Arbeitsgruppe "Radtourismus"

Plattform für den touristischen Radverkehr in Österreich, um den Informationsaustausch und Wissenstransfer zu beschleunigen, gemeinsame Aktivitäten/Projekte rund um das Radfahren zu entwickeln und Marketingaktivitäten besser abzustimmen

Im März 2010 veranstaltete das damalige Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem damaligen Umweltministerium den Workshop "Veloland Österreich". Als konkretes Ergebnis wurde die Einrichtung einer ständigen Arbeitsgruppe "Radtourismus" mit Vertreter/-innen der Bundesländer bzw. Landestourismusorganisationen, der Österreich Werbung, des Lebensministeriums sowie des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie unter der Leitung des damaligen Wirtschaftsministeriums beschlossen.

Im Rahmen ihrer konstituierenden Sitzung wurde vereinbart, dass die Arbeitsgruppe als Plattform für den touristischen Radverkehr in Österreich dazu beitragen soll, den Informationsaustausch und Wissenstransfer zu beschleunigen, gemeinsame Aktivitäten/Projekte rund um das Radfahren zu entwickeln und Marketingaktivitäten besser abzustimmen.

Als erste Initiative wurden im Zeitraum November 2010 bis Februar 2011 drei Innovations-Workshops zum Thema "Radland Österreich" mit großer regionaler Beteiligung durchgeführt. Inhaltliche Bestandteile dieser regionalen Veranstaltungen waren aktuelle Marktforschungsergebnisse der ÖW mit Fokus auf spezifische Herkunftsmärkte, das Thema "Bahn & Rad" und ein Kreativprozess zur Angebotsentwicklung.

Touristische Radverleihsysteme in Österreich

Die Arbeitsgruppe „Radtourismus“ hat sich mit dem Thema Radverleih im Tourismus näher auseinandergesetzt. In einer von der AIT Austrian Institute of Technology GmbH gemeinsam mit der MODUL University Vienna durchgeführten Studie wurden rund 40 Radverleihsysteme, die derzeit am österreichischen Markt existieren, erhoben, analysiert und bewertet. Gelungene internationale Beispiele wurden ausgewählt und deren Erfolgsfaktoren herausgearbeitet. Die wichtigsten Ergebnisse aus touristischer Sicht wurden in einem Kurzbericht zusammengefasst und stehen im Downloadbereich zur Verfügung.

Qualitätskriterien für Radrouten und Radbetriebe: "bett+bike" in Österreich

Im Rahmen der Arbeitsgruppe Radtourismus wurde im Auftrag des damaligen Wirtschaftsministeriums eine Studie zu "Qualitätskriterien für Radrouten und Radbetriebe in Österreich" erstellt. Die zielgruppenspezifisch aufbereiteten Leitfäden für fahrradfreundliche Betriebe und zur Optimierung von Radrouten für den Tourismus beinhalten eine Zusammenstellung von Empfehlungen bestehend aus Mindestanforderungen, Zusatzkriterien sowie nützlichen Tipps für die praktische Umsetzung.

In weiterer Folge wurde ein Pilot-Projekt zur Umsetzung des ADFC-Zertifizierungssystems "bett+bike" für fahrradfreundliche Betriebe durchgeführt. Bis Mitte 2015 konnten auf diese Weise mehr als 250 Betriebe entlang der Top-Radwege Österreichs mit dem "bett+bike" Gütesiegel zertifiziert werden. Das Projekt wird von der ARGE Radtouren in Österreich weitergeführt. Eine Übersicht der aktuell zertifizierten Betriebe finden Sie sowohl auf der RTÖ Webseite unter http://www.radtouren.at/radhotels.html als auch mit Hilfe der Suchmaske des ADFC unter http://www.bettundbike.de/

Das "EuroVelo"-Netzwerk in Österreich

Das europäische Radfernroutennetz „EuroVelo“ wurde 1995 vom ECF, dem Dachverband der europäischen Radfahrervereinigungen, initiiert. EuroVelo verbindet mittlerweile 15 Radfernrouten, die quer durch europäische Staaten führen, und wird vom ECF auf europäischer Ebene koordiniert.

Aktuell führen vier EuroVelo-Routen auch durch Österreich:

EV6: "Atlantik - Schwarzes Meer"-Route

EV7: "Nordkap - Malta"-Route

EV9: "Ostsee - Adria"-Route

EV13: "Eiserner Vorhang"-Route

Die österreichischen Streckenabschnitte werden ehrenamtlich durch die Radlobby Österreich koordiniert. Nähere Informationen zu EuroVelo in Österreich finden Sie unter: www.eurovelo.at

Veröffentlicht am 22.01.2018

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