Köstinger: Innovatives Recycling macht Abfall zu wertvollem Rohstoff

Initiative „Rund geht’s“ zeigt unter anderem, wie aus gebrochenem Fensterglas reflektierende Straßenmarkierungen werden.

Innovative, aber auch altbewährte Recyclingmethoden verwerten Abfall zu wertvollen Ressourcen für hochwertige Produkte. Zum Beispiel können aus gebrochenem Flach- oder Spiegelglas neue Fenster oder Mikroglasperlen für Straßenmarkierungen hergestellt werden, wie die Initiative „Rund geht’s“ aufzeigt. Zentrale Voraussetzung ist die richtige Mülltrennung: So können hochwertige Sekundärrohstoffe rückgewonnen werden, die im Sinne der Kreislaufwirtschaft wertvolle Primärrohstoffe ersetzen. "Die Österreicherinnen und Österreicher sind bei der Abfalltrennung besonders engagiert. Wichtig ist, dass wir auch junge Menschen von der Bedeutsamkeit gewissenhafter Mülltrennung überzeugen", betont Bundesministerin Elisabeth Köstinger.

Trotz insgesamt guter Noten im internationalen Vergleich achtet nicht einmal ein Drittel der unter 30-Jährigen sehr genau auf Mülltrennung, wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) ergab. Umso bedeutsamer sind gemeinschaftliche Initiative wie „Rund geht’s“, die unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten von Abfällen in Industrie und Gewerbe anschaulich präsentieren. Die bundesweite Kampagne „Rund Geht’s“ wurde vom Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) ins Leben gerufen, gemeinsam mit dem BMNT, den Bundesländern, den Abfallverbänden, der WKÖ und zahlreichen Akteuren der Abfallwirtschaft. Mehr als 50 Partner unterstützen die Kampagne.

Ziel ist es, Infos, Zahlen und Fakten zur heimischen Abfallwirtschaft sowie deren Maßnahmen fest im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern und die Vorteile der Kreislaufwirtschaft aufzuzeigen. Richtig getrennter Abfall von heute ist der Rohstoff von morgen. In österreichischen Haushalten fallen jährlich rund 4,3 Millionen Tonnen Abfälle an, wovon rund 90 Prozent stofflich oder thermisch verwertet – also weiter genutzt – werden. Durch gewissenhafte Mülltrennung wird zudem Energie gespart, das Klima geschont und die Umweltbelastung verringert. Beispielsweise benötigt das Wiedereinschmelzen von Aluminium im Vergleich zur Neuherstellung nur fünf Prozent der Energie.

Flachglas- bzw. Spiegelglas richtig recyceln

2014 wurden neben der Verpackungsglassammlung (rund 268.000 Tonnen) auch 49.000 Tonnen an Flachgläsern und anderen Altgläsern wie Fensterscheiben, Spiegel oder Autoscheiben erfasst. Flachgläser dürfen keinesfalls zusammen mit Verpackungsgläsern gemeinsam entsorgt werden, sondern sollten bei Altstoffsammelzentren abgegeben werden.

Weiterführende Informationen:

www.rundgehts.at
www.facebook.com/rundgehts
www.bmnt.gv.at

Veröffentlicht am 10.09.2018

Kontakt

Daniel Kosak Pressesprecher der Bundesministerin