Altlastensanierung: Bundesförderung ermöglicht innovative Sanierungsverfahren

Forschung und Entwicklung ist wichtiger Bestandteil der Förderung zur Altlastensanierung

„Innovative Verfahren ermöglichen eine kostengünstige und effektive Altlastensanierung. Die Entwicklung und Anwendung fortschrittlicher Technologien zur Sanierung ist daher als Förderungsziel im Umweltförderungsgesetz festgelegt“ erklärt Maria Patek, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus anlässlich der heute von der Altlastensanierungskommission befürworteten Bundesförderung für elf Sanierungsprojekte und zwei Forschungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von 4,9 Mio. Euro.

Die beiden Forschungsprojekte betreffen die Entwicklung von biochemischen Verfahren zum Abbau von Grundwasserkontaminationen durch chlorierte Kohlenwasserstoffe: Diese Verfahren sollen zum direkten „in-situ“-Einsatz im Grundwasser und zur Optimierung der Filtertechnologie im Rahmen der Grundwasseraufbereitung zur Anwendungsreife entwickelt werden. Damit können aufwendige und kostenintensive Aushubmaßnahmen und langfristige Sanierungszeiträume vermieden bzw. verkürzt werden.

Gespeist wird die Bundesförderung zur Altlastensanierung aus den Mitteln der Altlastenbeiträge, einer Abgabe auf die Deponierung, Verbrennung und den Export von Abfällen. Förderungen mit einem Ausmaß bis zu 95 % werden für die Sanierung von Altlasten gewährt, bei denen ein für die Kontamination Verantwortlicher nicht vorhanden ist.

Im Zuge der Sitzung hat sich die Kommission zur Altlastensanierung für die Dauer der 27. Gesetzgebungsperiode auch neu konstituiert. Den Vorsitz der Kommission hat erneut LH-Stv. Stephan Pernkopf aus NÖ übernommen.

Veröffentlicht am 13.11.2019

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