6. Tourismus-Mobilitätstag

Interessierte aus Tourismus, Verkehr und Umwelt tauschten sich beim heurigen 6. Tourismus-Mobilitätstag am 2. Oktober 2019 in Bregenz über nachhaltige Mobilitätslösungen und Möglichkeiten zur Besucherlenkung bei Großveranstaltungen aus.

Gerade bei Großveranstaltungen kommt es innerhalb von recht kurzer Zeit zu einem verstärkten Verkehrsaufkommen, oft in sensiblen Räumen, die dafür infrastrukturell nicht ausgerichtet sind. Um diesen geballten Verkehrsüberlastungen entgegen zu wirken und auch Personen ohne eigenem Pkw eine Teilnahme zu ermöglichen, helfen nachhaltige Mobilitätslösungen.

Verantwortliche verschiedener Großveranstaltungen aus Sport und Kultur präsentierten am 2. Oktober 2019, auf Einladung des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) und des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), ihre erprobten nachhaltigen Mobilitätskonzepte. Zahlreiche Expertinnen und Experten aus Tourismus, Verkehr und Umwelt nutzen die Chance, von den Erfahrungen und Tipps zu profitieren und diskutierten über verschiedene Lösungsansätze, die von kurzfristiger Besucherlenkung bis zu möglichen langfristigen, infrastrukturellen Adaptierungen reichen. Informationen gab es auch zum Österreichischen Umweltzeichen Green Meetings, zu Lösungen von AIT zur Optimierung von Personenströmen und zu möglichen Kooperationen mit ÖBB Rail Tours. Auch das Förder- und Beratungsprogramm klimaaktiv mobil stand mit seiner Expertise zum Austausch zur Verfügung.

Das erste Panel stand unter dem Motto "Jahr für Jahr - nachhaltig mobil bei Veranstaltungen". Präsentiert wurden Möglichkeiten und erfolgreiche, nachhaltige Mobilitätskonzepte für jährlich wiederkehrende Veranstaltungen anhand des Europäischen Forum Alpbach, der Niederösterreichischen Landesausstellungen und des Open Air St. Gallen.

Im zweiten Panel zeigten Kärnten läuft, Weinfrühling Kamptal und Ironman 70.3. Zell am See wie Erreichbarkeit bei Tagesevents nachhaltig gestaltet werden kann.

Das dritte Panel rückte die möglichen Mobilitätsmaßnahmen bei Weltmeisterschaften in Bezug auf die Athleten- und Besucherlenkung in den Fokus. Die Ski Weltmeisterschaft Schladming 2013, die Weltgymnaestrada Dornbirn 2019 und die Nordische Ski WM Seefeld berichteten über ihr kurzfristigen Lenkungsmaßnahmen bis hin zu langfristigen, infrastrukturellen Adaptierungen.

Am Vorabend luden das Land Vorarlberg, Vorarlberg Tourismus und der Verkehrsverbund Vorarlberg als Get Together zu einem Multimodalen Erlebnis. Bei einer Schifffahrt von Bregenz nach Lindau, mit Abendessen vor Ort und Rückfahrt mit der S-Bahn erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Multimodalität am eignen Körper und tauschten sich bereits in entspannter Atmosphäre aus.

Plattform „Nachhaltige Mobilität im Tourismus“ von BMNT und BMVIT

Am 3. Oktober tagte auch wieder die, 2016 gegründete, Plattform für nachhaltige Mobilität, in der sich Expertinnen und Experten aus Tourismus, Verkehr und Umwelt auf Bundes- und Landesebene zwei Mal jährlich über wichtige Herausforderungen, geplante Maßnahmen und gemeinsame Projekte austauschen. Fokus lag diesmal auf der Delegierte Verordnung EU 2017/1926 über die „Bereitstellung EU-weiter multimodaler Reise-Informationssysteme“ und der Maßnahmen in Österreich.

Veröffentlicht am 02.10.2019, Tourismus – Servicestelle (Abteilung VII/3)

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