Rücknahme der Steuererhöhung auf Übernachtungen

Durch die Rücknahme des Umsatzsteuersatzes von 13 Prozent auf 10 Prozent ab November 2018 soll eine Annäherung an die Steuersätze für Beherbergung in den Nachbarländern erreicht werden. Dadurch kann die Wettbewerbsposition des österreichischen Tourismus gestärkt werden.

Im Mai 2016 wurde der Steuersatz auf Übernachtungen von 10 auf 13 Prozent erhöht. Ab November 2018 soll dieser Steuersatz nun auf die ursprüngliche Höhe von 10 Prozent zurückgeführt werden.

  • Der reduzierte 10 Prozent-Steuersatz soll für die Beherbergung in eingerichteten Wohn- und Schlafräumen und die regelmäßig damit verbundenen Nebenleistungen (z.B. Frühstück, wenn im Beherbergungsentgelt inkludiert) anzuwenden sein.
  • Ebenfalls soll die Vermietung (Nutzungsüberlassung) von Grundstücken für Campingzwecke und die regelmäßig damit verbundenen Nebenleistungen dem ermäßigten Steuersatz in Höhe von 10 Prozent unterliegen.

 

Mit dieser Maßnahme wird die Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Tourismus erhöht. Mit dem neuen Steuersatz wird Österreich auf gleichem Niveau wie Frankreich und Italien liegen. In Deutschland ist der Steuersatz mit 7 Prozent allerdings sogar noch niedriger, und in der Schweiz beträgt er überhaupt nur 3,7 Prozent.

Das Volumen der steuerlichen Entlastung für die Hotelbetriebe wird 120 Mio. Euro jährlich betragen. Durch diese Maßnahme werden zusätzlich aber auch die Verwaltungskosten für Unternehmerinnen und Unternehmer gesenkt. Die teilweise komplexe Aufteilung eines pauschalen Betrages für Beherbergung und Verköstigung (z.B. Halbpension) auf die unterschiedlichen Steuersätze (10 Prozent für Verköstigung, 13 Prozent für Beherbergung) wird entfallen.

Veröffentlicht am 06.03.2018

Kontakt

Tourismuspolitik - Abteilung VII/1