Köstinger: "Wichtige Investitionen in die Wasserwirtschaft in Österreichs Regionen."

LH-Stv. Stephan Pernkopf wurde zum Vorsitzenden der Kommission Wasserwirtschaft gewählt.

Wasser ist unsere kostbarste Ressource. Um die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser, die Entsorgung des Abwassers und den Schutz vor Hochwasser auch für die Zukunft abzusichern, sind gute Projekte und Investitionen in diesen Bereichen wichtig. Bei der heutigen Kommissionssitzung Wasserwirtschaft wurden insgesamt 711 Projekte für die kommunale Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung mit einem Förderungswert von ca. 36,4 Mio. Euro genehmigt. Im Bereich Hochwasserschutz wurden 141 Projekte mit einer Bundesförderung von rund 36,7 Mio. Euro genehmigt. „Die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung wie auch der Hochwasserschutz sind zentrale Bereiche der Daseinsvorsorge und bilden überdies eine wichtige Grundlage für den Tourismus in Österreich. Die Bundesförderungen in der Höhe von rund 73 Mio. Euro lösen ein Investitionsvolumen von ca. 272 Mio. Euro aus. Eine funktionierende Wasserwirtschaft sichert nicht nur den Gewässerschutz und den Hochwasserschutz, sondern ist auch ein wesentlicher Impuls für die regionale Bauwirtschaft und für Arbeitsplätze im ländlichen Raum“, stellt Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger fest.

In allen Bundesländern wurden wichtige Projekte und Investitionen in die Wasserwirtschaft bei der Sitzung beschlossen. Folgende Beispiele sollen die Vorhaben näher erläutern und Einblicke in die vielfältigen Projekte ermöglichen.

Bei der Sitzung wurden für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung im Burgenland nachhaltige Investitionen beschlossen. Der Wasserverband Unteres Lafnitztal investiert beispielsweise insgesamt rund 620.000 Euro in die Errichtung von zwei Ersatzbrunnen in Krottendorf. Die beiden bestehenden Brunnen aus den 60er Jahren mussten stillgelegt werden. Die förderungsfähigen Investitionskosten werden vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus mit 24 % gefördert.

In Kärnten investiert der Abwasserverband Karnische Region beispielsweise insgesamt rund 1,3 Mio. Euro in die Errichtung und Erweiterung von Ortsnetzen im Verbandsgebiet. Dadurch wird zukünftig eine moderne Abwasserbehandlung der Abwässer von 266 Einwohnerinnen und Einwohnern sichergestellt. Die förderungsfähigen Investitionskosten werden vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus mit 40 % gefördert.

Zur zukünftigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich errichtet beispielsweise die Marktgemeinde Kautzen einen neuen Brunnen und eine Trinkwasseraufbereitungsanlage. Die Projektkosten belaufen sich auf ca. 230.000 Euro, wovon ca. 25 % das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus trägt. Weiters beabsichtigt die Marktgemeinde Thaya die Neuerrichtung der bestehenden Kläranlage. Durch die geplanten Investitionen von ca. 2,1 Mio. Euro leistet die Gemeinde weiterhin einen entscheidenden Beitrag zur Gewässerreinhaltung. Das Vorhaben wird mit ca. 690.000 Euro vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus unterstützt. Im Zuge der Revitalisierung des Wasserkraftwerkes Schoder wird die für Fische bisher nicht passierbare Wehranlage an der Url um einen modernen Fischaufstieg erweitert. Die Investitionskosten für diese gewässerökologische Maßnahme von ca. 122.000 Euro werden zu 25 % vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus getragen.

Zur Sicherstellung der Abwasserreinigung rund um den Attersee in Oberösterreich saniert beispielsweise der Reinhalteverband Attersee die Abwasserpumpwerke an mehreren Standorten. Die Investitionskosten des zur Förderung beantragten Bauabschnitts belaufen sich auf ca. 2,3 Mio. Euro wovon ca. 375.000 Euro das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus trägt.

Der Wasserverband Obere Enns in Salzburg investiert beispielsweise insgesamt rund 1,5 Mio. Euro in die Sanierung von Quellleitungen. Die förderungsfähigen Investitionskosten werden vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus mit 20 % gefördert.

Auch für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Tirol wurden nachhaltige Investitionen beschlossen. Zur Sicherstellung der Abwasserreinigung in der Stadt Innsbruck sanieren die Innsbrucker Kommunalbetriebe Mischwasserkanäle und Hausanschlüsse. Die Investitionskosten des zur Förderung beantragten Bauabschnitts belaufen sich auf ca. 1,2 Mio. Euro, wovon ca. 230.000 Euro das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus trägt. Der Wasserverband Aschau-Kaltenbach-Ried errichtet über 2.000 m neue Trinkwasserleitungen zur Absicherung der Trinkwasserversorgung in seinem Versorgungsgebiet. Der aktuelle Bauabschnitt wird mit rund 350.000 Euro vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus unterstützt.

Die Marktgemeinde Nenzing in Vorarlberg investiert insgesamt 3,3 Mio. Euro in die Erschließung des Ortsteils Gurtis. Dadurch wird zukünftig eine moderne Abwasserbehandlung der Abwässer von 476 Einwohnerinnen und Einwohner sichergestellt. Die förderungsfähigen Investitionskosten werden vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus mit 11 % gefördert.

Für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Wien wurden nachhaltige Investitionen beschlossen. So können mit den beantragten Förderungen rund 30 Kilometer Wasserleitungen saniert werden. Die entsprechenden Investitionen in der Höhe von ca. 33 Mio. Euro werden seitens des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus mit 12% gefördert.

Im Bereich des Hochwasserschutzes konnten durch die heutige Sitzung Budgetmittel für wichtige Projekte in ganz Österreich sichergestellt werden, wie zum Beispiel in der Steiermark für die Realisierung von Hochwasserschutzmaßnahmen am Kobenzbach, im Ortsbereich von Kobenz. Rund 4,2 Mio. Euro sind für die Errichtung von linearen Hochwasserschutzmaßnahmen gesichert. Davon trägt das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus 40%. Mit dieser Investition können 17 Häuser und 94 Personen vor Hochwasser besser geschützt werden.

Weitere Informationen: http://www.bmnt.gv.at/wasser

Veröffentlicht am 16.05.2018

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Daniel Kosak Pressesprecher der Bundesministerin