Brexit und Tourismus

Das Vereinigte Königreich wird nach derzeitigem Stand am 30. März 2019 (0 Uhr MEZ) aus der Europäischen Union austreten. Dies hat auch Auswirkungen auf den Tourismus - Reisende und Tourismusbetriebe sollten vorbereitet sein.

Am 29. März 2017 teilte das Vereinigte Königreich der EU offiziell seinen Wunsch mit, gemäß Artikel 50 EU-Vertrag aus der Europäischen Union auszutreten.

Dieser Artikel sieht vor, dass der Austritt eines Mitgliedstaates mit dem Inkrafttreten eines Austrittsabkommens oder spätestens zwei Jahre nach der Austrittsmitteilung wirksam wird. Nach mehrmaliger Ablehnung des Austrittsabkommens durch das britische Parlament stimmte der Europäische Rat am 10. April 2019 zu, die Frist für den Abschluss eines Austrittsabkommens bis längstens 31. Oktober 2019 zu verlängern. 

Noch ist ungewiss, wie die zukünftigen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union aussehen werden - ein ungeordneter Austritt ("No Deal"-Brexit) ist nicht auszuschließen. 

 

 

Nähere Informationen für Reisende und Tourismusbetriebe:

  • Die Europäische Kommission und das Bundeskanzleramt (BKA) stellen auf ihren Websites Informationen für Reisende bereit - vor allem für den Fall eines ungeordneten Austritts. Relevante Themen sind beispielsweise Visa, Flugreisen, Fahrgastrechte, Roaming und das Mitnehmen von Haustieren.
  • Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) stellt Praxis-Informationen für Unternehmen zur Verfügung.
Veröffentlicht am 16.05.2019, Internationale Tourismusangelegenheiten (Abteilung VII/2)